Querelles - Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung (QJB)
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    1151 research outputs found

    Review of: Sabine Hark, Paula-Irene Villa: Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Bielefeld: transcript Verlag 2017.

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    Differenzen können als Grundlage für Diskriminierungen funktionalisiert werden, wie die Veränderungen im gesellschaftlichen und politischen Diskurs in Folge der Kölner Silvesternacht 2015 gezeigt haben. Wie Differenzen plural und anti-essentialistisch gedacht und gesagt werden können, führen Sabine Hark und Paula-Irene Villa in ihrer Analyse den Leser*innen vor Augen.Differences can be functionalized as a basis for discrimination, as the changes in social and political discourse following the Cologne New Year\u27s Eve 2015 have shown. In their analysis, Sabine Hark and Paula-Irene Villa show the reader how differences can be thought and said in a plural and anti-essentialist way

    Review of: Gero Bauer, Regina Ammicht Quinn, Ingrid Hotz-Davies (Hg.): Die Naturalisierung des Geschlechts. Zur Beharrlichkeit der Zweigeschlechtlichkeit. Bielefeld: transcript Verlag 2018.

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    Die Tübinger Gender- und Diversitätsforscher*innen versammeln in ihrem Band Beiträge aus neun Disziplinen, in denen die Naturalisierung theoretisch gefasst und deren Wirkungsweisen im Alltag, in einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, im Sport, in der Geschichte, im Christentum sowie in der Gleichstellungsarbeit aufgezeigt wird. Die Beharrlichkeit der geschlechtlichen Naturalisierung wird durch Herausforderungen, die sich in Bezug auf nicht-heterosexuelles Begehren und intergeschlechtliche Körper ergeben, diskutiert. Die Beiträge lassen zahlreiche interessante Facetten von Naturalisierung deutlich werden, zugleich finden sich jedoch in einigen Aufsätzen Tendenzen zur Naturalisierung.In their volume, the gender and diversity researchers from Tübingen gather contributions from nine disciplines in which naturalization is conceived of theoretically. Naturalization’s effects are shown in everyday life, in individual scientific disciplines, in sports, in history, in Christianity and in gender equality efforts. The perseverance of sexual naturalization is discussed through challenges that arise in relation to non-heterosexual desire and intersex bodies. The contributions reveal numerous interesting facets of naturalization, while some essays display tendencies towards naturalization themselves

    Review of: Kristina Schulz (Hg.): The Womenʼs Liberation Movement. Impacts and Outcomes. Oxford u.a.: Berghahn Books 2017.

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    Der Sammelband ist Teil der Historiographie der Frauenbewegungen der 1970er und 1980er Jahre, die sich unter der Losung der ‚Frauenbefreiung‘ formiert haben. Er enthält Fallstudien zu feministischem Aktivismus in verschiedenen, vorrangig westeuropäischen Kontexten und bezogen auf unterschiedliche politische Fragen oder aber kulturelle Praxen. Mit der übergeordneten Frage, wie die Auswirkungen und langfristigen Folgen der Frauenbefreiungsbewegungen einzuschätzen seien, soll dabei über eine bloße Bestandsaufnahme hinausgegangen werden – eine Herausforderung, der allerdings nur wenige Beiträge des Bandes gerecht werden.The collected volume is part of the historiography of the women\u27s movements of the 1970s and 1980s, which were formed under the slogan of \u27women\u27s liberation\u27. It contains case studies on feminist activism in different Western European contexts and on different political issues or cultural practices. The overriding question of how to assess the effects and long-term consequences of women\u27s liberation movements is intended to go beyond mere stocktaking – a challenge that, however, only a few contributions of the volume meet

    Review of: René Lépine, Ansgar Lorenz: Judith Butler. Philosophie für Einsteiger. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag 2018.

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    In dieser Einführung wird das Denken Judith Butlers systematisch erläutert und mithilfe von Illustrationen veranschaulicht. Dadurch handelt es sich bei diesem Band um eine abwechslungsreiche Lektüre, deren Alleinstellungsmerkmal das gelungene Zusammenspiel aus theorienahem Text und detaillierten Illustrationen ist, die so manches Mal auch auf eine humoristische Art und Weise komplexe Sachverhalte verständlich machen.In this introduction, Judith Butler\u27s thinking is systematically explained and depicted by means of illustrations. Thus, this volume is a varied reading, the unique feature of which is the successful interplay of theoretic text and detailed illustrations, which sometimes makes it possible to understand complex facts in a humorous way

    Review of: Heike Mauer: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg. Opladen u.a.: Verlag Barbara Budrich 2018.

