Fachlicher Dokumentenserver Paedagogik/Erziehungswissenschaften
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    Vielperspektivität in Lernwerkstätten – "Zur Sache" (reloaded)

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    Dieser Beitrag verfolgt das Ziel, durch einen konzeptionellen Vergleich mit Schülerlaboren eine Spezifizierung der fachlichen Ausrichtung und Zielsetzung von Lernwerkstätten vorzunehmen und dabei v. a. das Potenzial von Lernwerkstätten für vielperspektivische Ansätze zu diskutieren. Während Schülerlabore primär lehrorientiert Inhalte und Methoden einzelner MINT-Fächer vermitteln, setzen Lernwerkstätten stärker auf eine Sachorientierung, bei der lern- oder subjektorientiert an Phänomenen aus der Lebenswelt der Lernenden angesetzt und von den Interessen und Vorerfahrungen der Lernenden ausgegangen wird. Dabei lösen Lernwerkstätten sich von der einzelfachlichen Verortung, die Schülerlabore adressieren. Um hier weder einer inhaltlich-fachlichen Beliebigkeit noch einer diffusen „Ganzheitlichkeit“ zu verfallen, wird vorgeschlagen, den Fokus in Lernwerkstätten deutlicher auf eine vielperspektivische Auseinandersetzung mit Phänomen zu legen. Die Perspektive der Lernenden könnte so auch mit verschiedenen fachlichen, ästhetischen u. a. Perspektiven in Verbindung gebracht werden. (DIPF/Orig.

    Zwischen Idealismus, Aktivismus und Selbstausbeutung. (Lohn-)Arbeit in Hochschullernwerkstätten

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    Bei der Recherche zur ‚Arbeit‘ in Hochschullernwerkstätten fällt auf, dass geklärt werden muss, was darunter verstanden wird. So sind die einzelnen Hochschullernwerkstätten personell sehr unterschiedlich ausgestattet. Es zeigt sich, dass die Bedingungen von Arbeit innerhalb von Hochschullernwerkstätten nicht nur ausschlaggebend für die Gestaltung des Raumes sind, sondern dass das personelle Engagement und der Energieaufwand durch diese Arbeitsbedingungen unterschiedliche Wertschätzung erfahren. Bei Knappheit der (finanziellen) Mittel kommt es zu einer Fokussierung der lohnarbeiterischen Tätigkeiten auf verwaltungstechnische Aufgaben, während pädagogische Aufgaben im Sinne von Lernwerkstattarbeit kaum noch entlohnt werden, was eine Selbstausbeutung begünstigt. Im folgenden Artikel gehen die Autorinnen der Frage nach, inwieweit Aspekte von Lernwerkstattarbeit nicht entlohnt werden und unbezahlte Mehrarbeit fördern. Dabei folgt der Beitrag keiner direkten ‚wissenschaftlichen‘ Forschungslogik. Vielmehr bietet er Einblicke in eine Auseinandersetzung mit den Fragestellungen mit dem Anspruch einer feministischen und machtkritischen Perspektive. So möchten sich die Autorinnen für einen offenen Diskurs über den instrumentellen Charakter von Bildung, die Entwicklung zur Projektförmigkeit und die (politischen) Bedingungen aussprechen und sehen diesen Artikel als Ausgangspunkt für weitere Diskussionen über (unbezahlte) Mehrarbeit an Universitäten und Hochschullernwerkstätten. (DIPF/Orig.

    Potenziale von Praxisforschung durch die Vernetzung und Kooperation zweier Lernwerkstätten. Das Kinderforscher*zentrum HELLEUM und die Hochschullernwerkstatt Kommunikation und Sprache der Alice Salomon Hochschule Berlin

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    Das Kinderforscher*zentrum HELLEUM als etablierte außerschulische Lernwerkstatt, die historisch an die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) angebunden ist, zeigt sich durch ein facettenreiches Programm für Kinder sowie angehende und praktizierende Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Es entwickelt sich aktuell zum Professionalisierungsort, an dem die forschende pädagogische Haltung, die Grundbasis für die Ermöglichung des Forschenden Lernens der Kinder, geübt und gelebt wird. Der gewählte Ansatz hierfür ist insbesondere die Praxisforschung, die einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Bildungseinrichtungen leisten kann. Diese bedarf wissenschaftlicher Unterstützung, die durch die Kooperation zwischen dem HELLEUM und der Hochschullernwerkstätten der ASH Berlin ermöglicht wird. In diesem Beitrag wird es am Beispiel eines Kooperationsmodells zwischen dem HELLEUM und der Hochschullernwerkstatt Kommunikation und Sprache aufgezeigt. (DIPF/Orig.

