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    Diagnostik und Therapie der medialen SprunggelenkinstabilitÀt

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    Zusammenfassung: Die mediale SprunggelenkinstabilitĂ€t liegt typischerweise nach einem Pronationstrauma des RĂŒckfußes vor. Dominante Symptome sind ein UnsicherheitsgefĂŒhl sowie ein mediales "giving way" beim Berg- und Treppabgehen, wĂ€hrend in der klinischen Untersuchung ein anteromedialer OSG-Schmerz und eine im Seitenvergleich erhöhte Pronationsstellung typisch sind. FĂŒr die Diagnosestellung dienen anamnestischen Angaben, klinische Untersuchung und konventionelles Röntgen unter Belastung. WĂ€hrend die MRT-Untersuchung eher selten benutzt wird, hat sich die Arthroskopie als sehr hilfreich fĂŒr die Diagnosesicherung erwiesen. In Anlehnung an die derzeitigen Klassifikationen war die am hĂ€ufigsten vorliegende mediale SprunggelenkinstabilitĂ€t das StadiumIII in der klinischen Klassifikation, Stadium3 in der arthroskopischen sowie StadiumA in der lokoanatomischen Klassifikatio

    Ossifikation bei chronischer Achillessehnentendinose: Ein dritter Unterschenkelknochen

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    Zusammenfassung: Die Ossifikation der Achillessehne stellt eine seltene Komplikation der chronischen Achillessehnentendinose dar. Der vorliegende Fallbericht zeigt bei einem 59-jĂ€hrigen Patienten nach AchillessehnenverlĂ€ngerung bei Klumpfuß in der frĂŒhen Kindheit eine rekordverdĂ€chtige Ossifikation von 10cm LĂ€nge. Bei chronischen Beschwerden und erhöhtem Frakturrisiko orientiert sich die Therapiewahl an operativ rekonstruktiven Kriterie

    Anatomische und biomechanische Überlegungen zur Sprunggelenkprothetik

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    Zusammenfassung: Der Erfolg des prothetischen Ersatzes des oberen Sprunggelenks (OSG) dĂŒrfte wesentlich davon abhĂ€ngen inwieweit die physiologischen VerhĂ€ltnisse des Gelenks erhalten bleiben, respektive wiederhergestellt wurden. Je mehr das Design der Prothese der physiologischen Anatomie entspricht, je korrekter die Achsenstellung des RĂŒckfußes und je ausgeglichener die Bandspannung ist, desto besser werden die normalen kinematischen VerhĂ€ltnisse des OSG nachgeahmt. Dadurch können unphysiologische KrĂ€fte vermindert werden, die zu Schmerzen, Verschleiß und zu einem frĂŒhen Implantatversagen fĂŒhren können. In diesem Artikel sind die zur Sprunggelenkprothetik notwendigen anatomischen und biomechanischen Grundlagen zusammengestell

    Achillessehnen- und Tibialis-anterior-Sehnenruptur

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    Zusammenfassung: Achillessehnenrupturen (ASR) sind mit zunehmender Tendenz die hĂ€ufigsten Sehnenrupturen der unteren ExtremitĂ€t, wohingegen weniger als 100FĂ€lle von Tibialis-anterior-Sehnenrupturen (TASR) in der Literatur beschrieben wurden. Beiden Sehnen gemeinsam sind die in der Regel degenerativ verursachten Rupturen in einem dafĂŒr anfĂ€lligen Sehnenabschnitt, wohingegen die traumatischen Durchtrennungen selten und ohne Ortsbeziehung vorkommen. Triceps surae und Tibialis anterior sind hauptverantwortlich fĂŒr die sagittale Bewegung im oberen Sprunggelenk und fĂŒhren bei Ruptur zu einem unverwechselbaren funktionellen Defizit. Trotzdem werden ASR in bis zu 25% und der TASR noch hĂ€ufiger verspĂ€tet diagnostiziert. Die frĂŒhzeitige primĂ€re Naht hat die besten funktionellen Ergebnisse. Durch zunehmende Retraktion und Muskelatrophie kann eine verspĂ€tete chirurgische Sehnenrekonstruktion nur ein weniger gutes funktionelles Resultat erreichen. Jedoch braucht nicht jeder Patient eine volle Belastbarkeit, Kraft und Ausdauer dieser Muskeln und so dĂŒrfen konservative Maßnahmen nicht vergessen werden. Inaktive Patienten mit eingeschrĂ€nktem Allgemeinzustand und geringen Beschwerden sollten aufgeklĂ€rt werden, dass die chirurgische Therapie der TASR eine hohe Rerupturrate aufweist und der ASR selten transplantationspflichtige Wundheilungsstörungen verursachen kan