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    Heike Mauer hat eine materialreiche und überzeugende Intervention in deutschsprachige Intersektionalitätsdebatten vorgelegt, in der sie theoretisch darlegt und am empirischen Material ausweist, dass Foucaultʼsche Gouvernementalitätstheorie und die Intersektionalitätstheorie voneinander lernen können. Obwohl sie dabei nicht nur einen historischen Gegenstand behandelt, sondern auch ein gegenwärtiges politisches Erkenntnisinteresse verfolgt, macht sie aber keinen Gebrauch von Foucaults genealogischen Verfahren und bedient sich einer eingeschliffenen und schematischen Foucaultrezeption.Heike Mauer has presented a comprehensive and convincing intervention in German-language intersectional debates in which she sets forth theories and empirical evidence that Foucault\u27s theory of Governmentality and the theory of intersectionality can learn from each other. While not only treating a historical subject, but also pursuing a current political epistemological interest, she does not make use of Foucault\u27s genealogical procedures and falls back on to a common and schematic reception of Foucault

    Review of: Inka Greusing: „Wir haben ja jetzt auch ein paar Damen bei uns“ – Symbolische Grenzziehungen und Heteronormativität in den Ingenieurwissenschaften. Opladen u.a.: Budrich UniPress 2018.

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    Trotz Bemühungen auf Ebene der Gleichstellung sind Frauen nach wie vor im MINT-Bereich an deutschen Hochschulen unterrepräsentiert. Was mögen die Gründe dafür sein? Mit den Methoden der Sozialwissenschaften untersuchen Wissenschaftler*innen die Ursachen für diese Geschlechter-Disbalance. So auch Inka Greusing in ihrer Dissertationsschrift, in der sie auf verschiedene immanente Strukturen in unseren Köpfen, in unserem Verhalten und in den Studiengängen hinweist. Dadurch wird klar, dass Maßnahmen zur Veränderung der Situation nach wie vor notwendig sind. Die Analyse von Inka Greusing stellt einen sorgfältig ausgearbeiteten Beitrag für das Forschungsfeld Gender Studies in den MINT-Fächern dar.Despite efforts at the level of gender equality, women are still underrepresented in STEM at German universities. What may be the reasons? Using methods from the social sciences, scientists are investigating the causes of this gender imbalance. This is also the case of Inka Greusing in her dissertation, in which she points to various immanent structures in our minds, in our behavior and in our study programs. It is made apparent that measures to change the situation are still necessary. The analysis by Inka Greusing represents a carefully elaborated contribution to the field of Gender Studies in STEM subjects

    Review of: Winifred Curran: Gender and Gentrification. London, New York: Routledge 2017.

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    Winifred Curran untersucht mit einer feministischen und intersektionalen Perspektive das Phänomen Gentrifizierung und zeigt, dass Gründe und Folgen von Gentrifizierungsprozessen hochgradig vergeschlechtlicht sind und dass Gentrifizierung bestehende Ungleichheiten reproduziert wie verstärkt. Ein besonderes Augenmerk legt die Autorin auf Reproduktionsarbeit, die in der gentrifizierten Stadt nicht nur isolierter, sondern auch arbeitsaufwendiger und prekärer wird. Das Buch profitiert von Currans langjähriger aktivistischer und empirischer Beschäftigung mit dem Thema. Dank dessen einführendem Charakter, den vielfältigen empirischen Beispielen und der Aktualität der Thematik finden auch Einsteiger_innen einen guten Zugang.With a feminist and intersectional perspective, Winifred Curran explores the phenomenon of gentrification and shows that the causes and consequences of gentrification processes are highly gendered and that gentrification reproduces and reinforces existing inequalities. The author pays special attention to reproductive work, which in the gentrified city is not only more isolated, but also laborious and precarious. The book benefits from Curran\u27s many years of activism and empirical study of the subject. Thanks to its introductory character, the manifold empirical examples and the relevance of the topic, beginners will also find this accessible

    Review of: Caroline Arni: Pränatale Zeiten. Das Ungeborene und die Humanwissenschaften (1800-1950). Basel, Berlin: Schwabe Verlag 2018.

