Die vorgelegte Diplomarbeit zum Thema „Die slowenische Minderheit Kärntens im Nationalsozialismus mit Schwerpunkt auf die Freisler Prozesse am Landesgericht Klagenfurt“ beschäftigt sich mit der inhumanen Gesetzgebung und Justiz des Dritten Reiches. Der Fokus liegt auf den Gerichtsprozessen des Volksgerichtshofes in Klagenfurt unter der Leitung des Präsidenten Dr. Roland Freisler. Dazu wurde nicht nur Literatur verwendet, sondern es wurden auch die Urteile und Zeitungsartikel des Jahres 1943 im Kärntner Landesarchiv ausgewertet. Der Volksgerichtshof tagte im April 1943 in Klagenfurt und verurteilte 114 Kärntner SlowenInnen, einige davon auch zum Tode. Die Darstellungen in den Zeitungen ergaben eine recht spärliche Berichterstattung, die sich lediglich auf die Urteile und nicht auf die den Verurteilten zur Last gelegten Verbrechen des Hochverrats bezog. Durch die Gleichschaltung der Medien während des NS-Regimes gestaltete sich die Berichterstattung in den zur Verfügung gestanden Zeitungen im selben Wortlaut. Dies beweist einmal mehr, wie unwichtig die Verurteilung im Gegensatz zu anderen Meldungen der Tagespolitik war. Obwohl der Widerstand der Kärntner SlowenInnen als der umfassendste Widerstand einer Minderheit im Dritten Reich bezeichnet werden kann, ließen die Machthaber keine derartige Propaganda zu, um nicht Nachahmer zu provozieren. Die Opfer der NS-Justiz wurden durch die Gesetzgebung des österreichischen Nationalrates rehabilitiert, was aber das Unrecht niemals ungeschehen machen kann.The thesis on the topic "The Slovenian Minority in Carinthia during National Socialism with a Focus on the Freisler Trials at the Klagenfurt Regional Court" deals with the inhumane legislation and justice of the Third Reich. The focus is on the court trials of the People's Court in Klagenfurt, presided over by President Dr. Roland Freisler. In addition to literature, the thesis also analyzes the verdicts and newspaper articles from the year 1943 in the Carinthian State Archive.The People's Court convened in Klagenfurt in April 1943 and sentenced 114 Carinthian Slovenes, some of them to death. The newspaper coverage from that time is sparse and mainly focused on the verdicts, without detailing the alleged high treason crimes attributed to the accused. Due to the coordination of the media during the Nazi regime, the reporting in the available newspapers was uniform, echoing the same wording. This further proves how unimportant the verdicts were compared to other news of daily politics.Although the resistance of the Carinthian Slovenes is considered one of the most extensive resistances by a minority in the Third Reich, the authorities did not allow such propaganda, fearing it would provoke imitators. The victims of Nazi justice were later rehabilitated through legislation by the Austrian National Council, but this can never undo the injustice they suffered.vorgelegt von Julia Alena KralDiplomarbeit Universität Graz 202
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