Die reflexive Wende in Forschung und Lehre: Interventionen der Politischen Bildung für eine rassismuskritische Schule

Abstract

Der Blick auf das Feld Migration und Schule zeigt ein ernüchterndes Bild: Studien belegen seit über zwei Jahrzehnten, dass Kulturalisierungen und Differenzzuschreibungen in der pädagogischen Praxis verbreitet sind. Der Beitrag verdeutlicht, wie stark diese Zugänge in der Institution Schule verankert sind und verweist im Kontrast dazu auf die fundamentalen Perspektivenwechsel insbesondere in soziologischer und sozialanthropologischer Forschung zu Migration. Von diesen Umbrüchen ist in der Pädagogik nur wenig zu lesen und zu sehen. Auffällig ist, dass sowohl in der Literatur wie auch in den Ausbildungsgängen und der pädagogischen Praxis die bisherigen Ansätze – von Versatzstücken der Ausländerpädagogik bis hin zu rassismuskritischen Ansätzen – in einer eigentümlichen Parallelität nebeneinander existieren. Für einen Wandel in der pädagogischen Praxis ist aber eine verstärkte Verankerung und fundierte Auseinandersetzung in der Ausbildung angehender Lehrpersonen und den Weiterbildungsprogrammen der berufstätigen Lehrpersonen an den Pädagogischen Hochschulen vonnöten, so die Autor*innen weiter. Denn dies ist die Voraussetzung für eine Politische Bildung, in welcher gemeinsam mit den Schüler*innen die Vorstellung(en) eines politischen und gesellschaftlichen »Wir« analysiert, ausgehandelt und mit Blick auf die Zukunft neu erarbeitet werden kann

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Last time updated on 23/02/2025

This paper was published in REPO PHBern.

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