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    Comparaison entre les formations vétérinaires à Munich (Allemagne) et à Liège (Belgique)

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    Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, durch einen Vergleich des Studiums der Tiermedizin in München und in Liège die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen diesen beiden Fakultäten zu analysieren. In Deutschland kann das Studium der Tiermedizin an fünf Hochschulen, unter anderem in München, absolviert werden. In der Französischen Gemeinschaft Belgiens gibt es vier Universitäten, die den Bachelor-Studiengang der Tiermedizin anbieten, jedoch ist Liège die einzige Universität, in welcher man im Master-Studiengang das Studium fortsetzen kann. Studierende, die ihr Bachelor-Studium in einer dieser vier Universitäten abgeschlossen haben, werden automatisch zum Master-Studium in Liège zugelassen. Im Ausland zu studieren ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um das Studium zu bereichern, ein neues akademisches Umfeld und eine andere Lebensart kennen zu lernen und die Karrierechancen zu verbessern. Die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Rahmens der tierärztlichen Ausbildung und das Wissen über das Bildungssystem in anderen Ländern erleichtern die Mobilität von Studierenden und Akademikern. Die europäischen Staaten haben die Europäische Union (EU) und den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gegründet, um die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. Um die Studiengänge einander anzugleichen und die Anerkennung der beruflichen Qualifikation innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums zu ermöglichen, wurde die Richtlinie 2005/36/EG verabschiedet. Sie definiert zum Beispiel die Mindestanforderungen der tierärztlichen, medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildungen, so dass diese Berufe europaweit anerkannt werden können. Mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung beschlossen 47 Länder in Europa, die Hochschulbildung besser vergleichbar zu machen und die Mobilität von Akademikern und von Studenten zu fördern. Sie beschlossen die Aufteilung der Studiengänge in drei Zyklen (Bachelor- / Master- / Promotionsstudiengang), die Einführung des Leistungspunktesystems ECTS (European Credit Transfer System) und die Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung. Tiermedizinische Ausbildungsstätten werden darüber hinaus auf freiwilliger Basis durch die EAEVE (European Association of Establishments for Veterinary Education, im Französischen: AEEEV) evaluiert. Die EAEVE bewertet die Einhaltung der Mindestanforderungen an die Ausbildung, wie sie in der Richtlinie 2005/36/EG definiert wurden und hat eine Liste der Ersttagskompetenzen, die als „day-one skills“ bezeichnet werden, erstellt, die die Absolventen beherrschen müssen. Das Studium in München dauert fünfeinhalb Jahre, was elf Semestern entspricht; die Absolventen erhalten den Titel des Tierarztes. In Liège wird das Studium in den ersten Zyklus, den Bachelor-Studiengang, und den zweiten, den Master-Studiengang, unterteilt, wobei beide jeweils drei Jahre dauern. In jedem Jahr müssen die Studenten 60 ECTS erwerben. Einem sogenannten Kredit entspricht ein Lernaufwand von ca. 30 Stunden. Im Gegensatz zu München müssen die Studenten in Liège eine Masterarbeit schreiben und erhalten damit automatisch den Titel des Doktors der Veterinärmedizin zusätzlich zu dem des Tierarztes. An beiden Fakultäten ist die Zulassungsvoraussetzung zum Studium die Hochschulzugangsberechtigung, die in Deutschland als Abitur und in der Französischen Gemeinschaft Belgiens als Certificat d' Enseignement Supérieur Secondaire bezeichnet wird. In München ist die Zulassung zum Studium beschränkt. Bis zu 80% der Studienplätze werden aufgrund der Abiturnote vergeben. Im Gegensatz dazu dürfen alle in Belgien ansässigen Bewerber das Studium in Liège beginnen. Die Zahl der in Belgien nichtansässigen Bewerber wird hingegen auf 30% der gesamten Anzahl der Studierenden, die im Vorjahr zum ersten Mal in diesem Studiengang eingeschrieben waren, beschränkt. Diese werden per Losverfahren aus der Gesamtzahl der nichtansässigen Bewerber ausgewählt. Diese erhebliche Beschränkung wurde aufgrund der großen Anzahl an Studienbewerbern aus Frankreich eingeführt. In München sind 86% der Studenten weiblich, in Liège nur 68%. Die Studenten in Liège sind jünger als die in München, was sich durch die Unterschiede im Schulsystem erklären lässt. Die Gesamtdauer des Studiums beträgt etwa 5000 Stunden an beiden Fakultäten - München und Liège. Jedoch gibt es erhebliche Unterschiede im Umfang der Lehre in der Lebensmittelhygiene, dem öffentlichen Gesundheitswesen und in Grundfächern wie Physik, Botanik, Zoologie, Chemie und Biometrie. Während in Liège mehr Zeit für die Grundfächer aufgewandt wird (München: 322 Stunden, Liège: 554 Stunden), gibt es in München eine umfassendere Ausbildung in der Lebensmittelhygiene (München: 516 Stunden, Liège: 180 Stunden). In München müssen die Studenten 308 Stunden in Wahlpflichtfächern bis zum Abschluss des Studiums belegen. In Liège hingegen gibt es keine vergleichbaren Wahlpflichtfächer. Die Studenten haben nur die Möglichkeit, die Tierart in zwei Kursen zu wählen. Außerdem gibt es Unterschiede in der Anzahl der Praktika, die Studenten während ihres Studiums absolvieren müssen. In München stellen die Praktika über 20% der gesamten Ausbildungsdauer dar (1170 Stunden). Die Studenten verbringen 850 Stunden in einer tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik und darüber hinaus 100 Stunden im Schlachthof. Demgegenüber absolvieren die Studenten in Liège nur Praktika im Umfang von 560 Stunden. Im Rahmen dieser Dissertation wurde ein Fragebogen mit dem Ziel erstellt, die grundlegenden tierärztlichen Fertigkeiten der Absolventen zu bewerten. Der Fragebogen wurde in Anlehnung an die durch die EAEVE definierten Ersttagskompetenzen konzipiert. In München und Liège wurden alle Studenten kurz vor Abschluss ihres Studiums im Jahr 2012 befragt. An beiden Fakultäten beantworteten jeweils über 200 Studenten den Fragebogen. Nach dem Erheben der demographischen Variablen wurden die Studenten gefragt, ob sie später mit Kleintieren, Pferden, Rindern / Schweinen, in einer Gemischtpraxis oder in der Wissenschaft / Labor arbeiten wollen. Danach sollten die Teilnehmer ihre eigenen Fertigkeiten einschätzen und darüber Auskunft geben, wo sie diese erworben haben (Vorlesung, Übung, Rotation, Praktikum). Die Fragen wurden zu Themenbereichen zusammengefasst, wie „Allgemeine Untersuchung und Behandlung“, „Kleintiermedizin" und „Großtiermedizin“. