Perspektiven von Menschen mit Rassismuserfahrungen auf den NSU-Komplex

Abstract

Der NSU-Komplex beschränkt sich nicht nur auf die Täter:innen und ihr Helfer:innennetzwerk, die in der deutschen Nachkriegsgesellschaft eine beispiellose rassistische, rechtsextrem motivierte Mordserie verübt haben. Er verdeutlicht darüber hinaus die Verschränkung rassistischer Gesellschaftsverhältnisse, die sich im (rassistischen) Agieren der Sicherheitsbehörden, der Medien und der Dominanzgesellschaft im Umgang mit den Taten gezeigt hat. Das Working Paper widmet sich daher explizit den Perspektiven von Menschen mit Rassismuserfahrungen auf den NSU-Komplex, um bestehende Forschungslücken zu füllen und anhand einer qualitativen Forschung herauszufinden, welche Bedeutung der NSU-Komplex für sie konkret hat, wie er auf sie persönlich und im Verhältnis zu Staat und Gesellschaft wirkt, und wie sie ihn darin verorten. Für (potenziell) Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt reiht sich der NSU-Komplex in ein Kontinuum der Unsicherheit ein, das sich von den Pogromen und Brandanschlägen der 1980er/90er Jahre bis zu den Anschlägen in Halle und Hanau sowie deren Folgen zieht und bis heute weiterwirkt

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Last time updated on 12/09/2025

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