    Sozialpädagogisches Didaktiklabor (SoDiLab)

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    Das Sozialpädagogische Didaktiklabor (SoDiLab) befindet sich an der Universität Kassel, Fachbereich Humanwissenschaften, Institut für Sozialwesen im Aufbau. Angegliedert wird es an den Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“ und den Masterstudiengang „Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung“. Das SoDiLab schließt an Überlegungen zur Bildungsarbeit der Sozialen Arbeit bspw. der Kinder- und Jugendhilfe und an Fragen einer sozialpädagogischen Didaktik an und fokussiert Professionalisierungsprozesse. (DIPF/Orig.

    "Mentor Community Learning Spaces" (MECLES). Sprachliche und kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft

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    Der Beitrag widmet sich der Darstellung des in Salzburg seit 2020 laufenden Projektes MECLES (“Mentor Community Learning Spaces”), eines herkunftsbezogenen non-formalen Bildungsangebotes im Rahmen der Salzburger Bildungslabore, welches sprachliche und kulturelle Bildungsprozesse mit Bezug zum Herkunftsland der Eltern der angesprochenen Schüler:innen initiiert. Nach einer allgemeinen Darstellung der Ziele und des Umsetzungsstandes diskutiert der Beitrag das für MECLES typische Verständnis von kulturell-sprachlicher Bildung unter migrationsgesellschaftlicher Perspektive und mit einem transdisziplinären bildungswissenschaftlich-soziolinguistischen Blick. Sprachliches Lernen erweist sich in MECLES als soziales Handeln in einer altersheterogen zusammengesetzten Schüler:innengruppe, eingebettet in kulturelle Bezüge zum Herkunftsland, die vielfältige Bedeutung für die Identitätsbildung der Schüler:innen erhalten. Das Projekt zielt darauf ab, die sprachlichen und kulturellen Kompetenzen von Schüler:innen zu fördern. Der Fokus liegt auf Neugriechisch, wobei an dem Projekt sowohl Schüler:innen teilnehmen, deren Erstsprache Neugriechisch ist als auch Schüler:innen, die Neugriechisch als Fremdsprache lernen. Im Kontext der für die Projekte der Salzburger Bildungslabore installierten evaluativ orientierten Begleitforschung fand mit Teilnehmer:innen eine erste Gruppendiskussion statt, deren erste explorativ-kategoriale Analyse die lebensweltliche, soziale und fachübergreifende Bedeutung der Bildungserfahrungen in diesem Projekt aufzeigt. (DIPF/Orig.

    Das Projekt "Coole Bäume und Sensoren" (CO2BS). Interdisziplinäres Lernen zu Natur und Technik und die Stärkung der Scientific Literacy vereinen

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    Ausgehend von einem komplexen, überfachlichen Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz wird im Projekt „Coole Bäume und Sensoren” (CO2BS) eine Lehr- und Lernumgebung geschaffen, die sich durch Interdisziplinarität, vernetzendes Denken, Kooperation und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innengruppen auszeichnet. Dabei stehen der Baum und seine klimaregulierenden Ökosystemleistungen im Zentrum des Projekts. Darin werden Selbstkonzept, Interesse, Emotionen und konzeptionelles Wissen als Bestandteile von Scientific Literacy (SL) und selbstbestimmtes Handeln thematisiert. Inhaltlich stellt die Lehr- und Lernintervention CO2BS eine interdisziplinäre Zusammenstellung von Ansätzen aus Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik dar und strebt eine Übertragung der Inhalte auf schulische Kontexte zur Förderung der SL an. So lernen die Schüler:innen im Projekt die Eigenschaften von CO2 kennen, vertiefen ihr Wissen über Photosynthese im Zusammenhang mit Blatteigenschaften und Gasaustausch und arbeiten mit programmierbaren Sensoren, um relevante Klimadaten zu messen, diese anschließend zu analysieren und grafisch darzustellen. Das gewählte Themenfeld „Klimaregulierung durch Bäume” ermöglicht es dem Projekt, der Forderung nach mehr Interdisziplinarität und Komplexität zur Lösung globaler Probleme im schulischen Bereich nachzukommen und damit der Nachfrage nach interdisziplinärem Unterricht Rechnung zu tragen. (DIPF/Orig.