    Arthroskopische Befunde bei der chronischen SprunggelenkinstabilitÀt

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    Zusammenfassung: Die Beurteilung des Ausmaßes von BandinstabilitĂ€ten des oberen Sprunggelenks (OSG) mittels klinischer und radiologischer Diagnostik fĂ€llt oft schwer. Umfang und HĂ€ufigkeit insbesondere der medialen InstabilitĂ€t werden dabei hĂ€ufig unterschĂ€tzt. Werden bei einer operativen Rekonstruktion nicht alle betroffenen BĂ€nder eingeschlossen, können InstabilitĂ€t und Beschwerden persistieren. In einer konsekutiven Serie von 281 chronisch instabilen Sprunggelenken (188Frauen, 93MĂ€nner, Alter 35,8 [15-61] Jahre) fand sich in 140FĂ€llen (50%) eine Verletzung des Lig.deltoideum, und diese war in 103FĂ€llen (37%) mit einer Verletzung der lateralen BĂ€nder kombiniert. Eine isolierte laterale InstabilitĂ€t lag in 121FĂ€llen (43%) und eine isolierte mediale InstabilitĂ€t in 38 FĂ€llen (14%) vor. Die prĂ€operative arthroskopische Untersuchung des Sprunggelenks hat sich als hilfreich erwiesen, den Umfang der ligamentĂ€ren Insuffizienz sowie begleitende SchĂ€den zu erkennen. Diese Informationen hĂ€tten meist auch mit aufwĂ€ndigen bilddiagnostischen Maßnahmen nicht in diesem Ausmaß gewonnen werden können. Die Erkenntnisse aus der funktionellen PrĂŒfung der medialen und lateralen Bandstrukturen erlauben dem Chirurgen, die notwendige operative Rekonstruktion optimal dem Verletzungsmuster anzupassen. Dies ist deshalb so wichtig, weil gezeigt werden konnte, dass die SprunggelenkinstabilitĂ€t nicht einer einzigen EntitĂ€t entspricht, sondern eine hohe VariabilitĂ€t aufweist. Obschon nicht in einer randomisierten Studie nachgewiesen, sind wir doch der Meinung, dass die prĂ€operative Arthroskopie die Effizienz der operativen Behandlung der symptomatischen, konservativ erfolglos behandelten InstabilitĂ€t des Sprunggelenks verbessert. Die arthroskopische Untersuchung wird deshalb dem Patienten Nutzen bringen, aber auch volkswirtschaftlich sinnvoll sei

    Knöchelosteotomie - Die Osteotomie als Zugang

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    Zusammenfassung: Bei der Behandlung osteochondraler LĂ€sionen am oberen Sprunggelenk stehen sowohl arthroskopische als auch offene Therapieverfahren zur VerfĂŒgung. Die Osteotomien rund um das obere Sprunggelenk haben sich als Zugangserweiterung bei der Behandlung weiter posterior gelegener osteochondraler LĂ€sionen fest etabliert. Bei den relativ hĂ€ufig anzutreffenden osteochondralen LĂ€sionen im Bereich der medialen Talusschulter wird die mediale, schrĂ€ge, monoplanare Knöchelosteotomie durchgefĂŒhrt. Bei den weniger hĂ€ufigen posterolateralen osteochondralen LĂ€sionen kann die distale Fibulaosteotomie erfolgen. In der vorliegenden Arbeit werden die Indikationen fĂŒr einzelne Osteotomieverfahren diskutiert und deren chirurgische Techniken beschriebe

