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    Ferkelverluste verringern: Auswirkungen einer verlängerten Säugezeit auf die Konstitution der Aufzuchtferkel

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    Auf Grund der Vorgaben der EU-Öko-Verordnung werden Ferkel in der ökologischen Ferkelerzeugung in der Regel mit 6 Wochen abgesetzt. Dies geht in vielen Fällen mit einem verminderten Gesundheits- und Leistungsstatus einher, da sich zu diesem Zeitpunkt Ferkel in einer äußerst sensiblen physiologischen Phase befinden. Im vorliegenden Versuch sollte überprüft werden, ob die durch einen späteren Absetzzeitpunkt älteren Ferkel den Belastungen rund um das Absetzen besser gewachsen sind, und sich durch bessere produktionstechnisch-biologische Leistungen (Modul 1) sowie einen besseren Immunstatus (Modul 2) auszeichnen. Dazu wurden auf dem Versuchsbetrieb Wulmenau des Instituts für ökologischen Landbau 36 Sauen auf 2 Verfahren (Kontrolle: 42 Tage Säugezeit; Versuch: 63 Tage Säugezeit) mit je 18 Tieren aufgeteilt. Der dritte und letzte Durchgang endete im Sommer 2007. Im Modul 1 wurden insgesamt 3 Wurfnummern mit 108 Würfen von 36 Sauen mit zusammen mehr als 1400 Ferkeln ausgewertet. Es zeigte sich, dass die länger gesäugten Ferkel signifikant bessere produktionstechnische Leistungsdaten und signifikant verringerte Behandlungsinzidenzen aufwiesen, die Abgangsraten sich aber nicht statistisch gesichert unterschieden. Auf die Kondition der Sauen und den Zustand der Gesäugeleiste hatte die verlängerte Säugezeit keinerlei negative Auswirkungen. Das Modul 2 umfasste die Wurfnum-mern 2 und 3 mit 72 Würfen von 36 Sauen mit einer Stichprobe von 576 Ferkeln (8 Ferkel/Wurf). Es wurden die Ferkel zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit einem ihnen „bekannten“ Antigen (durch Muttertier-Vakzinierung und passiven Transfer über die Sauenmilch) und mit einem ihnen „unbekannten“ Antigen vakziniert. Im Plasma wurden mittels ELISA die Konzentration von Immunglobulin G (IgG) sowie die antigenspezifischen IgG-Antikörper gemessen. Die Untersuchungen des Moduls 2 ergaben keinen besseren Immunstatus für die später abgesetzten Ferkel. Trotzdem erscheint eine Verlängerung der Säugezeit über die Mindestvorgabe von 40 Tagen hinaus empfehlenswert

    Erprobung/Untersuchung von Fütterungsstrategien bei Sauen und Ferkeln mit Inulineinsatz, sowie getoasteten bzw. extrudierten Ackerbohnen in der Ferkelaufzucht

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    Ziel des Projektes war, bei ökologisch gehaltenen Sauen und Ferkeln den Einfluss unterschiedlicher Fütterungsstrategien auf Gesundheit und Wachstumsleistungen der Tiere zu prüfen. Ein vorrangiges Interesse bestand darin festzustellen, ob durch eine Zulage von Inulin in Form von 1,5 kg Chicoreepulver je Tonne Futtert bzw. 3,0 kg Topinamburmehl je Tonne Futter zum Trage- und Säugefutter der Sauen positive Einflüsse auf biologische Leistungen der Sauen und auf die Vitalität und Leistung der Ferkel, bereits während der Säugephase zu verzeichnen sind. Ein abschießender Vergleich der so gefütterten Sauen und Ferkel zeigt an, dass durch Inulinzulagen zum Trage- und Säugefutter die Sauenfruchtbarkeitsleistungen positiv unterstützt und die Vitalität der Saugferkel gesteigert werden konnten. Diese Erkenntnisse können als empfehlende Hinweise an sauenhaltende Ökobetriebe weiter gegeben werden. Weiterhin sollte bei Aufzuchtferkeln geprüft werden, ob durch ein Extrudieren gegenüber dem Toasten von Ackerbohnen (AB) ein deutlich messbarer Stärke- und Aufschlussgrad erreicht werden kann und daraus wiederum ein positiver Effekt auf Fitness und Leistung der Ferkel ausgeübt wird. Es konnte festgestellt werden, dass extrudierte AB in den Ferkelaufzuchtfuttern, gegenüber den getoastete AB, zu keiner weiteren Leistungssteigerung der Ferkel führte. Es zeigte sich vielmehr die Überlegenheit der Ferkel der getoasteten ABGruppe, die signifikant höhere täglichen Zunahmen von 23 g im Vergleich zur extrudierten AB-Gruppe erzielten. Der Öko-Verbraucher fordert vom Fleischerzeuger ein „besonderes Fleisch“. Sein Wunsch geht dahin, dass der Medikamenteneinsatz bei Tieren reduziert werden soll. Diese Forderung kann jedoch nur durch entsprechende aufwendige Haltung und Futterkonzepte entsprochen werden. Erfahrungsberichte zeigen, dass auf Basis sehr hochwertiger Einzelkomponenten bzw. Futterkonzepte der Gesundheitsstatus der Tiere unterstützt werden kann und deutlich erkennbare Leistungsverbesserungen erreicht werden können. Auf Grund höherer Futterpreise für die Futtermischungen mit hochwertigen Einzelkomponenten resultieren jedoch auch höhere Gesamtfutterkosten, die in diesem Teilprojekt um etwa 66,00 € je sau/Jahr durch den Inulineinsatz höher lagen und durch Mehrerlös von 3,3 €/Ferkel oder durch 4,4 Cent Mehrerlös je kg Schlachtgewicht ausgeglichen werden müssten

