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Persistente Identifikatoren und Open Access im Blick – Der PID-Monitor
Persistente Identifikatoren (PIDs) sind zentrale Bausteine einer vernetzten, transparenten und nachnutzbaren Wissenschaftsinfrastruktur und spielen eine essenzielle Rolle im gesamten Forschungszyklus. Zur systematischen und kontinuierlichen Erfassung sowie Analyse der Nutzung und Verbreitung verschiedener PID-Typen für wissenschaftliche und kulturelle Entitäten in Deutschland wurde im Rahmen des DFG-geförderten Projekts PID Network Deutschland der PID Monitor konzipiert und entwickelt. Auf der Grundlage von aktuell über 580 Millionen Metadaten-Rekords ermöglicht das Tool eine umfassende, zeitbezogene Analyse der PID-Landschaft in Deutschland, teilweise rückwirkend bis zum Jahr 2011, differenziert nach gängigen Entitätstypen, PID-Typen und PID-Providern.
Darüber hinaus bietet der PID Monitor Auswertungen zu Entwicklungen in den Bereichen Open Access, Open Data und Open Source. Dies erlaubt eine strukturierte Analyse der Verbreitung und Nutzung von PIDs sowie der Dynamiken offener wissenschaftlicher Kommunikation in verschiedenen Kontexten.
Der Vortrag stellt das PID Monitor Dashboard aus dem DFG-geförderten Projekt “PID Network Deutschland” vor, ein webbasiertes Werkzeug zur Visualisierung und Analyse von Persistenten Identifikatoren, das über alle gängigen Browser zugänglich ist. Im Zentrum des Vortrags stehen die verschiedenen Anwendungsparten des Dashboards sowie ein Überblick über bestehende PID-Typen und ihre Zuordnung zu Entitäten, die auch als Ressourcentypen oder Dokumententypen bezeichnet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Beitrag zur Erhöhung der Transparenz in der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur, da das Dashboard eine nachvollziehbare Darstellung der Verbreitung, Nutzung und möglichen Verknüpfung von PIDs über unterschiedliche Systeme hinweg, ermöglicht. Damit wird ein Beitrag zur Förderung anschlussfähiger Infrastrukturen und vertrauenswürdiger Prozesse im Forschungszyklus geleistet
Mit drei Klicks im oa.finder/book zum passenden Wissenschaftsverlag
Seit Februar 2025 ist der oa.finder/book für die individuelle Recherche nach Wissenschaftsverlagen online verfügbar. Nun kann nach verschiedenen Publikationstypen gesucht werden: Journal-Artikel, Monografie, Sammel- oder Konferenzband. Der oa.finder/book basiert auf einer eigens erstellte Datenkollektion. In einer breit angelegten Umfrage gaben Wissenschaftsverlage im DACH-Raum Auskunft über den Publikationsprozess rund um Open-Access-Bücher: Programmprofil, Qualitätssicherung, Lizenz- und Vertragsrecht, Kosten, Produktionsprozess, Sichtbarkeit und Vertrieb sowie Zusammenarbeit zwischen Verlag und Autor*innen. Mit der erweiterten Suchoption für buchaffine Wissenschaftler*innen wird der oa.finder zur zentralen Informations- und Rechercheplattform für akademisches Publizieren in allen Fachbereichen. Gleichzeitig entsteht erstmals ein transparentes Bild über die vielfältige Landschaft der Wissenschaftsverlage im DACH-Raum. Der oa.finder wurde an der Universitätsbibliothek Bielefeld im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network realisiert
Open-Access-Transformation und ihre Rückwirkungen auf die Wissenschaftsbewertung – Vorstellung des Projekts ROARA
Der Vortrag gibt Einblicke in das Projekt ROARA, gefördert von der Volkswagenstiftung: Publikationen stehen im Zentrum wissenschaftlicher Forschung. Sie ermöglichen es Forschenden, ihre Erkenntnisse zu teilen, sodass andere darauf aufbauen können; zugleich dienen sie als zentrale Maßstäbe zur Bewertung wissenschaftlicher Karrieren. Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften können Einfluss auf Förderentscheidungen, Beförderungen, berufliche Anerkennung und ganze Laufbahnen nehmen. Open-Access-Policies und -Mandate verändern das traditionelle Publikationswesen wesentlich, worauf die akademische Gemeinschaft und die Verlage mit unterschiedlichen Strategien reagieren. Während Verlage zur Gewinnsteigerung neue Geschäftsmodelle entwickeln, bemühen sich Forschende in einer „publish or perish“-Kultur, die Zahl ihrer Veröffentlichungen zu erhöhen.
