288 research outputs found

    Kreuzotterbeobachtung im Klippengebiet am Ottofels bei Wernigerode

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    Die Kreuzotter gilt mit 70 Funddaten in den Jahren 1990 bis 2000 als die seltenste Schlangenart in Sachsen- Anhalt. Als relativ kälteresistente Art, die auch Gebiete mit höheren Temperaturschwankungen toleriert, ist die Kreuzotter im Harz ab 300 m ü. NN zu finden (Meyer et al. 2004). Obwohl 67,2 % der aktuellen Kreuzotternachweise aus dem Land Sachsen-Anhalt den Harz betreffen, sind die Kenntnisse über das Vorkommen und die Stetigkeit der Kreuzotter im Harz noch sehr lückenhaft

    Qualitätsmanagement und Evaluierung von Biosphärenreservaten als wissenschaftliche und politische Herausforderung

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    Biosphärenreservate wurden als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung definiert. In diesen Regionen soll ein verändertes Mensch-Natur-Verhältnis erprobt, gelernt und weiterentwickelt werden. Ausgelöst wurde die Biosphärenreservats-Strategie durch die Erkenntnis eines gestörten Mensch-Natur-Verhältnisses in den 70er Jahren. Die Biosphärenreservats- Konzeption fügt sich ein in den modernen Fortschrittsglauben der Wissenschaften. Nach nun fast 35 Jahren Forschungsarbeiten im MAB-Programm und nach knapp 25 Jahren Biosphärenreservatsstrategie muss ein international vereinbartes Evaluierungskonzept erarbeitet und zur vergleichenden Bewertung von Biosphärenreservaten angewandt werden. Der Ansatz des „Biosphere Reserve Integrated Monitoring BRIM“ könnte die Basis für ein solches Evaluierungskonzept werden. Die Unterschiedlichkeit in den Ausgangsbedingungen einzelner Biosphärenreservate wurde an den Beispielen Biosphärenreservat Rhön und Biosphärenreservat Sierra del Rosario (Kuba) skizziert. Es wird angeregt, ausgehend von der BRIM-Konzeption, ein internationales Evaluierungsprojekt über den bisherigen Ansatz hinaus auszuarbeiten und durchzuführen

    Der Verlust an Brutvogelarten im Zeitraum 1900-1983 am Beispiel des Altkreises Hümmling (Niedersachsen)

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    Im Altkreis Hümmling (Niedersachsen, BRD) verschwanden in der Zeit zwischen 1900 und 1983 13 Vogelarten als Brutvögel und treten jetzt allenfalls noch als Durchzügler auf. Von diesen sind mindestens 10 an Feuchtgebiete gebunden. Infolge wirtschaftlicher Entwicklung verringerte sich das Angebot an Feuchtgebieten im Berichtszeitraum um mindestens 90 %, was auch in anderen Gebieten zu faunistischen Veränderungen geführt haben dürfte.For the Hümmling region (Lower Saxony, West Germany), 13 breeding bird species disappeared between 1900 and 1983 and are now exclusively seen as passage migrants. 10 of these are wetland species. During the period of time covered wetland has been reduced by at least 90 %. This might have led to a reduction of breeding bird species also in other region

    Soziale Sicherung in Österreich: Zwischen Kontinuität und radikaler Neujustierung?

