221 research outputs found
Empfehlungen zum Umgang mit dem Wunsch nach SuizidhilfeArbeitsgruppe „Ethik am Lebensende“ in der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM)
Behandlungsbezogene Einstellungen und Behandlungsmotivationbei Patienten zweier komplementärmedizinischer Kliniken
Background: The increasing demand for complementary medicine indicates a change in attitudes regarding treatment understanding. Objectives: To investigate the role of attitudes in treatment motivation. (1) Can the study sample be subdivided into homogenous groups as regards attitudes toward complementary treatment? (2) How do these groups relate to motivational variables? Patients and Methods: Four questionnaires on motivation and attitudes were administered to 203 patients of two clinics for complementary medicine. Results were interpreted following Petry's motivational process model that distinguishes treatment disposition, preparedness for treatment and treatment activity. Results: According to a cluster analysis, 3 patient groups could be identified: `Not- convinced' patients (cluster 1, n = 24) demonstrated little conviction regarding any aspect of complementary treatment. `Convinced' patients (cluster 2, n = 103) showed a high degree of agreement on all three scales, being highest on `Role of patient'. `Partially- convinced' patients (cluster 3, n = 70) also evaluated `Role of patient' highest, but aspects of the `Physician- patient relationship' and the `Treatment method' were only partly regarded as important. In all clusters, the pragmatic motive of treatment acceptance was central for the treatment choice, but was highest in cluster 2. As compared to cluster 1, a complementary treatment understanding was higher in patients of clusters 2 and 3 ( highest in cluster 2). Discussion: Even if the pragmatic treatment motivation was high in all groups, the central role of treatment attitudes in the motivational process could be verified. Despite differing attitude structures, a majority of patients displayed a complementary treatment comprehension
Depressionen im Alter
Zusammenfassung: Depressionen sind im Alter die häufigsten psychischen Erkrankungen. Manche Betroffene hatten schon in früheren Lebensabschnitten depressive Episoden oder andere psychische Erkrankungen. Das psychopathologische Erscheinungsbild unterscheidet sich von dem Jüngerer dahin gehend, dass somatische Beschwerden oder Klagen über kognitive Beeinträchtigungen häufig sind. Bekannte Risikofaktoren für eine Depression im Alter sind (neu auftretende) körperliche Erkrankungen, Schlafstörungen oder Partnerverlust. Depressionen komplizieren den Verlauf komorbider somatischer Erkrankungen. Wesentliche Folge ist eine hohe Suizidalität im Alter. Depressionen sind auch ein Risikofaktor für eine Reihe anderer Störungen, von der Demenz bis hin zur früheren Institutionalisierung. Das Wechselspiel zwischen Depression und Demenz sowie anderen hirnorganischen Erkrankungen ist komplex und noch nicht vollständig verstanden. Die Depression im Alter stellt an das Gesundheitssystem eine Fülle von Herausforderungen. Noch immer wird sie nur selten erkannt. Integrative Behandlungsansätze im Kontext somatischer Erkrankungen bzw. auch in verschiedenen Settings (z. B. Altenheim) gilt es noch zu entwickeln. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen ist zu fordern, die Evidenz für die verschiedenen Behandlungsformen der Depression deutlich zu verbessern. In der Praxis überwiegt - eine häufig inadäquate - Pharmakotherapie. Psychotherapeutische Behandlungsangebote müssen weiterentwickelt und die Zahl entsprechend qualifizierter Therapeuten erhöht werde
Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft : eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit (The fading of the boundaries between work and worker : a subject-orientated interpretation of the change in work)
"The central theme of the article is that the current 'change in the organisation conditions of work' is resulting in the boundaries of the employment relationship becoming more unclear, which also affects the relationship between 'work' and 'life'. Workers affected by this are increasingly being forced to be responsible for structuring their own work and therefore also for the entire organisation of their everyday life. A possible consequence of this in the long-term is also a fading of the boundaries of the social state of worker leading more in the direction of an individualised 'worker-manager', which will have lasting effects on the qualification level and training of workers. The background to the ideas are findings and theses from a sociological research project on the change in the everyday life-style of people in employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Zukunft der Arbeit, Arbeitskraftunternehmer, Arbeitsorganisation - Strukturwandel, Arbeit - Flexibilität, Arbeitszeitflexibilität, Tätigkeitswandel, Alltag - Organisation, Qualifikationswandel, Entgrenzung