    Optimierung der Haltungsbedingungen von Aufzuchtferkeln im Liegebereich

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    Ziel der Untersuchung war es, auf ökologischen Ferkelerzeugungsbetrieben die gegebenen Verhältnisse hinsichtlich Temperatur und Liegeverhalten der Ferkel zu erfassen und einfache, kostengünstige Verbesserungsmöglichkeiten zu testen. Als Erfolgsparameter wurden sowohl die Temperaturdaten, als auch (als ethologisches Kriterium) das Liegeverhalten der Ferkel gewählt. Von 2007 bis 2010 wurden auf 16 Praxisbetrieben im Winter sowie in der Übergangsjahreszeit mehrtägige Videobeobachtungen und Temperaturmessungen durchgeführt. Aufgenommen wurden jeweils der Status quo sowie die Effekte zweier, bzw. dreier verschiedener Verbesserungsmaßnahmen im Liegebereich (je 24h Aufzeichnung). Die Maßnahmen waren, je nach vorgefundener Buchtengestaltung, das Abdichten gegen Zugluft und Schwarzlicht-Wärmestrahler, Gummimatte als Bodenbelag oder Installieren eines Kleinklimabereichs mit einer dreiseitig geschlossenen Ruhekiste. Auf 2 Betrieben mit Bettenställen wurden zudem elektrisch betriebene Heizplatten als Bodenbelag für 24 h eingebracht. Temperaturen wurden im Außenbereich, im Stall und im Liegebereich der Ferkel mittels Datenlogger erfasst. Die Ergebnisse in der Beurteilung der Liegepositionen und den Veränderungen durch die Verbesserungsmaßnahmen wurden u.a. in den Kategorien „gut“ ( 60% Haufenlage) dargestellt. Deutliche Mängel treten bei den Ist -Situationen bei Winterbeobachtungen auf: „Schlechte“ Liegepositionen zu 55,2 %, bei nur 21,6 % „guten“ Liegepositionen. In der Übergangszeit wurden 47,0 % „schlechte“ und 32,4 % „gute“ Liegepositionen festgestellt. Damit waren die vorgefunden Haltungsbedingungen im Liegebereich der Ferkel zumeist ungenügend. Die durchgeführten Verbesserungsmaßnahmen resultierten zur Übergangszeit in deutlicheren Verbesserungen (höhere Temperaturen, weniger Haufenlage bei gleichzeitig mehr erwünschter Parallellage der Ferkel) als im Winter, wo keine angemessene Verbesserung des Liegeverhaltens erreicht wurde. Mit den angewendeten, kostengünstigen Maßnahmen konnten zwar erhebliche Verbesserungen erzielt werden, im Winter konnten jedoch nicht immer die angestrebten 20°C im Liegebereich, bzw. ein weitgehendes Ruhen in entspannter Parallellage erreicht werden

    v. 82, issue 15, March 5, 2015

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    Einzel- versus 3er-Gruppensäugen in der ökologischen Sauenhaltung: Betrachtung von Verhalten und Leistung