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    Der österreichische Sozialstaat weist ebenso wie der deutsche im 20. Jahrhundert ungeachtet des beträchtlichen Wandels seiner personalen und sachlichen Reichweite eine beachtliche Kontinuität seiner zentralen Gestaltungsprinzipien, Strukturen und Institutionen auf. In beiden Ländern ist die Entwicklung in den Nachkriegsjahrzehnten durch eine beträchtliche Ausdifferenzierung und Expansion sozialstaatlicher Leistungen gekennzeichnet. Der Wandel erfolgte evolutionär, was heißt, dass er sich im Rahmen des Typus 'Sozialversicherungsstaat' bewegte. Gilt dies auch für den Entwicklungsprozeß nach dem 'Ende des goldenen Zeitalters des Sozialstaates'? In Deutschland zeichnet sich ein sozialpolitischer Kurswechsel in Ansätzen bereits Mitte der 70er Jahre, mehr noch seit Beginn der 80er Jahre ab. Über dessen Stellenwert und seine Reichweite gibt es in der deutschen Wohlfahrtsstaatsforschung divergierende Einschätzungen - reichend von Konsolidierung und Anpassung bis hin zu einem qualitativen Wandel oder einer radikalen, normativen und funktionalen Neujustierung. Im Vergleich dazu erfolgte der Veränderungsprozeß in Österreich zeitversetzt. Wenn auch keineswegs erst durch die neue Kräftekonstellation, eine Regierung zwischen ÖVP und FPÖ seit 2000, ausgelöst, so hat diese den sozialpolitischen Wandel mit einem breit angelegten Kürzungsprogramm nicht nur verstärkt. Perspektivisch verfolgt diese Regierung Optionen, die unverkennbar eine inhaltliche Neujustierung des österreichischen Sozialstaates, insbesondere seiner Zielrichtung, beinhalten. Die Wege beider Länder weisen offenkundig auch in der rezenten Entwicklung merkbare Ähnlichkeiten auf. -- Despite a remarkable change in coverage and generosity the Austrian as well as the German welfare state is remarkably continuous in its fundamental principles, structures, and institutions. In both countries, development was marked by considerable differentiation and by an expansion of welfare state benefits. Does this also hold for the developmental process after the 'end of the welfare state's golden age'? In Germany, change in social policy starts in the mid-1970s, is but really taken firm grasp in the 1980s. German welfare state researchers see the importance and scope of this change differently - from consolidation and adaptation to a qualitative change or a radical, normative and functional re-adjustment in the sense of retrenchment. In Austria, this process began later. It is not only caused by a new constellation in government -the ÖVP governing with the FPÖ - since 2000. But this new political constellation reinforces the ongoing endogenously and exogenously induced changes in social policy. In the long run the new government pursues options including a large-scale re-adjustment of the Austrian welfare state in substance and target area. The development in both countries shows remarkable similarities.

    Tropenwaldmanagement: Ein Balanceakt zwischen Schutz und Raubbau

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    Gegenwärtig ist eine exzessive Inanspruchnahme der Tropenwälder durch die Land- und Forstwirtschaft zu beobachten, die auf eine Kombination aus Marktversagen und Politikversagen zurückzuführen ist. Dadurch werden wichtige ökologische Funktionen der Tropenwälder gefährdet. So beherbergen die tropischen Wälder mehr als 50 vH aller bekannten Tier- und Pflanzenarten, und die Tropenwaldrodung ist zu etwa 20 vH an den weltweiten CO2- Emissionen beteiligt. i Das Marktversagen auf lokaler Ebene läßt sich zu einem erheblichen Teil durch Reformen der Eigentumsrechte korrigieren. Beispielsweise müßte sich die Konzessionsdauer für den Holzeinschlag stärker an der Regenerationszeit der Baumbestände orientieren, um ein Eigeninteresse der Konzessionäre an einer nachhaltigeren Forstwirtschaft zu wecken. Ver- - bleibende Verzerrungen können durch Preisanreize, wie z.B. Ressourcennutzungssteuern, oder die Festlegung von Nutzungsobergrenzen beseitigt werden. , Dabei sind jedoch zumindest kurzfristig gesamtwirtschaftliche Verluste unvermeidbar, weil sich die ökologischen Effekte einer eingeschränkten Tropenwaldnutzung erst langfristig auch in ökonomischen Größen wie der Bodenproduktivität niederschlagen. Zu diesen Verlusten muß es dagegen nicht kommen, wenn das in fast allen Tropenländern anzutreffende Politikversagen im Tropenwaldmanagement beseitigt wird. Prominente Beispiele für Staatseingriffe, die den Raubbau durch Land- und Forstwirtschaft begünstigen und gleichzeitig der Volkswirtschaft schaden, sind die weit verbreiteten Exportrestriktionen für unverarbeitetes Tropenholz und die staatlich geförderte Ansiedlung von Landwirten in den Tropenwaldregionen Brasiliens und Indonesiens. , Allgemeine wirtschaftspolitische Reformen, wie z.B. die Liberalisierung der Agrarmärkte und der Abbau von Handelsbeschränkungen, können mit einer stärkeren Tropenwaldnutzung einhergehen, als es dauerhaft tragbar ist. Dies bedeutet jedoch nicht, daß auf derartige Reformen verzichtet werden sollte. Den möglichen negativen Folgen für die Umwelt sollten die Tropenländer mit den mikroökonomischen Maßnahmen begegnen, die an der Korrektur des lokalen Markt- und Politikversagens ansetzen. . Aktivitäten zur Vermeidung globalen Marktversagens müssen von den Industrieländern ausgehen. Zur Unterstützung lokaler Schutzmaßnahmen für den Tropenwald und als Kompensation für die Bereitstellung der globalen Umweltgüter „Klimaschutz" und „Artenvielfalt" sind Kompensationszahlungen oder Realtransfers sinnvoll, die eine Beteiligung der Industrieländer an den Kosten des Tropenwaldschutzes bewirken. Maßnahmen, die am Holzhandel oder dem Abbau der Auslandsverschuldung ansetzen, können dagegen die globalen Funktionen der Wälder nicht hinreichend schützen, da die wichtigsten Ursachen der Regenwaldvernichtung nicht berücksichtigt werden

