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Italien unter Craxi: eine Republik mit Regierung?

By Wolfgang Merkel

Abstract

Italien gilt wegen der häufigen Regierungswechsel als schwer regierbar. Mit Bettino Craxi trat 1983 die 44. Nachkriegsregierung ihr Amt an. Das eigentliche Problem des italienischen Regierungssystems ist nach Darstellung des Autors jedoch nicht die Instabilität der Regierungen, sondern die im westeuropäischen Vergleich beispiellose Kontinuität der politischen Eliten, der regierenden Parteien und der sich nur marginal ändernden Koalitionsformeln. Mit Craxi gelang es erstmals einem Sozialisten, die Phalanx christdemokratischer Ministerpräsidenten zu durchbrechen. Obwohl es ihm gelungen war, die PSI zu einem Sammelbecken moderner, reformistischer Kräfte zu machen und die Kommunisten zu marginalisieren, war seine Regierungsübernahme jedoch keineswegs einem überzeugenden Wahlsieg der Sozialisten zu verdanken. Nicht die Durchsetzung sozialistischer Programmatik, sondern die Entwicklung der PSI zur unumgänglichen Regierungspartei ist der unumstrittene Erfolg und damit die Legitimationsgrundlage von Craxis Führungsanspruch. (KA

Topics: Politikwissenschaft, Political science, politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur, Political Process, Elections, Political Sociology, Political Culture, Italien, politische Kultur, Regierungswechsel, Regierbarkeit, politische Elite, sozialistische Partei, christdemokratische Partei, politische Stabilität, politische Struktur, Koalition, Koalitionsbildung, Regierungsbildung, politisches System, politische Entwicklung, politische Führung, Italy, political culture, change of government, governability, political elite, socialist party, Christian democratic party, political stability, political structure, coalition, coalition formation, formation of a government, political system, political development, political leadership
Publisher: DEU
Year: 1987
OAI identifier: oai:gesis.izsoz.de:document/48245
Journal:
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