Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation
Not a member yet
796 research outputs found
Sort by
doc.funds Evaluation: FWF Statement
Stellungnahme des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) zur Evaluierung des Förderprogramms doc.funds.
Der Evaluationsbericht findet sich hier: https://repository.fteval.at/id/eprint/825
Evaluierung Industrienahe Dissertationen
Das Programm „Industrienahe Dissertationen“ zielt auf die Förderung des Humanpotenzials für die anwendungsorientierte Forschung ab, indem es industrienahe Dissertationsprojekte im Bereich Naturwissenschaft und Technik unterstützt. Insgesamt konnten im Zeitraum von 2014 bis 2025 317 Dissertationsprojekte in außeruniversitären Forschungseinrichtungen (57 %) und in Unternehmen (43 %) von der Förderung profitieren. Das Programm wird von den geförderten Organisationen äußerst geschätzt und mit großer Mehrheit als sehr gut bewertet. Die Wirkungen sowohl auf organisationaler als auch auf individueller Ebene entsprechen den Zielsetzungen des Programms. In den geförderten Organisationen erhöhen sich die FTI-Kompetenzen der Mitarbeiter:innen, der Zugang zu Forschungspersonal wird erleichtert und Kooperationen mit den Universitäten vertieft. Für die Dissertantinnen und Dissertanten bedeutet das Programm den Einstieg in die industrielle Forschung und den Beginn einer Karriere im außeruniversitären F&E-System, wobei sich durch die entsprechende Mittelreservierung insbesondere auch die Karrierechancen von Nachwuchsforscherinnen erhöhen. Systemisch betrachtet stellt das Programm eine wertvolle Ergänzung dar, indem es externe und anwendungsorientierte Dissertationen unterstützt. In Hinblick auf die Weiterentwicklung des Programms wird aufgrund der erfolgreichen Umsetzung die Beibehaltung der Deckelung der Anträge pro Organisation und die Reservierung der Hälfte der Mittel für Frauen zur Förderung von Frauen in der Forschung empfohlen. Thematische Ausschreibungen haben zur Erzielung von Lenkungseffekten ihre Berechtigung, dabei sollten jedoch keine weiteren quantitativen Einschränkungen vorgenommen werden und ein gewisses themenoffenes Mindestbudget zur Verfügung gestellt werden. Um den Abschluss der Dissertation zu erleichtern, könnten eine Laufzeitverlängerung, eine Flexibilisierung der Projektlaufzeit, eine zweckgewidmete geringe Zusatzförderung für die Fertigstellung oder die Bereitstellung von Informationen zu weiteren Fördermöglichkeiten hilfreich sein. Auf universitärer Ebene gilt es vor allem die Sichtbarkeit des Programms zu erhöhen. Zudem könnte die Vernetzung der Dissertantinnen und Dissertanten, z.B. durch ein Kick-off-Event, unterstützt werden
Evaluierung des Förderthemas „Digitale Technologien“
Die Evaluierung des Förderthemas „Digitale Technologien“ untersucht sämtliche diesbezügliche vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Zeitraum 2018–2024 umgesetzten Fördermaßnahmen. Ziel war es, Wirkungen, Zielerreichung und Effizienz der Programme systematisch zu bewerten und Handlungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt hohe Relevanz und Zielorientierung der Förderung: Strategische Zielsetzungen werden weitgehend erreicht, die Programme adressieren zentrale technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und schaffen vielfältige Kooperationen im Innovationsökosystem. Im Wirkungsfeld Netzwerkbildung zeigt sich ein stark wachsendes Kooperationsgefüge mit hoher Einbindung von KMU und Bedarfsträgern sowie einem deutlichen Ausbau des nationalen KI‑Ökosystems. Im Bereich Nachhaltigkeit leisten die Vorhaben substanzielle Beiträge zu Energiewende, Mobilitätswende und Kreislaufwirtschaft, die im Themenfeld Digitale Technologien deutlich zugenommen haben. Technologische Souveränität wird vor allem durch starke Beiträge in den Schlüsseltechnologien KI und Mikroelektronik adressiert, während Quantentechnologien eine geringere Rolle spielen. Als gesellschaftliche Herausforderungen werden vor allem die gesellschaftliche Resilienz und der demografische Wandel in den geförderten Projekten adressiert. Hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen tragen die Vorhaben vor allem indirekt über Themenerschließung, Kompetenzaufbau und Vernetzung zur Stärkung innovativer Kapazitäten bei, während unmittelbare wirtschaftliche Effekte erwartungsgemäß begrenzt bleiben. Die Evaluierung zeigt, dass eine stärkere Beteiligung von Frauen, eine ausgewogenere Mittelverteilung zugunsten von KMU, eine weitergehende Einbindung von Bedarfsträgern außerhalb von Wirtschaft und Wissenschaft, eine gestärkte Verwertungsausrichtung sowie eine weiter präzisierte Wirkungslogik und verbessertes Monitoring zentrale Ansatzpunkte für die zukünftige Weiterentwicklung des Förderansatzes bilden
Evaluation of the Austrian Science Fund (FWF) doc.funds funding programme
Das FWF-Programm doc.funds ersetzte 2016/2017 das FWF-Doktoratsprogramm DK – Doktoratskollegs. Das Hauptziel des doc.funds-Programms besteht darin, eine herausragende akademische oder kunstbasierte Ausbildung von Doktoratsstudierenden im Rahmen bestehender Doktoratsprogramme zu fördern. Diese Publikation enthält den Evaluierungsbericht zum FWF-Förderprogramm doc.funds des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), der vom 3s Forschungslabor (Wien) und dem Centre for Higher Education Policy Studies (CHEPS) an der Universität Twente durchgeführt wurde
Evaluierungskultur stärken: Die Arbeitsweise der Plattform fteval als Raum für Kooperation und kollektives Lernen.