Vor diesem Hintergrund zielen die jüngsten Forderungen nach einer Reform der Forschungsevaluation darauf ab, wissenschaftliche Qualität über Quantität zu stellen. Konflikte entstehen, wenn wirtschaftliche und wissenschaftliche Orientierungen von Verlagen und Forschenden aufeinandertreffen. Zudem treten fragwürdige Publikationspraktiken vermehrt auf, wenn akademische Karrieren und profitable Geschäftsmodelle im Vordergrund stehen. Das Projekt ROARA analysiert auf Grundlage eines Mixed-Methods-Ansatzes, Forschungsbewertungssysteme im Kontext der jüngsten Open-Access-Policies. Ziel des Projektes ist es, empirische Evidenz hinsichtlich der Kollisionen von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen mit einem Fokus auf die engen Beziehungen zwischen Publikationen und Forschungsevaluation zu liefern. Im Kontext von Open Access werden Veränderungen im Publikationsverhalten auf Forschungsbewertungssysteme untersucht, um mögliche Konflikte und Dysfunktionalitäten zu identifizieren
HAN - Hidden Automatic Navigator: Bereitstellung und Management von eRessourcen
Seit 2024 betreibt die UB einen sogenannten HAN-Server (Hidden Automatic Navigator). Dieser soll in naher Zukunft sämtliche Zugriffe bündeln, die aus dem Katalog heraus auf elektronische Ressourcen erfolgen (E-Books, Zeitschriften etc.): Anstatt beispielsweise direkt einer URL zum Verlag zu folgen, werden die Nutzenden transparent über den HAN-Server umgeleitet. Dies ermöglicht eine granulare Zugriffsteuerung, verbessert die Anonymität gegenüber externen Anbietern und versetzt uns in die Lage, in Zukunft eigene Zugriffsstatistiken zu erstellen. Auf der anderen Seite ergeben sich spezifische Änderungen bei der Authentifizierung von Nutzenden und der Speicherung von Links. Der Vortrag erläutert die technischen Aspekte des Systems und dessen organisatorische Auswirkungen, den derzeitigen Stand und die Pläne zur vollständigen Inbetriebnahme
El acceso para un buen ejercicio y uso masivo de la inteligencia artificial en ámerica latina, entre el desconocimiento y la desinformación
La inteligencia artificial (IA) en América Latina enfrenta barreras de desarrollo que limitan su acceso y uso. Este estudio analiza críticamente los factores que dificultan un uso masivo de la IA en la región, diferenciando entre condiciones tangibles e intangibles que afectan su adopción y, para ello, en su veracidad y forma de uso en el “Social Media” en diferentes países de América Latina.
Con diferenciación en países desarrollados, la IA en América Latina avanza con inversiones públicas para su desarrollo, poniendo en segundo lugar las regulaciones gubernamentales. A través de un enfoque comparativo, se han identificado tres retos clave: accesibilidad, conectividad y capacidad de uso. Con infraestructura insuficiente, el alto costo del internet y la falta de formación en competencias digitales refuerzan la brecha tecnológica en la población latina.