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    Ein Vergleich zwischen jeweilis 54 Würfen im Einzelsäugen sowie 14 Tage nach der Geburt zu dreien gruppierten Sauen mit ihren Ferkeln zeigte vom 14. bis 63. Lebenstag der Ferkel, dass trotz erhöhter Unruhe, agonistischen Verhaltens und daraus resultierender signifikanter Verhaltensanpassung der Sauen im Gruppensäugen bei der Lebendmassenentwicklung sowie den Krankheits- und Verlustraten der Ferkel kein Unterschied zwischen den beiden Haltungsverfahren bestand. Es wird daraus geschlussfolgert, dass aus biologischer Sicht nichts gegen die Etablierung des 3-er-Gruppensäugens spricht

    natural swine health

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    guide to keeping your pigs healthy with herbs and other natural product

    Beifütterung von Ferkeln in freien Haltungssystemen

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    The digestive capacity of a piglet and the enzyme activity in the first weeks are aimed corresponding to the piglets requirements. Early provision of creep feed is necessary. The aim of the project was to study the feeding behaviour of piglets and sows during lactation in three different housing systems. In total data of 93 litters and 917 piglets were evaluated. The sows farrowed in either the Welser pen or the WelCon pen. They either remained in these systems until the end of lactation, or changed after 14 days to a multi-suckling system. The sows were fed ad libitum. Feed consumption was recorded weekly. The creep feeding started when piglet´s age reached 17 days on average. The feed supply for the piglets was dry and on the ground. Weight gain and feed consumption of piglets and sows were examined. In order to determine the length of stay of piglets and sows at the feeding place, video observation were performed. Only in the last suckling week the feed consumption of the piglets increased. Significant differences between the Welser pen, WelCon pen and multi-suckling system were found

    Untersuchungen zur postkolostralen Immunglobulin-G-Versorgung neugeborener Saugferkel mittels unterschiedlicher ELISA-Nachweissysteme

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    Gegenstand und Ziel: Überprüft werden sollte die Anwenderfreundlichkeit, Praxistauglichkeit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Colostrum Quality Counter (CQC), einer neuen Untersuchungsmethode für die postkolostrale Immunglobulin-G-(IgG-)Versorgung beim Saugferkel. Material und Methode: Blutproben von insgesamt 219 Saugferkeln aus vier Betrieben wurden mit drei verschiedenen ELISA-Testsystemen auf ihre IgG-Konzentrationen untersucht. Bei 30 Saugferkeln wurden darüber hinaus die IgG-Konzentrationen aus zentralvenös und peripher entnommenem Blut mit zwei Testsystemen bestimmt und verglichen. Zum Einsatz kamen der Colostrum Quality Counter (CQC, FarmulaONE, NL-Best), der interne IgG-ELISA des eigenen Lehrstuhls (MUC) und ein kommerziell erhältlicher IgG-ELISA (NAT; NatuTec, Frankfurt/Main). Ergebnisse: Die Einzelwerte aller drei Tests wichen deutlich voneinander ab, wobei MUC und NAT deutlich höhere Korrelationen zueinander aufwiesen als zum CQC. Die Messwerte des CQC lagen insgesamt deutlich höher und wiesen eine wesentlich größere Streuung auf. Die aus zentralvenösem und peripherem Blut ermittelten Messwerte differierten nicht signifikant. Klinische Relevanz: Der CQC ermöglicht eine einfache Probennahme auch bei größeren Strichprobenzahlen. Die Ergebnisse waren individuell sehr unterschiedlich mit einigen ungewöhnlich hohen Werten. MUC und NAT lieferten miteinander vergleichbare Messresultate und die bestimmten IgG-Konzentrationen waren signifikant zueinander korreliert

    Verhalten und Wachstum von Ferkeln nach der Kastration unter Injektions- oder Inhalationsnarkose

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    In German organic agriculture, general anaesthesia of male piglets before castration is commonly performed by injection of ketamine and azaperone, plus application of the analgesic meloxicam. Inhalation anaesthesia with isoflurane (plus meloxicam) is an alternative with a shorter recovery phase and widely used in Switzerland, but requires reclassification for pigs on a case to case basis in Germany. In order to provide data on piglets´ behavior after castration and potential long-term effects on growth until weaning, a trial under practical conditions on an experimental farm was conducted. Body weight development until weaning was not affected by the method of anaesthesia. However, piglets anaesthetised with injection showed significantly more motoric anomalies and were in danger of being crushed more frequently during the first eight hours after castration. We conclude that piglets recover faster after inhalation anaesthesia, therefore the approval and use of isoflurane can be recommended
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