Evaluation gilt als zentrales Instrument der Qualitätsentwicklung. Der Beitrag erweitert diese Perspektive auf die Forschungs- und Innovationspolitik und analysiert die „Österreichische Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung“ (fteval) als neutralen Resonanzraum zwischen Politik, Förderorganisationen und Evaluator*innen. Qualität wird als kontinuierlicher Aushandlungsprozess verstanden. Anhand einiger Services der Plattform, wie Standards, Austauschformate und kooperative Studien, wird gezeigt, wie eine institutionell verankerte Community of Practice zur Stabilisierung und Weiterentwicklung von Evaluierungskultur beiträgt. Diese Einsichten werden auf hochschulische Qualitätskontexte übertragen
Analyse des österreichischen Hochschulsystems
Weltweit befinden sich Hochschulen an einem Wendepunkt: Technologische Entwicklungen, demografische Veränderungen und geopolitische Umbrüche stellen neue Herausforderungen an Hochschulen. Als offene Knotenpunkte für Wissensvermittlung, Wissensvermehrung und evidenzbasierten Diskurs sind Hochschulen zentrale Säulen einer demokratischen Gesellschaft und innovativen Wirtschaft. Ihre Fähigkeit, diese Aufgaben auch in Zukunft chancengerecht und wirksam zu erfüllen, sind entscheidend für die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Die Analyse des österreichischen Hochschulsystems durch den FORWIT soll eine fundierte Grundlage für Ausarbeitung der Hochschulstrategie 2040 durch die Bundesregierung schaffen. Sie nimmt eine Gesamtsicht ein, in der zunächst die vier Sektoren – öffentliche Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und private Hochschulen – und ihre insgesamt 77 Einrichtungen vergleichend beschrieben werden und danach die Leistungsfähigkeit dieses Systems analysiert wird. Der dritte Teil des Berichts stellt die aus Sicht des FORWIT zentralen Herausforderungen dar. Der Bericht endet mit einer Vision, wie das Hochschulsystem 2040 aussehen könnte
Scientific Advice Structures in Europe. Institutions, Policy Areas, Impact. Country Report Austria
Dieser Artikel wurde zum Sonderheft #58 des fteval Journal for Research and Technology Policy Evaluation eingereicht und wird derzeit begutachtet. Bitte als pre-print Manuskript zitieren
fteval JOURNAL for Research and Technology Policy Evaluation (57). "Navigating Times of Change" - Proceedings of the REvaluation Conference 2024
Proceedings der REvaluation Conference 2024, die unter dem Motto "Navigating Times of Change" im Dezember 2024 an der FH Campus Wien stattgefunden ha
Energy and Resource Efficiency in the Economy: The evaluation of Germany's large industrial funding programme using mixed methods
In Deutschland ist das Bundesförderprogramm für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEE) ein zentrales Finanzhilfeprogramm, das darauf abzielt, energie- und ressourceneffiziente Technologien und Prozesse in Unternehmen zu fördern. Aufgrund der Berichtspflichten sowohl hinsichtlich der Verwendung öffentlicher Mittel als auch der Berichterstattung über die Fortschritte bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele sind jährliche Evaluierungen des EEE erforderlich. Diese Evaluierungen umfassen eine Reihe quantitativer Indikatoren. Die Indikatoren werden anhand einer gemeinsamen Methodik analysiert, die sich auf Verwaltungsdaten sowie auf Umfrageergebnisse unter den Begünstigten des Förderprogramms stützt. Der Beitrag veranschaulicht den quantitativen Evaluierungsansatz des EEE auf zweierlei Weise: Erstens skizziert er den der Evaluierung zugrunde liegenden Mixed-Methods-Ansatz, der einem methodischen Rahmenwerk aus neun Schritten folgt. Zweitens hebt er drei methodische Fragen hervor, die sich aus den jüngsten Änderungen des EEE und seiner Rahmenbedingungen ergeben und die bisher weder methodisch noch inhaltlich diskutiert wurden