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten zeigte, dass die Studenten in Liège ihre Kompetenzen in fast allen Themenbereichen besser einschätzten als die Studierenden in München. Zudem schätzten die männlichen Befragten insgesamt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten signifikant besser ein als die weiblichen. Diese Selbsteinschätzung korrespondiert jedoch nicht mit den Abschlussnoten in München, denn es hat sich gezeigt, dass die weiblichen Studenten tendenziell besser abgeschnitten haben als ihre männlichen Kommilitonen. Anschließend wurden die selbst eingeschätzten Kompetenzen der Studenten in den einzelnen Themenbereichen innerhalb von München und innerhalb von Liège miteinander verglichen. In München beurteilten die Studenten ihre Kompetenzen im Bereich „Kleintiermedizin“ signifikant schlechter als ihre Kenntnisse in der „Allgemeinen Untersuchung und Behandlung“, während in Liège die Kenntnisse und Fähigkeiten in diesen beiden Bereichen gleich gut eingeschätzt wurden. Ein möglicher Grund für diese unterschiedliche Einschätzung ergibt sich daraus, dass die Studenten in Liège die Möglichkeit haben, Kleintiere in Tierheimen zu untersuchen und zu operieren. Die Antworten der Studenten auf die Fragen, wo sie ihre Kompetenzen erlernt haben, stimmten an beiden Studienorten weitgehend überein. In München wie in Liège wurden die Kompetenzen in der „allgemeinen Untersuchung und Behandlung“ meistens während der Rotation erworben. Wurden Kenntnisse in Praktika erworben, so schätzten die Befragten ihre Fertigkeiten in vielen Themenbereichen besser ein, wie beispielsweise in der „Kleintiermedizin“ und der „Großtiermedizin“. Diese bessere Selbsteinschätzung basiert darauf, dass in dem Fragebogen vor allem praktische Kenntnisse und Fähigkeiten der Studenten abgefragt wurden. Die Hypothese, dass es einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen dem Interesse an einem Themengebiet und dem Wissensstand auf diesem Gebiet gibt, konnte bestätigt werden. So schätzten zum Beispiel Studierende, die später mit Kleintieren arbeiten wollten, ihre erworbenen Fähigkeiten auf dem Gebiet der „Kleintiermedizin“ signifikant besser ein als jene, die später mit Rindern / Schweinen oder in der Wissenschaft / Labor arbeiten wollten. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dieser Vergleich sowohl die Ähnlichkeiten als auch die Unterschiede zwischen den beiden Tierärztlichen Fakultäten in München und in Liège verdeutlicht. Zum einen können die beschriebenen Unterschiede dazu dienen, die Weiterentwicklungen und Angleichungen der tiermedizinischen Ausbildung an Universitäten in Europa zu fördern. Zum anderen erleichterte es die vorliegende Arbeit im März 2014 einen ERASMUS-Vertrag zwischen beiden Fakultäten zu unterzeichnen.The objective of the comparison of the veterinary education in Munich and Liège in this doctoral thesis was to analyze the similarities and differences between these two faculties. In Germany there are five universities for veterinary medicine, including Munich. In the French-speaking Community of Belgium there are four universities with bachelor studies of veterinary medicine, but Liège is the only university where students can continue their studies with the master degree. After finishing the bachelor studies in one of these four universities the students are automatically admitted to the master studies in Liège. To study abroad is an excellent opportunity to enrich your studies, experience a new academic environment and way of life and to improve your career prospects. The arrangement of a common European framework of veterinary education and the knowledge about the educational system in other countries facilitate the mobility of students and academics. The European states founded the European Union (EU) and the European Economic Area (EEA) to strengthen political and economical cooperation. To harmonize the study conditions and to enable recognition of professional qualification within the European Economic Area the Directive 2005/36/EC was adopted. It defines for example minimum training conditions for veterinary, medical and dental education, so these professional qualifications can be recognized Europe-wide. By signing the Bologna-Declaration 47 countries in Europe made higher education more comparable and reinforced the mobility of academics as well as students. They introduced the three cycle system (bachelor/ master/ doctorate), the European Credit Transfer System (ECTS) and cooperation in quality assurance. Furthermore the veterinary medical establishments are evaluated on a voluntary basis by the EAEVE (European Association of Establishments for Veterinary Education, in French: AEEEV). This association rates harmonization of the minimum training conditions set down in the Directive 2005/36/EC and established a list of essential competences named the “day-one skills”, that should be acquired until graduation. The studies in Munich last five and a half years, equivalent to eleven semesters, and the graduates are veterinary surgeon. In Liège the studies are divided into the first cycle, named Bachelor, and the second, called Master, each lasting three years. During each year the students have to acquire 60 ECTS, with one credit corresponding approximately to 30 hours of learning activities. In contrast to Munich the students in Liège have to write a Master thesis and receive the doctor of veterinary medicine automatically in addition to the title of a veterinary surgeon. At both faculties the minimum admission requirement is a certificate of higher secondary education, called Abitur in Germany and Certificat d’Enseignement Secondaire Supérieur in the French-speaking Community of Belgium. In Munich admission is restricted. Up to 80 % of the study places are distributed to the applicants by using the average grade of the Abitur. On the contrary all applicants resident in Belgium are authorized to matriculate in Liège. But the admission of non-resident applicants is limited to a number of 30 % of all veterinary students enrolled for the first time in the previous year. These non-residents are drawn by lot. This considerable regularization was adopted in response to the very high number of study applicants from France. In Munich 86 % of the students are female, in Liège only 68 %. The students in Liège are younger than those in Munich, which can be explained by the differences in the school system. The total number of curriculum hours is about 5000 at both faculties - Munich and Liège. But there are considerable differences in the workload in food hygiene, public health and basic subjects like physics, botany, zoology, biometrics and chemistry. While more time is spent on basic training in Liège (Munich: 322 hours, Liège: 554 hours), there is a more detailed education in food science in Munich (Munich: 516 hours, Liège: 180 hours). In Munich 308 hours of compulsory optional subjects have to be completed until the final examinations, while in Liège there are no comparable optional subjects and the students only have the ability to choose the animal species in two courses. Furthermore there are differences between the obligatory extramural work that students must undertake as part of their courses. In Munich this work represents over 20 % of the total number of curriculum hours (1170 hours). The students spend 850 hours on clinical training in a veterinary practice or a veterinary clinic but also 100 hours on meat inspection. Students in Liège complete only 560 hours of extramural work. Part of this doctoral thesis was a questionnaire to measure the basic veterinary skills based on the idea of the essential competences at graduation listed by the EAEVE. In Munich and Liège all students in the last year were questioned in 2012 shortly before their graduation. At both faculties over 200 students answered the questionnaire. After collecting the demographic variables, the students were asked whether they want to work with small animals, horses, cattle/pigs, in