Für das Jahr 2023 wurde der „Ackerboden“ als Boden des Jahres ausgewählt. Aller-dings ist der „Bodentyp Ackerboden“ in der Nomenklatur und Gliederung der deutschen Bodensystematik nicht vorgesehen. Die wissenschaftliche Bodenkunde beschreibt unsere Böden nach einer definierten systematischen Gliederung. Trotzdem wurde der „Ackerboden“ zum „Boden des Jahres“ 2023 bestimmt. In der Vergangenheit wurde wiederholt kein Bodentyp nach der Bodensystematik ausgewählt (z.B. „Weinbergs- boden“).
Die Adressaten der Aktion zum „Boden des Jahres“ sind ausdrücklich nicht die Fachleute in den Bodenwissenschaften, sondern die Menschen in der Gesellschaft. Das Thema muss daher für eine medienwirk-same und zielgruppenorientierte Kommunikation aufbereitet und kommuniziert werden – im Sinne von Wissenschaftskommunikation. Hier ist die verwendete Sprache von Bedeutung, insbesondere die Vermeidung von Fachsprache und Fachbegriffen.
Daher wird in der Aktion „Boden des Jahres“ der gewählte Boden in einer allgemeinverständlichen Sprache und Darstellung präsentierte. Damit soll die Verantwortung für den Schutz der lebenswichtigen Ressource Boden und ihrer Funktionen verbessert werden. Um dieses zu erreichen muss auch in den Bodenwissenschaften nach den Regeln der Wissenschaftskommunikation gehandelt werden. In diesem Sinne sind die Aktion „Boden des Jahres“ und der für das Jahr 2023 gewählte „Ackerboden“ Wissenschaftskommunikation, aber auch ein Teil der Bodenwissenschaften
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