Die vorliegende Publikation setzt sich mit der Frage auseinander, welche Strukturen und Mechanismen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hochwasserschutz der Grenzregion der ‚Großregion‘ prägen und wie deren Wirksamkeit aus einer saarländischen Perspektive bewertet werden kann. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland. Die dargestellten Ergebnisse basieren auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die durch Interviews mit Expertinnen und Experten und teilnehmende Beobachtungen ergänzt wurden, um einen Einblick in die Praxis der Zusammenarbeit im Hochwasserschutz zu erhalten. Die empirische Analyse zeigt, dass bereits strukturierte Netzwerke im grenzüberschreitenden Hochwasserschutz existieren und die vorhandenen Institutionen eine wichtige Rolle spielen. Trotz dieser etablierten Strukturen offenbaren sich Hürden, insbesondere durch unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen und Sprachbarrieren. Es wird deutlich, dass die Kooperation in besonderer Weise von der Eigeninitiative von Akteuren und dem Aufbau informeller Netzwerke geprägt ist. Die Strukturen und Mechanismen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Hochwasserschutz können aus einer saarländischen Perspektive heraus als wirksam und funktionierend beschrieben werden. Jedoch bestehen gleichzeitig Herausforderungen, die nur durch weitere gemeinsame Herangehensweisen überbrückt werden können
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