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Doing gender und undoing gender

By Verena Unterhauser

Abstract

Das gegenwärtige gesellschaftliche Geschlechterverhältnis, mit dem Jugendliche konfrontiert sind, ist von einer Gleichzeitigkeit von Gleichheitstendenzen und der Beharrlichkeit von Ungleichheit geprägt. Anliegen der geschlechtssensiblen Jugendarbeit ist das Reflektieren und Aufbrechen von rigiden Männlichkeits- und Weiblichkeitsbildern und das Ermöglichen von Entfaltung jenseits von Geschlechterschranken. Ethnographische Studien zur interaktiven Herstellung von Geschlecht bei Jugendlichen ergeben ein Nebeneinander von Gleichheits- und Ungleichheitsverhältnissen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Klärung der Frage, in welchen Situationen Jugendliche in einem Wiener Jugendzentrum die Geschlechterunterscheidung verwenden, um Hierarchie oder Gleichheit, Ein- oder Ausschließungen zu erzeugen oder ob Geschlecht nicht thematisiert wird und neutral bleibt. Daran angeschlossen ist die Frage des Einflusses der Institution und der Pädagog_innen auf die Interaktionen der Jugendlichen. Den theoretischen Hintergrund bilden die Konzepte des „doing gender“ und „undoing gender“. Des Weiteren wird mit einem intersektionellen Zugang die Verflechtung von Geschlecht mit anderen sozialen Kategorien wie Ethnizität, Schicht, Gesundheit/Behinderung, ausgearbeitet und in Verbindung mit normativen Orientierungen der Jugendlichen gebracht. Mittels eines ethnographischen Zugangs wurden eine teilnehmende Beobachtung, Gruppendiskussionen sowie begleitende quantitative Erhebungen durchgeführt. Die Datenauswertung erfolgte anhand der Grounded Theory. Die Ergebnisse der Arbeit geben Aufschluss über die komplexe Verbindung von sozialen Kategorien und spiegeln das Spektrum der daraus erwachsenen Subjektpositionen im Feld wider. Den Jugendlichen werden von Seiten der Gesellschaft als auch von anderen Jugendlichen immer wieder unterlegene Positionen zugeschrieben. Diese Positionen sind nicht starr, die Einzelnen kämpfen dagegen an, nehmen ihrerseits aber auch Abwertungen anderer vor.The current social gender relations that face young people, are dominated by a simultaneous equality and persistent inequality. The concern of gender-sensitive youth work is the reflection and deconstruction of rigid masculinity and feminity, and enabling development beyond gender barriers. Ethnographic studies of interactive gender-construction in adolescents resulted in a juxtaposition of the conditions of equality and inequality. The aim of this study is to clarify the following question: In what situations adolescents in a Viennese Youth Center use gender distinction, whether through hierarchy or equality, inclusions or exclusions, or whether gender is not discussed and remains neutral. Related to this is the question of the influence that the institution and the pedagogues have on the interactions of the youth. The theoretical background of the study is the concept of “doing gender” and “undoing gender”. It is furthermore an intersectional access to the interconnectivity of gender with other social categories such as ethnicity, class, health/disability; developed and associated with the normative orientation of young people. Using an ethnographic approach participant observation, group discussions and quantitive surveys were carried out. The analysis of data was based on the Grounded Theory. The results of this study shed light on the complex connections of social categories and reflect the range of subject positions shown in the ensuing field

Topics: 79.16 Jugendhilfe, 80.36 Erziehung und Gesellschaft, 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten, Doing Gender / Undoing Gender / Intersektionalität / Jugendzentrum / Jugendarbeit
Year: 2012
OAI identifier: oai:othes.univie.ac.at:22748
Provided by: OTHES

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