Partnerverlust durch Tod: eine Analyse der Situation nach der Verwitwung mit besonderer Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden
In dem vorliegenden Working Paper wird der Versuch unternommen, die spezifische Situation der Verwitwung, d.h. des Partnerverlusts durch Tod, einer Analyse zu unterziehen. Es werden Modelle diskutiert, die sich mit den emotionalen sowie mit den gesundheitlichen Konsequenzen von Verlusterlebnissen auseinandersetzen. Dabei können Depressionsmodelle von Stressmodellen unterschieden werden. Auf einzelne Aspekte der Trauerreaktion (Ablauf, Symptome, Dauer der Trauerphase, Bedeutung der Trauerarbeit) wird gesondert eingegangen. Besondere Berücksichtigung finden Geschlechtsunterschiede bei der Verarbeitung des Partnerverlusts hinsichtlich Mortalität und Morbidität. Das vorliegende Working Paper unternimmt den Versuch, der spezifischen Situation der Verwitwung, d.h. des Partnerverlustes durch Tod, analytisch zu begegnen. Der Text ist in zwei Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt, der den theoretischen Hintergrund bildet, werden zuerst Modelle diskutiert, die sich mit den emotionalen bzw. mit den gesundheitlichen Konsequenzen von Verlusterlebnissen auseinandersetzen. Sodann werden einzelne Aspekte der Trauerreaktion wie der Ablauf in Form von einzelnen Phasen oder die Dauer der Trauerperiode diskutiert. Der zweite Abschnitt wendet sich dann spezifisch der Frage nach Geschlechtsunterschieden bei der Verarbeitung des Partnerverlusts durch Tod zu. Morbidität und Mortalität werden zuerst in Hinblick auf Geschlechtsunterschiede analysiert, im Anschluss daran werden eine Reihe von Erklärungsmodellen für die empirisch gut belegten Geschlechtsdifferenzen angeboten. Eine kurze Diskussion der angesprochenen Faktoren und Ergebnisse schließt die Auseinandersetzung mit diesem Thema ab
Persönliche Bilanzierung der Herausforderungen einer Verwitwung im Zeit- und Geschlechtervergleich
"Bisherige Forschung hat die Verwitwung entweder
primär als soziales oder als individuelles Ereignis
untersucht, selten jedoch wurden beide
Perspektiven verbunden. Zudem ist wenig darüber
bekannt, inwiefern bisherige Forschungsergebnisse
Perioden- oder Kohorteneffekte wiederspiegeln.
In diesem Beitrag wird die persönliche
Bilanzierung nach der Verwitwung älterer
Schweizer Frauen und Männer im Geschlechterund
Zeitvergleich untersucht1.
Die Datenbasis beruht
auf Befragungen von 1.197 verwitweten
Frauen und Männern (Alter: 65-102 Jahre), welche
1979, 1994 und 2011 durchgeführt wurden.
Während sich die wirtschaftlichen und sozialen
Rahmenbedingungen nach einer Verwitwung –
namentlich bei Frauen – im Zeitvergleich verbessert
haben, zeigen sich bezüglich psychischer
Herausforderungen einer Verwitwung keine periodenspezifischen
Veränderungen. Psychisch bleibt
der Partnerverlust auch bei günstigen Sozialbedingungen
ein kritisches Lebensereignis, das individualisiert
bewältigt werden muss." (Autorenreferat)"Research on bereavement has traditionally focussed
on widowhood as either a social or individual
event, but rarely under both perspectives.
Furthermore, little is known whether existing research
results mirror period or cohort effects. The
aim of this article is to investigate constancies and
changes in the retrospective perception of the
challenges of widowhood of elderly women and
men living in different decades in Switzerland.
Data stem from three questionnaire studies with
1.197 widowed men and women (aged 65-102
years) carried out in 1979, 1994, and 2011. Results
reveal that the subjective interpretations mirror
the significant improvement of the economic
and social situation of widowed individuals in
Switzerland over the last decades, particularly for
women. In contrast, no significant time effects
can be observed with regard to the psychological
challenges of marital loss in old age (redefinition
of sense of life, feelings of loneliness). These
findings suggest, that even in good socio-economic
conditions widowhood remains psychologically
a critical life event." (author's abstract
Frauen nach der Verwitwung
Diese Arbeit befasst sich mit Frauen, die den Familienstand „verwitwet“ tragen.
Es werden lediglich Frauen behandelt, da diese aufgrund der höheren Lebenserwartung viel öfter verwitwet sind als Männer und somit noch einmal mit einer Umstellung der gewohnten Lebensverhältnisse konfrontiert werden.
Im theoretischen Teil der Arbeit wird neben der Begriffsklärung erörtert, welche Rolle einer verwitweten Frau zugeschrieben wird. Das Bestreiten der neuen Rolle – von der Ehefrau zur Witwe – und die Erwartungshaltung an eine Witwe sind auch heute noch sehr stark vom religiösen Glauben geprägt. Inwieweit die verwitwete Frau den Tod des Partners verkraftet und ob die Witwenschaft direkt in eine soziale Isolation mündet, ist das Hauptthema dieser Arbeit.
