121 research outputs found

    China als Metapher : Versuch ĂŒber das Chinabild des deutschen Romans im 20. Jahrhundert

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    "Noch bevor man in Europa genau wußte, wo China geographisch zu lokalisieren war, beschrieb man schon, wie es dort zuging [...]. Nicht den wahrheitsgetreuen Berichten des Marco Polo (1298), sondern den daraus zusammenphantasierten Abenteuer des Ritters Mandeville (1366) wurde Glauben geschenkt. Wer >China< beschrieb, wollte seinen Lesern vor allem ein Bild von etwas anderem vor Augen fĂŒhren, wollte etwas schildern, das abschrecken oder vorbildlich sein sollte und so weit entfernt war, daß man es mangels exakterer Zeugnisse einfach glauben mußte - oder wollte. China war literarische Metapher fĂŒr den Kontrast zum Abendland [...].

    Die westlichen Chinabeschreibungen in der literarischen Nonfiction am Anfang des 21. Jahrhunderts

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    Von der Idealisierung bis zur Verteufelung. Das Bild Chinas im Wandel? Eine Medienanalyse der Kommentare zu China in der deutschen ĂŒberregionalen Presse

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    "Die Studie analysiert die mediale Auseinandersetzung mit dem politisch wie wirtschaftlich aufstrebenden Land China in der deutschen Presse. Als Vorlage fĂŒr die Untersuchung dienen die Vorarbeiten des Politikwissenschaftlers Thomas Heberer, der argumentiert, dass sich das positive Chinabild der 90er‐Jahre aufgrund des wirtschaftlichen Aufstieges Chinas in ein negatives Bild gewandelt habe. Eine Medienanalyse von 1993 bis 2007 soll zu einer Bewertung der Annahme Heberers fĂŒhren und untersuchen wie China in den deutschen Medien dargestellt wird, welche Stereotypen aufgegriffen werden und mit Hilfe welcher Frames ein Zugang zu diesem Land geschaffen wird. Die Ergebnisse zeigen, dass ĂŒber China im gesamten Untersuchungszeitraum eher kritisch berichtet wurde. Dabei leidet das Chinabild vor allem an kurzfristigen, negativen Schlagzeilen. Es konnte kein eindeutiger Wandel, lediglich ein leichter Negativtrend in der Berichterstattung festgestellt werden. Insgesamt ist die Berichterstattung durch die Verwendung von Stereotypen und Frames charakterisiert, die sich vorwiegend auf die politische und wirtschaftliche Macht des Landes beziehen und vereinzelt ein bedrohliches Bild zeichnen." (Autorenreferat

    "das Beste in der Erinnerung" : zu Johann Gottfried Herders Italien-Bild

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    Mich interessiert bei meiner Analyse von Herders LĂ€nderbildern die Frage, ob Herders eigene Erfahrung sein Urteil beeinflusst und dadurch die tradierte, oft klischeehafte imago revidiert hat. Dies ist in drei FĂ€llen gegeben: Herder kannte aus eigener Anschauung das Baltikum, einen Teil Frankreichs, Holland und Italien. Ich klammere hier das Baltikum aus drei GrĂŒnden aus: erstens weil Herders persönliche Bindung sein Urteil beeinflussen konnte, dann weil die Baltikum-Frage in enger Verbindung zur Slawen-Frage steht und weil schließlich dieser Komplex – angesichts der FĂŒlle der vorhandenen Publikationen – sich nicht in einem kurzen Beitrag abhandeln lĂ€sst. Holland wird wegen der Unergiebigkeit der Quellenlage ausgespart

    Das China des Carl GĂŒtzlaff

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    Analysiert wird der 1. Opiumkrieg zwischen Großbritannien und China. Das zeitgenössische Chinabild wird anhand von Darstellungen in deutschsprachigen Zeitungen mittels Textanalyse hinterfragt. Es wird die Frage behandelt, warum die Droge in China eine beispiellose Verbreitung fand, und welche Rolle dabei der deutsche Freimissionar Carl GĂŒtzlaff spielte.The first opiumwar between Great Britain and China is being analysed. The contemporary image of China is described according to German newspaper presentations and critically examined via text analyses. The paper deals with the question why drugs were able to spread tremendously in China and which role the protestant German missionary Carl GĂŒtzlaff played in this process