    Sprunggelenkprothese bei Valgusarthrose

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    Zusammenfassung: Die Arthrose des oberen Sprunggelenks (OSG) ist hĂ€ufig mit einer Fehlstellung verbunden, dabei ist die Valgusarthrose seltener als die Varusarthrose. Die Ursachen fĂŒr eine Valgusarthrose sind eine mediale BandinstabilitĂ€t, ein Pes planovalgus und posttraumatische Fehlstellungen z.B. nach Fibulafraktur oder Stauchung des lateralen Tibiaplateaus. Damit eine OSG-Prothese kurz- wie auch langfristig korrekt und schmerzfrei funktionieren kann, muss die Biomechanik entsprechend den Prinzipien der mechanischen Achse, deren Wichtigkeit in der OrthopĂ€die allgemein akzeptiert ist, wiederhergestellt werden. Richtlinien sind dabei (1) ein anteriorer tibiotalarer Winkel von etwa 90° und (2) eine neutrale RĂŒckfußstellung. Diese wird vorzugsweise mit der RĂŒckfußaufnahme nach Saltzman gemessen. Dabei ist zu beachten, dass der normale RĂŒckfuß in einer Neutralstellung bis 1-2° Varusposition und nicht wie bisher angenommen in einer Valgusstellung ist. Je nach Ausmaß und Lokalisation der ValgusdeformitĂ€t werden in unterschiedlicher Reihenfolge (1) die OSG-Prothese implantiert, (2) supra- und (3) inframalleolĂ€re Korrekturosteotomien/-Arthrodesen, (4) eine mediale Bandplastik, (5) eine Fibulaosteotomie (6) mit eventueller Rekonstruktion der Syndesmose durchgefĂŒhr

    Die HINTEGRA-Sprunggelenkprothese: Kurz- und mittelfristige Erfahrungen

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    Zusammenfassung: Dieser Artikel soll das spezifische Design der HINTEGRAÂź-Sprunggelenkprothese darstellen und die kurz- und mittelfristigen Ergebnisse klinisch und radiologisch aufarbeiten sowie hinsichtlich der Lernkurve und Revisionsoperationen kritisch analysieren. Von 278 zwischen Mai 2000 und August 2004 operierten FĂ€llen konnten 271Sprunggelenke [261Patienten, 133MĂ€nner, 128Frauen; Alter 58,4 (25-90) Jahre] nach 36,1 (12-64) Monaten klinisch und radiologisch nachkontrolliert werden. Die Operationsindikation war in 206FĂ€llen (76,0%) eine posttraumatische Osteoarthrose, in 34FĂ€llen (12,5%) eine Arthritis im Rahmen einer systemischen Erkrankung und in 31FĂ€llen (11,5%) eine primĂ€re Arthrose. Neben 4 perioperativen und 19 frĂŒhpostoperativen Komplikationen kam es in 40FĂ€llen (14,8%) zu einer SpĂ€tkomplikation; davon waren 22Komplikationen (8,2%) nicht implantatbezogen und 18Komplikationen (6,6%) implantatbezogen. In 39FĂ€llen (14,4%) war eine Revisionsoperation erforderlich, davon in 5FĂ€llen (1,8%) eine Konversion in eine OSG-Arthrodese. SĂ€mtliche 34FĂ€lle zeigten nach der erfolgreichen Revision bezĂŒglich Verlauf und Ergebnis keine Unterschiede zu den komplikationsfreien 231FĂ€llen. Der AOFAS-Hindfoot-Score verbesserte sich von prĂ€operativ 40,3 (14-61) auf 85,0 (44-100) Punkte. Radiologisch zeigten sich alle verbleibenden 266 Tibiakomponenten stabil. 12 Taluskomponenten (4,4%) waren zu weit posterior implantiert und lagen nicht ideal auf dem posterioren Talus auf. Die Konzepte der minimalen Knochenresektion, möglichst großer KnochenabstĂŒtzung, optimalen ligamentĂ€ren Balance und minimalen Stressbelastungen in und um die Prothese zeigte sich hinsichtlich Verankerung im tibialen und talaren Knochen sowohl bei der primĂ€ren Arthroplastik wie auch bei Revisionen erfolgreich. Die Lernkurve war kurz und steil, und die Mehrzahl der 18 implantatbezogenen Revisionen traten in den ersten FĂ€llen auf. Trotz dem hohen Anteil von posttraumatischen Arthrosen mit hĂ€ufigen WeichteilschĂ€den waren die Ergebnisse ermutigend und lagen im Bereiche von anderen Erfahrungsberichten. Dies nĂ€hrt die Hypothese, dass in der Arthroplastik des oberen Sprunggelenks (OSG) anatomische OberflĂ€chen und exakte Positionierung der Komponenten fĂŒr den Erfolg entscheidend sin