Se exponen cómo la falta de regulación y garantías en derechos digitales de los estados, como la privacidad y la libre navegación, ponen en riesgo tanto la soberanía tecnológica independiente y el ejercicio democrático a informarse. La ausencia de un marco legal sólido que sea regional facilita la explotación de datos y la manipulación mediática a través de IA.
América Latina no solo se enfrenta un desafío de avance tecnológico, sino también adaptación social y político. Para avanzar hacia una adopción efectiva de la IA, es imprescindible desarrollar la infraestructura digital y fomentar una alfabetización tecnológica crítica al menos desde el Estado. Es en este contexto que la región tiende a ser un consumidor pasivo de tecnología extranjera, aumentando su dependencia digital, alejando a la IA como herramienta de desarrollo autónomo y democrático.
Este artículo invita a repensar el papel de la IA en América Latina, no como un privilegio, sino como una herramienta fundamental para el avance progresivo sostenible de la sociedad en el siglo XXI
Genealogía impensada del republicanismo
Este ensayo propone una genealogía alternativa del republicanismo moderno que desborda el marco eurocéntrico establecido por la Escuela de Cambridge. En lugar de concebir las ideas republicanas como un legado exclusivo de la tradición grecorromana y renacentista, el autor argumenta que dichas ideas emergieron del contacto colonial entre europeos y pueblos indígenas de América. A través del análisis de pensadores como Hobbes, Rousseau y Franklin, así como del diálogo entre colonos e intelectuales indígenas como Kondiaronk o Canassatego, se plantea que el pensamiento político de la modernidad europea se construyó a partir de una apropiación —y simultáneo silenciamiento— del archivo colonial. En este sentido, el republicanismo debe comprenderse como un fenómeno transmoderno, resultado de procesos de transculturación y diálogo intercultural que articularon prácticas políticas indígenas con las teorías ilustradas europeas. La tesis del analisis propuesta por Castro Gomez es que la crítica contemporánea al eurocentrismo, por tanto, requiere reconocer las raíces americanas del republicanismo moderno
Book of Abstracts
The Book of Abstracts of the IV International Congress of Interamericanist Students, titled “Error 404: Democracy Not Found? Political Reconfigurations in the Americas” (Bielefeld University, June 30–July 2, 2025), compiles the academic contributions presented during the three-day event.
It includes theoretical and empirical studies addressing the crises of democracy, political polarization, de-democratization, and migration processes across the Americas. The volume features interdisciplinary works from young scholars and researchers from Latin America and Europe, covering topics such as social movements in Bolivia, the rhetoric of Bolsonaro and Milei, artificial intelligence and democratic participation, gender and populism, and artistic narratives of migration and memory.
The collection reflects a transnational dialogue on the challenges and transformations of democracy in the region, highlighting new perspectives from sociology, literature, political science, and cultural studies
Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA): Beginn eines DFG-geförderten Verbundprojekts
Das DFG-geförderte Verbundprojekt „SeDOA“ (Laufzeit 05.2025 – 04.2028) hat zum Ziel, die Effizienz des Diamond Open Access (DOA) Publizierens in Deutschland durch bessere Koordinierung und Optimierung von dezentralen Dienstleistungen, Bereitstellung zentraler Informationen sowie Innovationen zu steigern. Getragen wird das Vorhaben durch ein Konsortium aus fünfzehn Einrichtungen. Das Projekt wird sich sowohl mit Open-Access-Zeitschriften als auch mit Open-Access-Büchern befassen. Die Ziele, die im Laufe des Projekts erreicht werden sollen, betreffen den Aufbau einer Governance, die Einbindung der Servicestelle sowie der deutschen Communities of Practice in internationale Netzwerke, die Bereitstellung von Publikationsmöglichkeiten an bestehenden DOA-Standorten oder über projektspezifische Dienstleistungen, die Erarbeitung von Leitlinien und Ausrichtung von Workshops sowie die Entwicklung von innovativen Publikationsmodellen. Um die Sichtbarkeit und die Qualität der Metadaten zu erhöhen, wird die Universitätsbibliothek Bielefeld die Diamond-Open-Access-Publikationen in Deutschland kartieren und ein datenbankgestütztes Register einrichten, das auf bestehenden Datenbanken aufbaut. Der Vortrag stellt das Projekt als Ganzes mit Fokus auf das Arbeitspaket der UB Bielefeld vor
Crisis de las organizaciones sociales en Bolivia: entre la persecución, la cooptación y la creación de organizaciones paralelas
Este artículo analiza la crisis actual de las organizaciones sociales en Bolivia. Estas organizaciones, que históricamente tuvieron un rol central en la resistencia a las dictaduras (1964 - 1982) y en la recuperación de la democracia, se encuentran actualmente divididas, debilitadas y/o sujetas a las directrices impartidas por el gobierno. Esto no es casual, sino que responde a una lógica desdemocratizadora llevada adelante por los sucesivos gobiernos del Movimiento al Socialismo (MAS) (2006 - 2019 y 2020 - 2025).