    Franz Kafka and China

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    The article is devoted to insufficiently studied in local literature aspect in the work of Franz Kafka (1883-1924), the German speaking writer, representative of “the Prague circle,” one of the outstanding masters of European literature. In the context of the changed geopolitical situation, the problem of the relationship between East and West is in need of further interpretation in the light of the world literary experience. The material is Kafka’s short fiction, which is devoted to the topic of China. It is shown that the personal Kafka’s “Chinese discourse” is ambivalent to the image of China, which was formed in the early 20th century in the European consciousness. Special attention is paid to the story “How the Chinese wall was built” (1917). Various approaches to the interpretation of the work were involved in consideration. The article focuses on intertextual comprehension of the story. The relevance of the study is seen in that by the material of short fiction of Kafka it is possible to trace the evolution of the image of China in Europe and to determine Kafka’s contribution in the formation of the European “Chinese discourse” the first half of the 20th century

    Mythos Shanghai : Gesichter einer Stadt im Spiegel ihrer Geschichte

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    Shanghai boomt – wieder einmal: Denn bereits Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Hafenstadt zum kulturellen, politischen und ökonomischen Zentrum Chinas auf. Von dieser Stadt gingen so entscheidende Impulse fĂŒr kĂŒnstlerische, politische und ökonomische Innovationen aus, dass sie zuweilen sogar von der mentalen chinesischen Landkarte gestrichen wurde. Shanghai ist nicht China. Ein Blick auf die Geschichte lohnt sich, um die Entwicklung dieser heute als Metropole der Superlative und Inbegriff der ModernitĂ€t gepriesenen Stadt verstehen zu können. Auch damals lebte Shanghai von dem unverwechselbaren Zusammenspiel von Chinesen und AuslĂ€ndern, was ihren kosmopolitischen Charme ausmachte. Wie vermischten sich westliche und chinesische EinflĂŒsse im kulturellen Leben? Was bedeutete dies fĂŒr die Welt des Theaters, wo traditionelle und moderne, westliche und chinesische Kunstformen aufeinandertrafen? Lassen sich hier die AnfĂ€nge einer chinesischen »Moderne« ausmachen

    China im Bild der deutschsprachigen Literatur seit 1989 : Zwischen Wirklichkeit und Vorstellung

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    China als Motiv in der deutschsprachigen Literatur kann auf eine lange Tradition zurĂŒckblicken. Die Darstellung Chinas in verschiedenen Epochen hĂ€ngt jedoch nicht selten eng mit dem Zeitgeist und den historischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche zusammen. Das aufsehenerregende Ereignis im Juni 1989 in Peking, die UnterdrĂŒckung der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens, und die andere bekannte Begebenheit aus dem Jahr 1989, der Fall der Berliner Mauer, gefolgt von der Wiedervereinigung Deutschlands, fĂŒhrten z. B. gemeinsam dazu, dass deutsche Literaten aufgrund von EnttĂ€uschung nun ernĂŒchtert nach China blickten. In diesem Zusammenhang drĂ€ngt sich die Frage auf, wie China in der gegenwĂ€rtigen deutschsprachigen Literatur, vornehmlich in der Romanliteratur, dargestellt wird. In Betracht gezogen werden acht ausgewĂ€hlte deutsche Romane mit China-Motiven, die nach 1989 erschienen sind, nĂ€mlich Die Stirn, die Augen und die Nase (1999) von Tilman Spengler, 1979 (2001) von Christian Kracht, Der Quereinsteiger (2003) von Rainer Kloubert, Der Kaiser von China (2008) von Tilman Rammstedt, Letzte Zuflucht Shanghai (2008) von Stefan Schomann, Shanghai fern von wo (2008) von Ursula Krechel, Der Mann schlĂ€ft (2009) von Sibylle Berg und Shanghai Performance (2011) von Silke Scheuermann. Aus der Analyse, bei der die Exotismuskonzeption von Victor Segalen, die sich mit dem VerhĂ€ltnis zwischen dem Fremden und dem Eigenen beschĂ€ftigt, herangezogen wird und als wichtiger theoretischer StĂŒtzpfeiler dient, geht hervor, dass China als Symbol, als Metapher sowie als Wunsch- und Horrorvorstellung in der deutschsprachigen Literatur immer noch existiert. Es zeigt sich aber bei der Mehrheit der deutschsprachigen Autoren die Tendenz, China als normales, reales, nicht fingiertes Land darzustelle
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