    Die Entwicklung des Naturschutzes in Sachsen-Anhalt

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    Am 22.10.1906 wurde mit der Gründung der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen unter Leitung von Hugo Conwentz eine erste staatliche Einrichtung geschaffen, die sich ausschließlich dem Naturschutz widmete. Dieses Jubiläum war bundesweit der Anlass zu einem Rückblick auf die Entwicklung des Naturschutzes in Deutschland, der schon im ausgehenden 19. Jahrhundert als bürgerliche Zivilisationskritik Beachtung fand, aber ab diesem Zeitpunkt in staatlicher Verantwortung stand

    Holzarbeit im Niederösterreichischen Voralpenraum

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    Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Alltagsleben der ehemaligen Holzknechte aus heutiger Sicht. Dabei werden moderne Gerätschaften und neue Arbeitsmethoden in den Vordergrund der Betrachtungen gerückt. Die ehemals harte körperliche Arbeit der naturverbundenen Holzknechte wird gegenwärtig überwiegend durch den Einsatz vollmechanisierter Holzernte- und Holzbringungsgeräte ersetzt. Die Beschreibung von Innovation und Wandel innerhalb der Holzarbeit seit dem Erscheinen der Monographie von Günter Richter: „Der Holzknecht in Niederösterreich“ ist Hauptanliegen dieser Diplomarbeit. Der „Forst(fach)arbeiter“, als in direkter Nachfolgerschaft zum Holzknecht stehende Person, hat in der Zwischenzeit ein weit umfassendes Tätigkeitsfeld als beruflichen Inhalt seiner Arbeit gefunden. Sein Arbeitseinsatz beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf das Fällen von Bäumen; Verwendungsmöglichkeiten bei der forstlichen Kulturbegründung, der Bestandsicherung und bei der Erschließung des Waldes als Erholungsraum sind nur Teilbereiche bereits geübten Wirkens dieser Berufsgruppe. Denkbare Weiterentwicklungen dieses Berufs in zukünftiger Zeit haben nahezu keine Grenzen

    Anspruchslohn und Arbeitslosigkeit in Deutschland (Reservation wage and unemployment in Germany)

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    For the integration of unemployed persons into the first labour market, the reservation wage of the unemployed plays an important role. It is the wage level from which the unemployed person is prepared to accept a job offer. The paper examines the level and the determinants of reservation wages ascertained in the socio-economic panel (GSOEP 2000). Reservation wages in Germany are on average above wages before unemployment and very high in international comparison. It seems that unemployed take their last wage rate before unemployment as a guideline and reduce wage demands only slightly with longer unemployment. Unemployed people with low incomes before unemployment show a clearly higher relative reservation wage than unemployed people with a high former income - due to the small wage gap by the relatively high transfer incomes. Individual personal characteristics are most important, not macro-economic factors of influence. (IAB2)Arbeitslose - Einstellungen, Lohnanspruch, Einkommenserwartung - Determinanten, Arbeitslosigkeitsdauer
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