a mixed clinic or in science/laboratory. The participants should judge their own competences and rate where they have achieved each competence (lectures, seminars, rotation, extramural work). Questions were combined to subject areas, e.g. “general examination”, “treatment of small animals” and “treatment of large animals”. The statistical analyses of the collected data showed that the students of Liège reported significantly better competences than the students of Munich. Furthermore all male students rated their knowledge significantly higher than all female students, but this self-evaluation did not match with the final notes in Munich, where female students were even slightly better than their male colleagues. Subsequently a comparison of the self-assessed competences within Munich and within Liège was made. In Munich the students evaluated their skills in “treatment of small animals” significantly worse than their competences in “general examination”, while in Liège those two competences where judged equally good. The reason for this result could be that the students in Liège have the possibility to examine and operate small animals in animal shelters. Students of both faculties frequently agreed on where they attained those competences. In Munich as well as in Liège the skills in “general examination” were mostly learned in the rotation. Knowledge acquired during extramural work resulted in a higher self-evaluation of the competences in many of the subject areas e.g. “treatment of small animals” and “treatment of large animals”. This improved self-assessment is due to the fact that in this study mainly practical skills were rated. The hypothesis of a significant positive relationship between interest in a specific topic and the degree of knowledge in a subject area could be confirmed. For example students who wanted to work with small animals after graduation assessed their knowledge in "treatment of small animals" significantly better than those who want to work with cattle/pigs or in science/laboratory. To sum up, this comparison clarifies the differences and similarities between the veterinary faculties of Munich and Liège. On one hand the described differences can be used to motivate further development and alignment of the veterinary education in European universities. On the other hand this thesis facilitated to sign in Mars 2014 an ERASMUS-Agreement between the two faculties.L'objectif de cette thèse «La comparaison entre les formations vétérinaires à Munich et Liège » était d'analyser les similarités et les différences entre ces deux facultés. En Allemagne, il y a cinq universités habilitées à organiser l’enseignement vétérinaire, y compris Munich. Dans la Communauté française de Belgique, quatre universités organisent le Bachelier en médecine vétérinaire, mais Liège est la seule université où les étudiants peuvent y poursuivre leurs études grâce au Master. Après avoir terminé le Bachelier dans une de ces quatre universités les étudiants sont automatiquement admis en Master à Liège. Etudier à l'étranger apporte de nombreux avantages : un nouvel environnement académique, un mode de vie différent, des connaissances enrichies et de nouvelles perspectives de carrière. La disposition d'un cadre européen commun de l'enseignement vétérinaire et la connaissance du système éducatif dans d'autres pays facilite la mobilité des étudiants et des académiques. Les Etats européens ont fondé l'Union européenne (UE) et l'Espace économique européen (EEE) afin de renforcer la coopération politique et économique. La directive 2005/36/CE a été adoptée pour harmoniser les conditions d'études et pour permettre la reconnaissance des qualifications professionnelles au sein de l'Espace économique européen. Elle définit par exemple les conditions minimales de formation vétérinaire, médicale et dentaire, de façon à obtenir une reconnaissance des diplômes au sein des pays de l’UE. En signant la déclaration de Bologne, 47 pays européens dispensent un enseignement supérieur plus homogène et facilitent la mobilité des académiques et des étudiants. Ils ont mis en place une structure en trois cycles d’études supérieures (bachelier / master / doctorat), un système européen de transfert et d'accumulation de crédits (European Credit Transfer System ECTS) ainsi qu’une coopération en matière d'assurance de la qualité. En outre, les établissements d’enseignement vétérinaire sont évaluées sur une base volontaire par l’AEEEV (Association européenne des établissements d'enseignement vétérinaire, en anglais : EAEVE). Cette association évalue l’harmonisation des conditions minimales de formation reprises dans la directive 2005/36/CE. Elle a établi une liste des compétences essentielles, les «day-one skills», qui doivent être acquises avant l’obtention du diplôme. Les études à Munich durent cinq ans et demi, soit onze semestres. Les diplômés acquièrent le droit de porter le titre de médecin vétérinaire. À Liège, les études sont divisées en deux cycles de base : trois ans de Bachelier et trois ans de Master. Chaque année, les étudiants doivent acquérir 60 ECTS, un ECTS correspondant à 30 heures d'apprentissage. À la différence de Munich, les étudiants à Liège doivent réaliser un travail de fin d'études et reçoivent automatiquement le titre de docteur en médecine vétérinaire en supplément du titre du médecin vétérinaire. Pour rentrer dans les deux facultés, un titre d'accès aux études universitaires est nécessaire. Il s’agit de l’Abitur en Allemagne et du Certificat d'Enseignement Secondaire Supérieur en Communauté française de Belgique. A Munich, le nombre de places est limité et jusqu'à 80% des places sont attribuées en fonction de la note moyenne de l'Abitur. Au contraire, à Liège, tous les étudiants résidents peuvent s’inscrire. Cependant l'admission des étudiants non-résidents est limitée à 30% des étudiants vétérinaires inscrits l’année précédente pour la première fois en 1er cycle. Les non-résidents sont tirés au sort. Cette régularisation considérable du nombre d’étudiants non-résidents a été adoptée en réponse au nombre très élevé des étudiants d’origine française. À Munich, 86% des étudiants sont de sexe féminin. Seulement 68% le sont à Liège. Les étudiants de Liège sont plus jeunes que ceux de Munich, ce qui peut être expliqué par des différences dans le système scolaire. Dans les deux facultés, le nombre total d'heures du programme de cours est d’environ 5000. Il y a cependant des différences importantes de charge de travail dans certains domaines : à Liège, plus de temps est consacré aux matières de base comme la physique, la botanique, la zoologie, la biométrie et la chimie (Munich: 322 heures Liège: 554 heures). A Munich, l’hygiène alimentaire et la santé publique sont abordées plus en profondeur (Munich: 516 heures, Liège: 180 heures). A Munich, 308 heures parmi les cours au choix de l’étudiant sont à valider avant les examens finaux, tandis qu’à Liège, il n’existe pas de cours optionnels ; les étudiants ont seulement la possibilité de choisir les espèces animales dans deux cours. De plus, il existe des différences au niveau des stages que les étudiants doivent effectuer durant leurs études. À Munich, les stages représentent plus de 20% du nombre total d'heures du programme de cours (1170 heures) : les étudiants passent 850 heures de formation clinique d