    Clara Zetkin und die Gleichheit. Stellenwert und Bedeutung pädagogischer Themen

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    Die Autorin arbeitet den Hauptfokus der von Clara Zetkin herausgegebenen Zeitschrift Die Gleichheit, der ersten Frauenzeitschrift, heraus. In einer quantitativen Analyse der Zeitschrift kann sie aufzeigen, dass – auch im Vergleich zu anderen sozialdemokratischen Zeitungen – pädagogische Themen eher randständig waren. Dies erklärt sich durch den starken Einfluss Clara Zetkins auf dieses Publikationsorgan, die dieses konsequent als eine Schrift gegen revisionistische Ansätze ausbaute. In der Analyse zentraler Bildungsdebatten kann die Autorin dann auch aufzeigen, dass Bildungsfragen für Zetkin von sekundärer Bedeutung waren, da derartige Fragen erst nach erfolgreicher proletarischer Revolution im Rahmen der sozialistischen Gesellschaft wirklich gelöst werden können. Entsprechend war das Interesse Zetkins auch nicht primär darauf gerichtet, schul- oder bildungspolitisch aktiv zu werden, sondern in der bestehenden kapitalistischen Gesellschaft richtete sich ihr Interesse auf die politische Agitation. (DIPF/Orig.

    Predicting drop-out during initial training among volunteer firefighters

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    This article looks at the drop-out rate among volunteer firefighters during their initial training. It is based on data collected in France. It uses a mixed approach to identify profiles likely to leave their commitment quickly during initial training. Profile data from 330 individuals still in employment and 42 dropouts were used. The results show that women, individuals with prior knowledge of the environment, and city dwellers are more likely to drop out, while individuals from advantaged socioeconomic backgrounds will continue their involvement. Adjustments in communication, environmental management and mission specialisation could help retain volunteers and limit the risk of early drop-out. This study addresses a particularly important issue at a time when the recruitment of volunteer firefighters is posing significant challenges around the world. (DIPF/Orig.

    Adult education, democracy, and totalitarianism. A case study of the German Democratic Republic (1949-1990)

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    This article explores the role of adult education in supporting democracy through an examination of the former German Democratic Republic (GDR) (1949-1990). This case study presents the institutional landscape, political regulations, and key trends of adult education in the GDR, complemented by insights from educators who worked within the field during the 1970s through 1990s. Two key categories emerge from the findings: (1) ‘Learning society’: Opportunities, access, and control of learning; and (2) Coexistence of conformity and resistance. Interviews highlight the diverse aspects of adult education in the GDR. While some programmes facilitated access to education, culture, and certain professions that would have otherwise been unattainable, the indoctrinative, centralised, and state-controlled education system promoted a predefined societal model and sought to mould a specific personality type, aligning with the vision of a totalitarian learning society, which clashes with the fundamental values of adult education and creates a contradictory situation for adult educators. (DIPF/Orig.

    Die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine Analyse politischer Dokumente

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    Diese Arbeit schließt eine inklusionspädagogische Forschungslücke, da zur Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungspolitik der Bundesrepublik Deutschland nur sehr wenig systematisches empirisches Wissen vorliegt. Die interdisziplinär angelegte Studie verknüpft die Politikwissenschaft mit der Forschung zum Thema Behinderung, um die Wechselwirkungen zwischen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und der Lobbyarbeit zivilgesellschaftlicher Bewegungen zu untersuchen. Im Ergebnis liegt erstmals eine detaillierte Diskursgeschichte der Anerkennung und Umsetzung eines menschenrechtlichen Ansatzes in der entwicklungspolitischen Diskussion Deutschlands vor. Gleichzeitig wird darin erkennbar, welche Bedeutung zivilgesellschaftlichen Organisationen zukommt, um das Thema Behinderung auf die entwicklungspolitische Agenda zu bringen und sich für eine wirkungsvolle Umsetzung zu engagieren. Es wird belegt, dass zivilgesellschaftliche Organisationen ‚machtvolle‘ Wirkungen erzeugen können, um ein politisches Handlungsfeld umzugestalten. (DIPF/Orig.

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