Als neuer Ansatz zur Verbesserung der Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln wird in einem laufenden Forschungsprojekt die Biofortifikation von Gemüse untersucht. Brokkoli erscheint hierfür besonders interessant, da sein hoher Vitamin-C-Gehalt die Bioverfügbarkeit des Eisens begünstigen könnte. Im Rahmen eines Feldversuchs wurde daher die Aufnahme und Verlagerung von Eisen (Fe) in Brokkolipflanzen nach einer Blattdüngung untersucht. Die Applikation erfolgte zwei Wochen vor der Ernte mit 0,3 kg Fe ha⁻¹ in Form von fünf verschiedenen Eisendüngern.
Um die Translokation des Spurenelements aus den Blättern in die Infloreszenz zu erfassen, wurde diese bei einem Teil der Pflanzen während der Behandlung mit einem Kunststoffbeutel geschützt. Das Pflanzenmaterial wurde sowohl im ungewaschenen als auch im gewaschenen Zustand analysiert, um aufgenommenes von äußerlich anhaftendem Eisen unterscheiden zu können. Das Waschen hatte, vermutlich aufgrund von Niederschlägen zwischen Behandlung und Ernte, bei keinem der Organe einen deutlichen Effekt auf den Eisengehalt. Auch zwischen den geprüften Eisenformen traten keine nennenswerten Unterschiede auf. Der Eisengehalt der Blattstiele und Strünke wurde durch die Blattdüngung nicht beeinflusst. Das Abdecken der Blume vor der Behandlung führte bei den Röschen ebenfalls dazu, dass der Eisengehalt nahezu dem der Kontrolle entsprach
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