    Comparaison entre les formations vétérinaires à Munich (Allemagne) et à Liège (Belgique)

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    Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, durch einen Vergleich des Studiums der Tiermedizin in München und in Liège die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen diesen beiden Fakultäten zu analysieren. In Deutschland kann das Studium der Tiermedizin an fünf Hochschulen, unter anderem in München, absolviert werden. In der Französischen Gemeinschaft Belgiens gibt es vier Universitäten, die den Bachelor-Studiengang der Tiermedizin anbieten, jedoch ist Liège die einzige Universität, in welcher man im Master-Studiengang das Studium fortsetzen kann. Studierende, die ihr Bachelor-Studium in einer dieser vier Universitäten abgeschlossen haben, werden automatisch zum Master-Studium in Liège zugelassen. Im Ausland zu studieren ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um das Studium zu bereichern, ein neues akademisches Umfeld und eine andere Lebensart kennen zu lernen und die Karrierechancen zu verbessern. Die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Rahmens der tierärztlichen Ausbildung und das Wissen über das Bildungssystem in anderen Ländern erleichtern die Mobilität von Studierenden und Akademikern. Die europäischen Staaten haben die Europäische Union (EU) und den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gegründet, um die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. Um die Studiengänge einander anzugleichen und die Anerkennung der beruflichen Qualifikation innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums zu ermöglichen, wurde die Richtlinie 2005/36/EG verabschiedet. Sie definiert zum Beispiel die Mindestanforderungen der tierärztlichen, medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildungen, so dass diese Berufe europaweit anerkannt werden können. Mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung beschlossen 47 Länder in Europa, die Hochschulbildung besser vergleichbar zu machen und die Mobilität von Akademikern und von Studenten zu fördern. Sie beschlossen die Aufteilung der Studiengänge in drei Zyklen (Bachelor- / Master- / Promotionsstudiengang), die Einführung des Leistungspunktesystems ECTS (European Credit Transfer System) und die Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung. Tiermedizinische Ausbildungsstätten werden darüber hinaus auf freiwilliger Basis durch die EAEVE (European Association of Establishments for Veterinary Education, im Französischen: AEEEV) evaluiert. Die EAEVE bewertet die Einhaltung der Mindestanforderungen an die Ausbildung, wie sie in der Richtlinie 2005/36/EG definiert wurden und hat eine Liste der Ersttagskompetenzen, die als „day-one skills“ bezeichnet werden, erstellt, die die Absolventen beherrschen müssen. Das Studium in München dauert fünfeinhalb Jahre, was elf Semestern entspricht; die Absolventen erhalten den Titel des Tierarztes. In Liège wird das Studium in den ersten Zyklus, den Bachelor-Studiengang, und den zweiten, den Master-Studiengang, unterteilt, wobei beide jeweils drei Jahre dauern. In jedem Jahr müssen die Studenten 60 ECTS erwerben. Einem sogenannten Kredit entspricht ein Lernaufwand von ca. 30 Stunden. Im Gegensatz zu München müssen die Studenten in Liège eine Masterarbeit schreiben und erhalten damit automatisch den Titel des Doktors der Veterinärmedizin zusätzlich zu dem des Tierarztes. An beiden Fakultäten ist die Zulassungsvoraussetzung zum Studium die Hochschulzugangsberechtigung, die in Deutschland als Abitur und in der Französischen Gemeinschaft Belgiens als Certificat d' Enseignement Supérieur Secondaire bezeichnet wird. In München ist die Zulassung zum Studium beschränkt. Bis zu 80% der Studienplätze werden aufgrund der Abiturnote vergeben. Im Gegensatz dazu dürfen alle in Belgien ansässigen Bewerber das Studium in Liège beginnen. Die Zahl der in Belgien nichtansässigen Bewerber wird hingegen auf 30% der gesamten Anzahl der Studierenden, die im Vorjahr zum ersten Mal in diesem Studiengang eingeschrieben waren, beschränkt. Diese werden per Losverfahren aus der Gesamtzahl der nichtansässigen Bewerber ausgewählt. Diese erhebliche Beschränkung wurde aufgrund der großen Anzahl an Studienbewerbern aus Frankreich eingeführt. In München sind 86% der Studenten weiblich, in Liège nur 68%. Die Studenten in Liège sind jünger als die in München, was sich durch die Unterschiede im Schulsystem erklären lässt. Die Gesamtdauer des Studiums beträgt etwa 5000 Stunden an beiden Fakultäten - München und Liège. Jedoch gibt es erhebliche Unterschiede im Umfang der Lehre in der Lebensmittelhygiene, dem öffentlichen Gesundheitswesen und in Grundfächern wie Physik, Botanik, Zoologie, Chemie und Biometrie. Während in Liège mehr Zeit für die Grundfächer aufgewandt wird (München: 322 Stunden, Liège: 554 Stunden), gibt es in München eine umfassendere Ausbildung in der Lebensmittelhygiene (München: 516 Stunden, Liège: 180 Stunden). In München müssen die Studenten 308 Stunden in Wahlpflichtfächern bis zum Abschluss des Studiums belegen. In Liège hingegen gibt es keine vergleichbaren Wahlpflichtfächer. Die Studenten haben nur die Möglichkeit, die Tierart in zwei Kursen zu wählen. Außerdem gibt es Unterschiede in der Anzahl der Praktika, die Studenten während ihres Studiums absolvieren müssen. In München stellen die Praktika über 20% der gesamten Ausbildungsdauer dar (1170 Stunden). Die Studenten verbringen 850 Stunden in einer tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik und darüber hinaus 100 Stunden im Schlachthof. Demgegenüber absolvieren die Studenten in Liège nur Praktika im Umfang von 560 Stunden. Im Rahmen dieser Dissertation wurde ein Fragebogen mit dem Ziel erstellt, die grundlegenden tierärztlichen Fertigkeiten der Absolventen zu bewerten. Der Fragebogen wurde in Anlehnung an die durch die EAEVE definierten Ersttagskompetenzen konzipiert. In München und Liège wurden alle Studenten kurz vor Abschluss ihres Studiums im Jahr 2012 befragt. An beiden Fakultäten beantworteten jeweils über 200 Studenten den Fragebogen. Nach dem Erheben der demographischen Variablen wurden die Studenten gefragt, ob sie später mit Kleintieren, Pferden, Rindern / Schweinen, in einer Gemischtpraxis oder in der Wissenschaft / Labor arbeiten wollen. Danach sollten die Teilnehmer ihre eigenen Fertigkeiten einschätzen und darüber Auskunft geben, wo sie diese erworben haben (Vorlesung, Übung, Rotation, Praktikum). Die Fragen wurden zu Themenbereichen zusammengefasst, wie „Allgemeine Untersuchung und Behandlung“, „Kleintiermedizin" und „Großtiermedizin“. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten zeigte, dass die Studenten in Liège ihre Kompetenzen in fast allen Themenbereichen besser einschätzten als die Studierenden in München. Zudem schätzten die männlichen Befragten insgesamt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten signifikant besser ein als die weiblichen. Diese Selbsteinschätzung korrespondiert jedoch nicht mit den Abschlussnoten in München, denn es hat sich gezeigt, dass die weiblichen Studenten tendenziell besser abgeschnitten haben als ihre männlichen Kommilitonen. Anschließend wurden die selbst eingeschätzten Kompetenzen der Studenten in den einzelnen Themenbereichen innerhalb von München und innerhalb von Liège miteinander verglichen. In München beurteilten die Studenten ihre Kompetenzen im Bereich „Kleintiermedizin“ signifikant schlechter als ihre Kenntnisse in der „Allgemeinen Untersuchung und Behandlung“, während in Liège die Kenntnisse und Fähigkeiten in diesen beiden Bereichen gleich gut eingeschätzt wurden. Ein möglicher Grund für diese unterschiedliche Einschätzung ergibt sich daraus, dass die Studenten in Liège die Möglichkeit haben, Kleintiere in Tierheimen zu untersuchen und zu operieren. Die Antworten der Studenten auf die Fragen, wo sie ihre Kompetenzen erlernt haben, stimmten an beiden Studienorten weitgehend überein. In München wie in Liège wurden die Kompetenzen in der „allgemeinen Untersuchung und Behandlung“ meistens während der Rotation erworben. Wurden Kenntnisse in Praktika erworben, so schätzten die Befragten ihre Fertigkeiten in vielen Themenbereichen besser ein, wie beispielsweise in der „Kleintiermedizin“ und der „Großtiermedizin“. Diese bessere Selbsteinschätzung basiert darauf, dass in dem Fragebogen vor allem praktische Kenntnisse und Fähigkeiten der Studenten abgefragt wurden. Die Hypothese, dass es einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen dem Interesse an einem Themengebiet und dem Wissensstand auf diesem Gebiet gibt, konnte bestätigt werden. So schätzten zum Beispiel Studierende, die später mit Kleintieren arbeiten wollten, ihre erworbenen Fähigkeiten auf dem Gebiet der „Kleintiermedizin“ signifikant besser ein als jene, die später mit Rindern / Schweinen oder in der Wissenschaft / Labor arbeiten wollten. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dieser Vergleich sowohl die Ähnlichkeiten als auch die Unterschiede zwischen den beiden Tierärztlichen Fakultäten in München und in Liège verdeutlicht. Zum einen können die beschriebenen Unterschiede dazu dienen, die Weiterentwicklungen und Angleichungen der tiermedizinischen Ausbildung an Universitäten in Europa zu fördern. Zum anderen erleichterte es die vorliegende Arbeit im März 2014 einen ERASMUS-Vertrag zwischen beiden Fakultäten zu unterzeichnen.The objective of the comparison of the veterinary education in Munich and Liège in this doctoral thesis was to analyze the similarities and differences between these two faculties. In Germany there are five universities for veterinary medicine, including Munich. In the French-speaking Community of Belgium there are four universities with bachelor studies of veterinary medicine, but Liège is the only university where students can continue their studies with the master degree. After finishing the bachelor studies in one of these four universities the students are automatically admitted to the master studies in Liège. To study abroad is an excellent opportunity to enrich your studies, experience a new academic environment and way of life and to improve your career prospects. The arrangement of a common European framework of veterinary education and the knowledge about the educational system in other countries facilitate the mobility of students and academics. The European states founded the European Union (EU) and the European Economic Area (EEA) to strengthen political and economical cooperation. To harmonize the study conditions and to enable recognition of professional qualification within the European Economic Area the Directive 2005/36/EC was adopted. It defines for example minimum training conditions for veterinary, medical and dental education, so these professional qualifications can be recognized Europe-wide. By signing the Bologna-Declaration 47 countries in Europe made higher education more comparable and reinforced the mobility of academics as well as students. They introduced the three cycle system (bachelor/ master/ doctorate), the European Credit Transfer System (ECTS) and cooperation in quality assurance. Furthermore the veterinary medical establishments are evaluated on a voluntary basis by the EAEVE (European Association of Establishments for Veterinary Education, in French: AEEEV). This association rates harmonization of the minimum training conditions set down in the Directive 2005/36/EC and established a list of essential competences named the “day-one skills”, that should be acquired until graduation. The studies in Munich last five and a half years, equivalent to eleven semesters, and the graduates are veterinary surgeon. In Liège the studies are divided into the first cycle, named Bachelor, and the second, called Master, each lasting three years. During each year the students have to acquire 60 ECTS, with one credit corresponding approximately to 30 hours of learning activities. In contrast to Munich the students in Liège have to write a Master thesis and receive the doctor of veterinary medicine automatically in addition to the title of a veterinary surgeon. At both faculties the minimum admission requirement is a certificate of higher secondary education, called Abitur in Germany and Certificat d’Enseignement Secondaire Supérieur in the French-speaking Community of Belgium. In Munich admission is restricted. Up to 80 % of the study places are distributed to the applicants by using the average grade of the Abitur. On the contrary all applicants resident in Belgium are authorized to matriculate in Liège. But the admission of non-resident applicants is limited to a number of 30 % of all veterinary students enrolled for the first time in the previous year. These non-residents are drawn by lot. This considerable regularization was adopted in response to the very high number of study applicants from France. In Munich 86 % of the students are female, in Liège only 68 %. The students in Liège are younger than those in Munich, which can be explained by the differences in the school system. The total number of curriculum hours is about 5000 at both faculties - Munich and Liège. But there are considerable differences in the workload in food hygiene, public health and basic subjects like physics, botany, zoology, biometrics and chemistry. While more time is spent on basic training in Liège (Munich: 322 hours, Liège: 554 hours), there is a more detailed education in food science in Munich (Munich: 516 hours, Liège: 180 hours). In Munich 308 hours of compulsory optional subjects have to be completed until the final examinations, while in Liège there are no comparable optional subjects and the students only have the ability to choose the animal species in two courses. Furthermore there are differences between the obligatory extramural work that students must undertake as part of their courses. In Munich this work represents over 20 % of the total number of curriculum hours (1170 hours). The students spend 850 hours on clinical training in a veterinary practice or a veterinary clinic but also 100 hours on meat inspection. Students in Liège complete only 560 hours of extramural work. Part of this doctoral thesis was a questionnaire to measure the basic veterinary skills based on the idea of the essential competences at graduation listed by the EAEVE. In Munich and Liège all students in the last year were questioned in 2012 shortly before their graduation. At both faculties over 200 students answered the questionnaire. After collecting the demographic variables, the students were asked whether they want to work with small animals, horses, cattle/pigs, in a mixed clinic or