Ob Witwenschaft und soziale Isolation Hand in Hand gehen wird anhand von verschiedensten Faktoren untersucht. Faktoren, die gegen eine soziale Isolation nach der Verwitwung wirken, sind der Bildungsabschluss der Frau und das Alter der Frau bei der Verwitwung. Das Hauptaugenmerk gilt den sozialen Netzwerken. Es sind vor allem diese Netzwerke, die eine verwitwete Frau vor dem Rückzug aus der Gesellschaft bewahren können. Kontakte die man zu Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn auch vor dem Tod des Mannes gepflegt hat, können als eine der besten Vorsorge gegen eine soziale Isolation angesehen werden. Durch diese familiären und außerfamiliären Kontakte bleibt die Witwe aktiv am Leben beteiligt. Der empirische Teil dieser Arbeit untersucht genau diese Faktoren und ihren in der Theorie erarbeiteten Zusammenhang mit sozialer Isolation. Die aufgestellten Hypothesen werden mittels dem Datensatz des Deutschen Alterssurvey 2002 einer empirischen Prüfung unterzogen
Forschungsdossier Verwitwung im Alter - im Längsschnitt (2012 - 2014)
Verwitwung bzw. der Tod des Partners oder der Partnerin stellt im höheren Lebensalter ein zentrales lebenskritisches Ereignis dar, durch welches es zu Veränderungen in der finanziellen und gesundheitlichen Lage sowie der sozialen Partizipation und Lebenszufriedenheit kommen kann. Der Partnerverlust bedeutet oft das Ende einer langjährigen Partnerbeziehung, wobei sich die zurückbleibende Partnerin oder der zurückbleibende Partner mit dem Schluss einer engen und intimen Lebensgemeinschaft und einer persönlichen Neuorientierung auseinandersetzen muss (vgl. Höpflinger, Spahni & Perrig-Chiello, 2013; Perrig-Chiello, Spahni, Höpflinger & Carr, 2015).
Der aktuelle sozialwissenschaftliche Forschungsstand zeigt widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich der Dauer des Adaptationsprozesses an die Folgen der Verwitwung sowie in Bezug auf die Frage, ob das psychische Wohlbefinden der Verwitweten über die Zeit wiederum zum Ursprungswert vor dem Verlust zurückkehrt (Clark et al., 2008; Itzhar-Nabarro & Smoski, 2012, Koren & Lowenstein, 2008). Verschiedene Faktoren können die Bewältigung einer Verwitwung beeinflussen, dazu gehören beispielsweise das Alter, die Gesundheit aber auch die Persönlichkeit der verwitweten Person, ferner die erfahrene soziale Unterstützung und schliesslich die Ehedauer, die seit dem Partnerverlust verstrichene Zeit oder die Vorhersehbarkeit des Todes des Partners oder der Partnerin. Diese modifizierenden Faktoren wurden jedoch in der bisherigen Forschung oft nur einzeln oder in Querschnittanalysen untersucht, zudem wurde oft auf eine Vergleichsstichprobe von langjährig verheirateten Partnern, welche diese einschneidende Transition noch nicht erlebt hatten, verzichtet. Diese Forschungslücken werden im Projekt „Vulnerabilität und Wachstum nach dem Verlust des Lebenspartners / der Lebenspartnerin in der zweiten Lebenshälfte“ genauer unter die Lupe genommen. Das vorliegende Forschungsdossier „Verwitwung im Alter im Längsschnitt“ führt das erste Forschungsdossier mit Daten aus einer Befragung von 2012 weiter, welches unter dem Titel „Verwitwung im Alter“ (Perrig-Chiello, Spahni, Margelisch & Knöpfli, 2013) erschienen ist. In einem nächsten Abschnitt wird das IP12Forschungsprojekt kurz vorgestellt
Bewältigungsprozess nach dem Partnerverlust im höheren Alter : Wie können Spitex-Pflegende den Bewältigungsprozess nach dem Verlust des Partners bei ambulanten älteren Patienten unterstützen?
Der Anstieg der Lebenserwartung bedeutet, dass der Verlust des Partners vorwiegend im höheren Alter zu erwarten ist. Obwohl die Mehrzahl der Verwitweten ihre Trauer schnell in das neue Leben ohne die verlorene Person integriert, gibt es eine kleine Anzahl von Menschen, deren Leiden viele Jahre dauert. Die Betreuung dieser Patientengruppe ist im ambulanten Setting unzureichend. Daraus resultiert folgende Fragestellung: Wie können Spitex-Pflegende den Bewältigungsprozess nach dem Verlust des Partners bei ambulanten älteren Patienten unterstützen? Das Ziel der Arbeit ist, eine zusammenfassende Auflistung der durch Literaturrecherchen ermittelten Interventionen und Empfehlungen für die Spitex-Praxis zu erstellen. Um das genannte Ziel zu erreichen, wurde eine systematisierte Literaturrecherche in den pflegerelevanten Datenbanken CINAHL, Cochrane, Medline und PsychInfo durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Aufrechterhalten von ausserfamiliären Sozialbeziehungen zu Freunden sowie in Vereinen und Selbsthilfegruppen, die Förderung von individuellen Coping-Strategien, die Anerkennung für das Empfundene und die Förderung der Gesundheit, Ansätze zur Unterstützung dieser Patientengruppe im ambulanten Setting sind.
Das verdeutlicht zugleich, dass die Umsetzung der Ergebnisse in die Spitex-Praxis ein vertieftes Fachwissen zum Verstehen der seelischen, körperlichen, verhaltensbezogenen und sozialen Konsequenzen des Partnerverlusts im hohen Alter erfordert
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