    MuskulÀre Biomechanik in der Sprunggelenkprothetik

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    Zusammenfassung: Das Ziel dieser orthopĂ€disch-biomechanischen Studie war die Evaluation der Muskelfunktion von Patienten, bei welchen infolge unilateraler, schwerer Arthrose am oberen Sprunggelenk (OSG) eine Prothese eingesetzt wurde. Bei 10Patienten wurde vor und 1Jahr nach Implantation einer OSG-Prothese eine orthopĂ€dische und biomechanische Untersuchung durchgefĂŒhrt. Dabei wurden der Schmerzscore, der "American Orthopaedic Foot and Ankle Society"- (AOFAS-)Ankle-Score, der Bewegungsumfang (ROM) des Sprunggelenks und der Unterschied zwischen dem Umfang des Unterschenkels des betroffenen und des kontralateralen gesunden Beins gemessen. Die biomechanische Beurteilung bestand aus einer simultanen Messung des maximal willkĂŒrlichen, isometrischen Drehmoments bei Plantarflexion und Dorsalextension des OSG sowie aus einem OberflĂ€chenelektromyogramm (EMG; mittlere Frequenz und IntensitĂ€t) von 4 Unterschenkelmuskeln: Tibialis anterior (TA), Gastrocnemius medialis (GM), Soleus (SO) und Peroneus longus (PL). Im Vergleich zur prĂ€operativen Evaluation verbesserten sich der Schmerzscore von 6,7 auf 0,8Punkte, der AOFAS-Ankle-Score von 35,6 auf 92,3Punkte und der ROM nach Implantation der OSG-Prothese signifikant. Die mittlere Differenz des Unterschenkelumfangs zwischen den beiden Beinen nahm von 2,2cm auf 1,4cm ab. Dies war jedoch nicht signifikant. Das mittlere Drehmoment des betroffenen Sprunggelenks bei Dorsalextension stieg von 17,0 auf 25,8Nm und bei Plantarflexion von 15,7 auf 24,6Nm signifikant an. Bei der 1-Jahres-Nachkontrolle war die mittlere EMG-Frequenz in allen atrophischen Muskeln tiefer als bei den gesunden Muskeln der kontralateralen Seite. Ein Unterschied der mittleren EMG-IntensitĂ€t zur kontralateralen gesunden Seite konnte nicht verifiziert werden. Daraus kann gefolgert werden, dass Patienten mit symptomatischer OSG-Arthrose mit einer Prothese eine bessere Funktion erlangen; 1Jahr nach der Operation entspricht dies jedoch nicht dem Ausmaß derjenigen des kontralateralen gesunden Bein

    Chronische InstabilitÀt des oberen Sprunggelenks

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    Zusammenfassung: Die chronische SprunggelenkinstabilitĂ€t ist eine typische Pathologie im Sport und entwickelt sich bei 20 bis 40% der Sportler nach erlittener akuter Sprunggelenkdistorsion. Man unterscheidet zwischen einer lateralen und medialen SprunggelenkinstabilitĂ€t, wobei die Kombination beider als RotationsinstabilitĂ€t des oberen Sprunggelenks bezeichnet wird. Des Weiteren kann pathophysiologisch eine mechanische oder funktionelle SprunggelenkinstabilitĂ€t unterschieden werden, die sich durch eine strukturelle BandlĂ€sion bzw. durch eine SchwĂ€chung der neuromuskulĂ€ren Kontrolle manifestiert. Durch die erschwerte Diagnose und eine komplexe Therapie, die oft eine operative Rekonstruktion bedingt, stellt die chronische SprunggelenkinstabilitĂ€t fĂŒr den behandelnden Arzt eine vielschichtige EntitĂ€t dar. Die vorliegende Übersichtsarbeit erörtert Pathomechanismen, Möglichkeiten der Diagnostik, Indikationen zur konservativen und operativen Therapie sowie potenzielle LangzeitschĂ€den wie die posttraumatisch-ligamentĂ€re Sprunggelenksarthros
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