Open-Access-Transformation und ihre Rückwirkungen auf die Wissenschaftsbewertung – Vorstellung des Projekts ROARA

Abstract

Der Vortrag gibt Einblicke in das Projekt ROARA, gefördert von der Volkswagenstiftung: Publikationen stehen im Zentrum wissenschaftlicher Forschung. Sie ermöglichen es Forschenden, ihre Erkenntnisse zu teilen, sodass andere darauf aufbauen können; zugleich dienen sie als zentrale Maßstäbe zur Bewertung wissenschaftlicher Karrieren. Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften können Einfluss auf Förderentscheidungen, Beförderungen, berufliche Anerkennung und ganze Laufbahnen nehmen. Open-Access-Policies und -Mandate verändern das traditionelle Publikationswesen wesentlich, worauf die akademische Gemeinschaft und die Verlage mit unterschiedlichen Strategien reagieren. Während Verlage zur Gewinnsteigerung neue Geschäftsmodelle entwickeln, bemühen sich Forschende in einer „publish or perish“-Kultur, die Zahl ihrer Veröffentlichungen zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund zielen die jüngsten Forderungen nach einer Reform der Forschungsevaluation darauf ab, wissenschaftliche Qualität über Quantität zu stellen. Konflikte entstehen, wenn wirtschaftliche und wissenschaftliche Orientierungen von Verlagen und Forschenden aufeinandertreffen. Zudem treten fragwürdige Publikationspraktiken vermehrt auf, wenn akademische Karrieren und profitable Geschäftsmodelle im Vordergrund stehen. Das Projekt ROARA analysiert auf Grundlage eines Mixed-Methods-Ansatzes, Forschungsbewertungssysteme im Kontext der jüngsten Open-Access-Policies. Ziel des Projektes ist es, empirische Evidenz hinsichtlich der Kollisionen von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen mit einem Fokus auf die engen Beziehungen zwischen Publikationen und Forschungsevaluation zu liefern. Im Kontext von Open Access werden Veränderungen im Publikationsverhalten auf Forschungsbewertungssysteme untersucht, um mögliche Konflikte und Dysfunktionalitäten zu identifizieren

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Last time updated on 03/11/2025

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