in science/laboratory. The participants should judge their own competences and rate where they have achieved each competence (lectures, seminars, rotation, extramural work). Questions were combined to subject areas, e.g. “general examination”, “treatment of small animals” and “treatment of large animals”. The statistical analyses of the collected data showed that the students of Liège reported significantly better competences than the students of Munich. Furthermore all male students rated their knowledge significantly higher than all female students, but this self-evaluation did not match with the final notes in Munich, where female students were even slightly better than their male colleagues. Subsequently a comparison of the self-assessed competences within Munich and within Liège was made. In Munich the students evaluated their skills in “treatment of small animals” significantly worse than their competences in “general examination”, while in Liège those two competences where judged equally good. The reason for this result could be that the students in Liège have the possibility to examine and operate small animals in animal shelters. Students of both faculties frequently agreed on where they attained those competences. In Munich as well as in Liège the skills in “general examination” were mostly learned in the rotation. Knowledge acquired during extramural work resulted in a higher self-evaluation of the competences in many of the subject areas e.g. “treatment of small animals” and “treatment of large animals”. This improved self-assessment is due to the fact that in this study mainly practical skills were rated. The hypothesis of a significant positive relationship between interest in a specific topic and the degree of knowledge in a subject area could be confirmed. For example students who wanted to work with small animals after graduation assessed their knowledge in "treatment of small animals" significantly better than those who want to work with cattle/pigs or in science/laboratory. To sum up, this comparison clarifies the differences and similarities between the veterinary faculties of Munich and Liège. On one hand the described differences can be used to motivate further development and alignment of the veterinary education in European universities. On the other hand this thesis facilitated to sign in Mars 2014 an ERASMUS-Agreement between the two faculties.L'objectif de cette thèse «La comparaison entre les formations vétérinaires à Munich et Liège » était d'analyser les similarités et les différences entre ces deux facultés. En Allemagne, il y a cinq universités habilitées à organiser l’enseignement vétérinaire, y compris Munich. Dans la Communauté française de Belgique, quatre universités organisent le Bachelier en médecine vétérinaire, mais Liège est la seule université où les étudiants peuvent y poursuivre leurs études grâce au Master. Après avoir terminé le Bachelier dans une de ces quatre universités les étudiants sont automatiquement admis en Master à Liège. Etudier à l'étranger apporte de nombreux avantages : un nouvel environnement académique, un mode de vie différent, des connaissances enrichies et de nouvelles perspectives de carrière. La disposition d'un cadre européen commun de l'enseignement vétérinaire et la connaissance du système éducatif dans d'autres pays facilite la mobilité des étudiants et des académiques. Les Etats européens ont fondé l'Union européenne (UE) et l'Espace économique européen (EEE) afin de renforcer la coopération politique et économique. La directive 2005/36/CE a été adoptée pour harmoniser les conditions d'études et pour permettre la reconnaissance des qualifications professionnelles au sein de l'Espace économique européen. Elle définit par exemple les conditions minimales de formation vétérinaire, médicale et dentaire, de façon à obtenir une reconnaissance des diplômes au sein des pays de l’UE. En signant la déclaration de Bologne, 47 pays européens dispensent un enseignement supérieur plus homogène et facilitent la mobilité des académiques et des étudiants. Ils ont mis en place une structure en trois cycles d’études supérieures (bachelier / master / doctorat), un système européen de transfert et d'accumulation de crédits (European Credit Transfer System ECTS) ainsi qu’une coopération en matière d'assurance de la qualité. En outre, les établissements d’enseignement vétérinaire sont évaluées sur une base volontaire par l’AEEEV (Association européenne des établissements d'enseignement vétérinaire, en anglais : EAEVE). Cette association évalue l’harmonisation des conditions minimales de formation reprises dans la directive 2005/36/CE. Elle a établi une liste des compétences essentielles, les «day-one skills», qui doivent être acquises avant l’obtention du diplôme. Les études à Munich durent cinq ans et demi, soit onze semestres. Les diplômés acquièrent le droit de porter le titre de médecin vétérinaire. À Liège, les études sont divisées en deux cycles de base : trois ans de Bachelier et trois ans de Master. Chaque année, les étudiants doivent acquérir 60 ECTS, un ECTS correspondant à 30 heures d'apprentissage. À la différence de Munich, les étudiants à Liège doivent réaliser un travail de fin d'études et reçoivent automatiquement le titre de docteur en médecine vétérinaire en supplément du titre du médecin vétérinaire. Pour rentrer dans les deux facultés, un titre d'accès aux études universitaires est nécessaire. Il s’agit de l’Abitur en Allemagne et du Certificat d'Enseignement Secondaire Supérieur en Communauté française de Belgique. A Munich, le nombre de places est limité et jusqu'à 80% des places sont attribuées en fonction de la note moyenne de l'Abitur. Au contraire, à Liège, tous les étudiants résidents peuvent s’inscrire. Cependant l'admission des étudiants non-résidents est limitée à 30% des étudiants vétérinaires inscrits l’année précédente pour la première fois en 1er cycle. Les non-résidents sont tirés au sort. Cette régularisation considérable du nombre d’étudiants non-résidents a été adoptée en réponse au nombre très élevé des étudiants d’origine française. À Munich, 86% des étudiants sont de sexe féminin. Seulement 68% le sont à Liège. Les étudiants de Liège sont plus jeunes que ceux de Munich, ce qui peut être expliqué par des différences dans le système scolaire. Dans les deux facultés, le nombre total d'heures du programme de cours est d’environ 5000. Il y a cependant des différences importantes de charge de travail dans certains domaines : à Liège, plus de temps est consacré aux matières de base comme la physique, la botanique, la zoologie, la biométrie et la chimie (Munich: 322 heures Liège: 554 heures). A Munich, l’hygiène alimentaire et la santé publique sont abordées plus en profondeur (Munich: 516 heures, Liège: 180 heures). A Munich, 308 heures parmi les cours au choix de l’étudiant sont à valider avant les examens finaux, tandis qu’à Liège, il n’existe pas de cours optionnels ; les étudiants ont seulement la possibilité de choisir les espèces animales dans deux cours. De plus, il existe des différences au niveau des stages que les étudiants doivent effectuer durant leurs études. À Munich, les stages représentent plus de 20% du nombre total d'heures du programme de cours (1170 heures) : les étudiants passent 850 heures de formation clinique d

