Im Rahmen der 3. Suttner Vorlesung wird Dr.in Laura Wiesböck einen Einblick in die ambivalenten Auswirkungen der Verbreitung einer „psychotherapeutischen Kultur“ über digitale Kanäle geben.
Sie stellt die Frage, warum hinderliche Gefühlslagen und Handlungsweisen gegenwärtig primär in pathologisierter Form anerkannt und ausgelebt werden und welche gesellschaftlichen Umstände und Akteur*innen dafür förderlich sind, dass Fragen zur emotionalen Ausgeglichenheit und Funktionalität immer mehr zu Fragen von Gesundheit oder Krankheit werden. Besonders auf die Problematik der Verbreitung amerikanischer Gesundheitsdiskurse zu „Mental Health“ und „Selfcare“ weist sie hin, da diese neoliberale Vorstellungen von radikaler Individualisierung, Wettbewerbsorientierung und Konsumzentrierung verstärken können
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