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    Die Basler Historikerin Caroline Arni legt eine inspirierende und materialreiche Studie dazu vor, wie die Wissenschaften vom Menschen im 19. Jahrhundert das Ungeborene als Wissensgegenstand erschlossen. Sie arbeitet die Beiträge der Fötalphysiologie, Embryologie, Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse heraus und rekonstruiert, welchen historischen Konjunkturen die Vorstellung eines mütterlichen Einflusses auf die Entwicklung des Ungeborenen  unterlag. Überzeugend zeigt sie auf, wie das Konzept der biologischen Entwicklung unlösbare Fragen danach aufwarf, was ein menschliches Subjekt ausmacht. Die höchst lesenswerte wissenschaftshistorische Studie bietet auch für die geschlechtertheoretische Erforschung von Schwangerschaft und Geburt in der Gegenwart eine Vielzahl von Anregungen.The Basel historian Caroline Arni presents an inspiring and material-rich study of how human science tapped the unborn child as a knowledge object in the 19th century. She elaborates on the contributions of fetal physiology, embryology, psychiatry, psychology and psychoanalysis and reconstructs which historical cycles were subject to the idea of a maternal influence on the development of the unborn child. Convincingly she shows how the concept of biological development raised unsolvable questions about what makes a human subject. This most readable scientific-historical study also offers a large number of suggestions for the gender-theoretical research into pregnancy and childbirth in the present

    Review of: Lothar Böhnisch Der modularisierte Mann. Eine Sozialtheorie der Männlichkeit. Bielefeld: transcript Verlag 2018.

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    Nach zahlreichen Auflagen seiner am Lebenslauf orientierten Publikationen zu Männlichkeit und Sozialisation legt Lothar Böhnisch nun eine Sozialtheorie der Männlichkeit vor. Ausgangspunkt ist die Dialektik zwischen Kapitalismus und Sozialem. Im Weiteren nutzt der Autor eine Vielzahl theoretischer Zugänge. Durch den gesamten Band ziehen sich sieben Begrifflichkeiten, die er „Strukturierungen von Männlichkeit“ nennt: Vor allem Hilflosigkeit und Bedürftigkeit sowie Externalisierung und Gewalt bilden Kristallisationspunkte männlichen Bewältigungshandelns. Eine Perspektive sieht Böhnisch in der Entwicklung einer Kultur der Anerkennung und (Selbst-)Sorge. Die vom Neokapitalismus angebotenen und konsumierbaren Männlichkeitsmodule bieten dagegen keine Lösung.After numerous editions of his biographically-oriented publications on masculinity and socialization, Lothar Böhnisch now presents a social theory of masculinity. Starting point is the dialectic between capitalist and social spheres. Furthermore, the author uses a variety of theoretical approaches. Throughout the volume there are seven terms that he calls “structurings of masculinity”: above all helplessness and need as well as externalization and violence form the focal points of male coping mechanisms. Böhnisch sees a perspective in the development of a culture of recognition and (self-) care. On the other hand, the commodified modes of masculinity proffered by neo-capitalism offer no solution

    Review of: Gökçen Yüksel: Raum und Geschlecht. Die Verräumlichung von Geschlechternormen in der türkischen Provinz Hatay. Weinheim u.a.: Beltz Juventa Verlag 2017.

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    Gökçen Yüksel untersucht das Verhältnis von Raumordnungen und Geschlechterordnungen und greift dafür auf 26 Interviews mit jungen Frauen aus der türkischen Provinz Hatay zurück. Sie zeigt auf, dass Raumordnungen aus einem komplexen Zusammenwirken gesellschaftlicher Regulierungen und Alltagspraktiken resultieren. Sie rekonstruiert die vergeschlechtlichten Ordnungen, die für die jungen Frauen praktische Einschränkungen und Regulative bedeuten. Es wird deutlich, dass die Frauen selbst diese Regulative und Vorgaben problematisieren und ebendiese Auswirkungen auf ihr Handeln haben.Gökçen Yüksel explores the relationship between spacial planning and gender orders and for this purpose resorts to 26 interviews with young women from the Turkish province of Hatay. She reveals that spacial planing results from a complex interaction between societal regulations and everyday practices. She reconstructs gendered orders which represents practical restrictions and regulators for the young women. It becomes clear that the women problematize themselves these regulators and specifications and that these have implications on their actions

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