Rechtshistorische Perspektiven zur Mediation

Abstract

Die Diplomarbeit untersucht die historische Entwicklung der Mediation im außergerichtlichen Verfahren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Vermittlungspraktiken von frühen Gesellschaften bis hin zu modernen Mediationsverfahren entwickelt haben. Zunächst werden traditionelle Konfliktlösungen in Stammesgesellschaften betrachtet, bei denen Ältestenräte oder Stammesführer als Vermittler fungierten. Besonderes Augenmerk liegt auf Jäger- und Sammlergesellschaften sowie auf ritualisierten Konfliktlösungen in segmentären Gesellschaften, um deren Einfluss auf die spätere Mediation zu verdeutlichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Dorfrichter in Gößl, ergänzt durch ein Interview mit Bürgermeister Franz Steinegger. Dabei werden Struktur, Aufgaben, Entscheidungsprozesse und die kulturelle Bedeutung der Dorfrichter analysiert. Auf dieser Basis wird die Entwicklung der Mediation im außergerichtlichen Verfahren nachgezeichnet, mit einem Fokus auf Einsatzbereiche im Familienrecht, insbesondere bei Scheidungen. Die Arbeit zeigt, dass historische Vermittlungsformen bis heute prägend sind und dass außergerichtliche Verfahren besonders in sensiblen Bereichen praktische und nachhaltige Lösungen bieten.eingereicht von Isabel ThalhammerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 65-67Diplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2026Abstract in deutscher und englischer Sprach

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This paper was published in eplus (Univ. of Salzburg).

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