Universität Bielefeld - Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg & Bielefeld School of Education
Doi
Abstract
Der Beitrag untersucht die Bedingungen, Perspektiven und Herausforderungen demokratischer Subjektbildung. Dabei werden Überlegungen zu einer Theorie radikaler Demokratie herangezogen, die unsere Gegenwartsgesellschaften als kontingente, demnach historisch gewordene und wandelbare Entitäten verstehen. Diese können einerseits demokratischen Praktiken Raum bieten, sind aber andererseits auch mit essentialistischen und autoritären Versuchen der Kontingenzabwehr konfrontiert. Subjekte werden nicht als gegebene Größen vorausgesetzt, sondern es wird untersucht, wie diese durch Subjektivationsprozesse konstituiert werden. Politische Subjektbildung im weiteren und demokratische Subjektbildung im engeren Sinne bewegen sich in dem damit umrissenen Spannungsfeld. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der Frage, ob und, wenn ja, wie Subjekte, die in diskursiven Ordnungen subjektiviert werden, politische Handlungsfähigkeit erlangen können
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