No se ha recurrido a la prohibición de las organizaciones sociales, como se hacía en los tiempos de los mencionadas dictaduras, sino que su debilitamiento ha sido llevado adelante bajo el manto de una apariencia democrática, a través de tres estrategias principales: la cooptación prebendal de dirigencias que muestran afinidad con el gobierno, la persecución judicial de liderazgos no alineados al mismo, y la creación de dirigencias paralelas que dividen y deslegitiman a las estructuras orgánicas de las organizaciones frente a la sociedad, erosionándolas desde dentro. Esto les ha restado autonomía frente al gobierno, así como capacidad de organización, movilización y representación.
La situación de crisis en que los movimientos sociales bolivianos y sus organizaciones representativas se encuentran en la actualidad, dificulta la exigencia efectiva de demandas sectoriales y su articulación, así como la defensa de las instituciones democráticas. Esta desarticulación social y desmovilización política, se ve reflejada con claridad en el contexto de la actual crisis económica boliviana, caracterizada por la escasez de dólares, gasolina y artículos de primera necesidad, pues no parece haber una reacción coordinada frente a esta situación por parte de las organizaciones sociales que antaño hacían tambalearse y caer a los dictadores militares de turno
Forschen mit COLIBRI: Herausforderungen und Potenziale der wissenschaftlichen Erschließung und Analyse einer digitalen Sammlung
Vor vier Jahren startete zum Weltkindertag das DFG-geförderte Digitalisierungsprojekt COLIBRI, bei dem die Universitätsbibliothek Bielefeld federführende Akteurin gewesen ist. Die Aufgabe: Die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur des 19. Jahrhunderts erstens in ihrer thematischen und literarischen Vielfalt in Gänze abzubilden und sie zweitens Forschenden und am Gegenstand Interessierten zugänglich zu machen. Mit annähernd 15.000 Titeln ist COLIBRI nun eine der weltweit größten digitalen Kinderbuchkollektionen und bildet im aktuellen Pilotprojekt „Buchkindheiten digital“ die Datengrundlage für die Betrachtung und Beurteilung des Spiel- und Leseverhaltens von Mädchen und Jungen zwischen 1801 und 1914. Der Fokus liegt dabei auf den Illustrationen der historischen Kinder- und Jugendbücher, die bildanalytisch mit Methoden der Digital Humanities untersucht werden.
Die Präsentation skizziert einerseits die Herausforderungen im Workflow der Forschungsgruppe von der automatischen Bildextraktion über die Szenendetektion mittels verschiedener Vision Language Modelle (VLMs) bis hin zur Übertragung der Ergebnisse in ein Scalable Viewing Verfahren. Sie umreißt andererseits aber auch die Potenziale, die eine Sammlung wie COLIBRI für die digitale (Kinder- und Jugendliteratur-)Forschung bereithält