    Prevalence of Candida species in Psoriasis

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    Background: Psoriasis patients are more frequently colonised with Candida species. The correlation between fungal colonisation and clinical severity is unclear, but may exacerbate psoriasis and the impact of antipsoriatic therapies on the prevalence of Candida is unknown. Objectives: To examine the prevalence of C species in psoriasis patients compared to an age- and sex-matched control population, we investigated the influence of Candida colonisation on disease severity, immune cell activation and the interplay on psoriatic treatments. Methods: The prevalence of C species was examined in 265 psoriasis patients and 200 control subjects by swabs and stool samples for fungal cultures. Peripheral mononuclear blood cells (PBMCs) were collected from 20 fungal colonised and 24 uncolonised patients and stimulated. The expression of interferon (IFN)-γ, IL-17A, IL-22 and tumour necrosis factor (TNF)-α from stimulated PBMCs was measured by quantitative real-time polymerase chain reaction (qPCR). Results: A significantly higher prevalence for Candida was detected in psoriatic patients (p ≤ .001) compared to the control subjects; most abundant in stool samples, showing Candida albicans. Older participants (≥51 years) were more frequent colonised, and no correlation with gender, disease severity or systemic treatments like IL-17 inhibitors was found. Conclusions: Although Candida colonisation is significantly more common in patients with psoriasis, it does not influence the psoriatic disease or cytokine response. Our study showed that Candida colonisation is particularly more frequent in patients with psoriasis ≥51 years of age. Therefore, especially this group should be screened for symptoms of candidiasis during treatment with IL-17 inhibitors

    Yersinia enterocolitica exploits different pathways to accomplish adhesion and toxin injection into host cells.

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    The current paradigm suggests that Yersinia enterocolitica (Ye) adheres to host cells via the outer membrane proteins Yersinia adhesin A (YadA) or invasin (Inv) to facilitate injection of Yops by the type III secretion system. In this process Inv binds directly to β1 integrins of host cells while YadA may bind indirectly via extracellular matrix proteins to β1 integrins. Here we challenged this paradigm and investigated the requirements for Yop injection. We demonstrate that Inv- but not YadA-mediated adhesion depends on β1 integrin binding and activation, and that tight adhesion is a prerequisite for Yop injection. By means of novel transgenic cell lines, shRNA approaches and RGD peptides, we found that YadA, in contrast to Inv, may use a broad host cell receptor repertoire for host cell adhesion. In the absence of β1 integrins, YadA mediates Yop injection by interaction with αV integrins in cooperation with yet unknown cofactors expressed by epithelial cells, but not fibroblasts. Electron microscopic and flow chamber studies revealed that a defined intimate contact area between Ye and host cells resulting in adhesion forces resisting shear stress is required for Yop injection. Thus, the indirect binding of YadA to a broad extracellular matrix (ECM) binding host cell receptor repertoire of different cell types makes YadA a versatile tool to ensure Yop injection. In conclusion, given the differential expression of the outer membrane proteins Inv and YadA in the course of Ye infection and differential expression of integrins by various host cell populations, the data demonstrate that Ye is flexibly armed to accomplish Yop injection in different host cell types, a central event in its immune evasion strategy

    Blunted apoptosis of erythrocytes in mice deficient in the heterotrimeric G-protein subunit Gαi2

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    Putative functions of the heterotrimeric G-protein subunit Gαi2-dependent signaling include ion channel regulation, cell differentiation, proliferation and apoptosis. Erythrocytes may, similar to apoptosis of nucleated cells, undergo eryptosis, characterized by cell shrinkage and cell membrane scrambling with phosphatidylserine (PS) exposure. Eryptosis may be triggered by increased cytosolic Ca2+ activity and ceramide. In the present study, we show that Gαi2 is expressed in both murine and human erythrocytes and further examined the survival of erythrocytes drawn from Gαi2-deficient mice (Gαi2−/−) and corresponding wild-type mice (Gαi2+/+). Our data show that plasma erythropoietin levels, erythrocyte maturation markers, erythrocyte counts, hematocrit and hemoglobin concentration were similar in Gαi2−/− and Gαi2+/+ mice but the mean corpuscular volume was significantly larger in Gαi2−/− mice. Spontaneous PS exposure of circulating Gαi2−/− erythrocytes was significantly lower than that of circulating Gαi2+/+ erythrocytes. PS exposure was significantly lower in Gαi2−/− than in Gαi2+/+ erythrocytes following ex vivo exposure to hyperosmotic shock, bacterial sphingomyelinase or C6 ceramide. Erythrocyte Gαi2 deficiency further attenuated hyperosmotic shock-induced increase of cytosolic Ca2+ activity and cell shrinkage. Moreover, Gαi2−/− erythrocytes were more resistant to osmosensitive hemolysis as compared to Gαi2+/+ erythrocytes. In conclusion, Gαi2 deficiency in erythrocytes confers partial protection against suicidal cell death

    Blunted apoptosis of erythrocytes in mice deficient in the heterotrimeric G-protein subunit Gαi2

