Zwischen Idealismus, Aktivismus und Selbstausbeutung. (Lohn-)Arbeit in Hochschullernwerkstätten

Abstract

Bei der Recherche zur ‚Arbeit‘ in Hochschullernwerkstätten fällt auf, dass geklärt werden muss, was darunter verstanden wird. So sind die einzelnen Hochschullernwerkstätten personell sehr unterschiedlich ausgestattet. Es zeigt sich, dass die Bedingungen von Arbeit innerhalb von Hochschullernwerkstätten nicht nur ausschlaggebend für die Gestaltung des Raumes sind, sondern dass das personelle Engagement und der Energieaufwand durch diese Arbeitsbedingungen unterschiedliche Wertschätzung erfahren. Bei Knappheit der (finanziellen) Mittel kommt es zu einer Fokussierung der lohnarbeiterischen Tätigkeiten auf verwaltungstechnische Aufgaben, während pädagogische Aufgaben im Sinne von Lernwerkstattarbeit kaum noch entlohnt werden, was eine Selbstausbeutung begünstigt. Im folgenden Artikel gehen die Autorinnen der Frage nach, inwieweit Aspekte von Lernwerkstattarbeit nicht entlohnt werden und unbezahlte Mehrarbeit fördern. Dabei folgt der Beitrag keiner direkten ‚wissenschaftlichen‘ Forschungslogik. Vielmehr bietet er Einblicke in eine Auseinandersetzung mit den Fragestellungen mit dem Anspruch einer feministischen und machtkritischen Perspektive. So möchten sich die Autorinnen für einen offenen Diskurs über den instrumentellen Charakter von Bildung, die Entwicklung zur Projektförmigkeit und die (politischen) Bedingungen aussprechen und sehen diesen Artikel als Ausgangspunkt für weitere Diskussionen über (unbezahlte) Mehrarbeit an Universitäten und Hochschullernwerkstätten. (DIPF/Orig.

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Fachlicher Dokumentenserver Paedagogik/Erziehungswissenschaften

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Last time updated on 22/02/2025

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