Beeinflusst ein einzeitiger Brustaufbau mit Eigengewebe bei Mamma-Ca Patientinnen post Mastektomie das Komplikationsprofil, im Vergleich zur Prothesenrekonstruktion, positiv? Eine explorative Studie
Hintergrund: Brustkrebspatientinnen, die sich für eine Brustrekonstruktion entscheiden, stehen vor einer herausfordernden Wahl, da sie zwischen verschiedenen Operationsmethoden wählen müssen. Faktoren wie der BMI, das Alter, Vorerkrankungen oder das Vorhandensein von ausreichend Spendergewebe an der Entnahmestelle können die Auswahlmöglichkeiten beeinflussen. Dennoch bieten sich den meisten Frauen verschiedene Optionen. Deshalb ist es entscheidend, bei der Auswahl der passenden Rekonstruktionsmethode die potenziellen Risiken sorgfältig gegen die Vorteile der verschiedenen Operationsverfahren abzuwägen. Um diese Entscheidung sowohl für die Operateure als auch für die Patientinnen zu erleichtern, sind verlässliche und umfassende Komplikationsdaten zu alloplastischen und autologen Brustrekonstruktionsmethoden erforderlich.
Material und Methode: Es wurden insgesamt 178 Patient*innen analysiert, die zwischen dem 01.01.2022 und dem 31.12.2023 an der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie am Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz nach einem Mammakarzinom eine Mastektomie erhielten. 77 Patientinnen konnten für die Studie eingeschlossen werden. Zusätzlich wurden die Komplikationsprofile der 120 Frauen, die in der vorherigen Masterarbeit aus dem Zeitraum 2019–2021 untersucht wurden, herangezogen und verglichen. Ziel der Studie ist es, das Komplikationsprofil eines einzeitigen Brustaufbaus mit Eigengewebe bei Mammakarzinom-Patientinnen nach einer Mastektomie im Vergleich zur Prothesenrekonstruktion zu analysieren. Dabei sollen sowohl Unterschiede im Komplikationsprofil der definierten Patientinnenkohorten als auch die Häufigkeit der Komplikationen differenziert nach den Rekonstruktionsverfahren (Eigengewebe vs. Implantat) untersucht werden.
Ergebnisse: Die Masterarbeit von Frau Haas ergab, dass im Zeitraum von 2019 bis 2021 keine Unterschiede im Komplikationsprofil zwischen der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe und der Prothesenrekonstruktion festgestellt wurden. Unsere Untersuchung für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2023 bestätigt diese Ergebnisse. Gleichzeitig konnte für diesen Zeitraum ein Rückgang der Komplikationsrate nachgewiesen werden, der auf die Einführung einer strukturierten Patientendatenerhebung sowie die dadurch optimierte Behandlungsplanung zurückgeführt werden kann. Ein individuell abgestimmter, interdisziplinärer Ansatz, der die onkologische Ausgangssituation der Patientinnen berücksichtigt, spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Therapieergebnisse. Die Wahl des geeigneten Rekonstruktionsverfahrens erfolgt unter Einbeziehung zahlreicher Risikofaktoren wie Alter, BMI, vorangegangene Behandlungen und Begleiterkrankungen. Dieses strukturierte Vorgehen hat maßgeblich zur Steigerung der Behandlungsqualität und zur Verringerung der Komplikationsrate beigetragen.eingereicht von Anin Sharifi, BScAngefertigt am Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern LinzMasterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
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