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    Putative functions of the heterotrimeric G-protein subunit Gαi2-dependent signaling include ion channel regulation, cell differentiation, proliferation and apoptosis. Erythrocytes may, similar to apoptosis of nucleated cells, undergo eryptosis, characterized by cell shrinkage and cell membrane scrambling with phosphatidylserine (PS) exposure. Eryptosis may be triggered by increased cytosolic Ca2+ activity and ceramide. In the present study, we show that Gαi2 is expressed in both murine and human erythrocytes and further examined the survival of erythrocytes drawn from Gαi2-deficient mice (Gαi2−/−) and corresponding wild-type mice (Gαi2+/+). Our data show that plasma erythropoietin levels, erythrocyte maturation markers, erythrocyte counts, hematocrit and hemoglobin concentration were similar in Gαi2−/− and Gαi2+/+ mice but the mean corpuscular volume was significantly larger in Gαi2−/− mice. Spontaneous PS exposure of circulating Gαi2−/− erythrocytes was significantly lower than that of circulating Gαi2+/+ erythrocytes. PS exposure was significantly lower in Gαi2−/− than in Gαi2+/+ erythrocytes following ex vivo exposure to hyperosmotic shock, bacterial sphingomyelinase or C6 ceramide. Erythrocyte Gαi2 deficiency further attenuated hyperosmotic shock-induced increase of cytosolic Ca2+ activity and cell shrinkage. Moreover, Gαi2−/− erythrocytes were more resistant to osmosensitive hemolysis as compared to Gαi2+/+ erythrocytes. In conclusion, Gαi2 deficiency in erythrocytes confers partial protection against suicidal cell death.Fil: Bissinger, Rosi. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Lang, Elisabeth. Universitat Dusseldorf; AlemaniaFil: Ghashghaeinia, Mehrdad. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Singh, Yogesh. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Zelenak, Christine. Charité Medical University; AlemaniaFil: Fehrenbacher, Birgit. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Honisch, Sabina. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Chen, Hong. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Fakhri, Hajar. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Umbach, Anja T.. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Liu, Guilai. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Rexhepaj, Rexhep. Universitat Bonn; AlemaniaFil: Liu, Guoxing. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Schaller, Martin. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Mack, Andreas F.. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Lupescu, Adrian. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Birnbaumer, Lutz. National Institutes of Health; Estados Unidos. Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas. Oficina de Coordinación Administrativa Houssay; ArgentinaFil: Lang, Florian. Eberhard Karls Universität Tübingen; AlemaniaFil: Qadri, Syed M.. Eberhard Karls Universität Tübingen; Alemania. Pontificia Universidad Católica Argentina "Santa María de los Buenos Aires". Facultad de Ciencias Médicas. Instituto de Investigaciones Biomédicas; Argentin

    Overvåking- og kartleggingsprogram for furuvednematode og Monochamus 2022

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    Overvåkingsprogrammet i 2022 omfattet undersøkelse for tilstedeværelse av furuvednematode (Bursaphelenchus xylophilus) i hogstavfall fra furu og i furubukker av slekten Monochamus. I OK-programmets delaktivitet som omfattet kartlegging av furuvednematode i hogstavfall, ble det tatt 401 flisprøver fra hogstavfall og vindfall av furu (Pinus sylvestris) som hadde tegn på angrep av furubukker i slekten Monochamus. Prøvene ble tatt i Innlandet, Vestfold og Telemark, og Viken. Flisprøvene ble inkubert ved +25°C i to uker før nematoder ble ekstrahert med Baermann-trakt og undersøkt i mikroskop. Furuvednematoden B. xylophilus ble ikke påvist, men den naturlig forekommende arten Bursaphelenchus mucronatus kolymensis ble oppdaget i 16 flisprøver. Siden overvåkingen av furuvednematode startet i 2000, har alle de analyserte flisprøvene, totalt 8924, vært negative for furuvednematode. I OK-programmets delaktivitet som omfattet kartlegging av furuvednematode i furubukker, ble feller med attraktanter for fangst av voksne, flygende furubukker satt opp i Agder, Telemark, Viken (Østfold og Akershus), Hedmark og Trøndelag. Billene ble kuttet i biter og ekstrahert med en modifisert Baermann-trakt. Suspensjonen fra ekstraksjonene ble undersøkt i mikroskop for forekomst av Bursaphelenchus spp. Ingen furuvednematoder ble påvist i de 54 undersøkte billene. Bursaphelenchus mucronatus kolymensis ble ikke heller oppdaget.Overvåking- og kartleggingsprogram for furuvednematode og Monochamus 2022publishedVersio

    β-Catenin Signaling Increases during Melanoma Progression and Promotes Tumor Cell Survival and Chemoresistance

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    Beta-catenin plays an important role in embryogenesis and carcinogenesis by controlling either cadherin-mediated cell adhesion or transcriptional activation of target gene expression. In many types of cancers nuclear translocation of beta-catenin has been observed. Our data indicate that during melanoma progression an increased dependency on the transcriptional function of beta-catenin takes place. Blockade of beta-catenin in metastatic melanoma cell lines efficiently induces apoptosis, inhibits proliferation, migration and invasion in monolayer and 3-dimensional skin reconstructs and decreases chemoresistance. In addition, subcutaneous melanoma growth in SCID mice was almost completely inhibited by an inducible beta-catenin knockdown. In contrast, the survival of benign melanocytes and primary melanoma cell lines was less affected by beta-catenin depletion. However, enhanced expression of beta-catenin in primary melanoma cell lines increased invasive capacity in vitro and tumor growth in the SCID mouse model. These data suggest that beta-catenin is an essential survival factor for metastatic melanoma cells, whereas it is dispensable for the survival of benign melanocytes and primary, non-invasive melanoma cells. Furthermore, beta-catenin increases tumorigenicity of primary melanoma cell lines. The differential requirements for beta-catenin signaling in aggressive melanoma versus benign melanocytic cells make beta-catenin a possible new target in melanoma therapy

    Proteins of nucleotide and base excision repair pathways interact in mitochondria to protect from loss of subcutaneous fat, a hallmark of aging

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    Defects in the DNA repair mechanism nucleotide excision repair (NER) may lead to tumors in xeroderma pigmentosum (XP) or to premature aging with loss of subcutaneous fat in Cockayne syndrome (CS). Mutations of mitochondrial (mt)DNA play a role in aging, but a link between the NER-associated CS proteins and base excision repair (BER)-associated proteins in mitochondrial aging remains enigmatic. We show functional increase of CSA and CSB inside mt and complex formation with mtDNA, mt human 8-oxoguanine glycosylase (mtOGG)-1, and mt single-stranded DNA binding protein (mtSSBP)-1 upon oxidative stress. MtDNA mutations are highly increased in cells from CS patients and in subcutaneous fat of aged Csbm/m and Csa−/− mice. Thus, the NER-proteins CSA and CSB localize to mt and directly interact with BER-associated human mitochondrial 8-oxoguanine glycosylase-1 to protect from aging- and stress-induced mtDNA mutations and apoptosis-mediated loss of subcutaneous fat, a hallmark of aging found in animal models, human progeroid syndromes like CS and in normal human aging
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