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Regulierungskonzepte zur Reduktion von Drahtwurmschäden

By Ute Schepl, Andreas Paffrath and Karl Kempkens

Abstract

Drahtwürmer, die Larven der Schnellkäfer verursachen im Boden oft erhebliche Ernteverluste an verschiedenen Feldkulturen. Für eine mögliche Schadensprognose wurde sowohl ein Monitoring der Schnellkäfer mittels Pheromonfallen und der Larven im Boden durchgeführt. In Feldversuchen wurde geprüft mit welchen Regulierungsmaßnahmen Drahtwurmschäden gemindert werden können. Die Versuche wurden in Versuchsanstalten und auf Praxisbetrieben vorwiegend an Kartoffeln durchgeführt.\ud Im Rahmen der Projektzeit war es nicht möglich eine Beziehung zwischen der Anzahl abgefangener Schnellkäfer und/oder der Anzahl aufgesammelter Larven und den durch sie verursachten Fraßschäden am Erntegut herzustellen. Offenbar müssen weitere Faktoren wie Bodenparameter, Klimaeinfluss aber auch biotische Faktoren (z. B. Fraßfeinde, Nematoden, Pilze) mit berücksichtigt werden. Aufgrund der langen Entwicklungszeit der Drahtwürmer von bis zu 6 Jahren sind auch langfristige Beobachtungszeiträume notwendig.\ud Die Wirkung (Biofumigation) verschiedener Vorfrüchte (z.B. Weißkohl) und eine Bodenbearbeitung zum richtigen Zeitpunkt konnten Drahtwurmschäden an Kartoffeln reduzieren. Den besten Effekt erzielte in den Untersuchungen hierbei eine Kombination aus Vorfrucht und Bodenbearbeitung. Die Schäden durch Drahtwurmfraß an Kartoffeln kann auch durch eine frühe Rodung der schalenfesten Kartoffeln stark vermindert werden. Lange Verweilzeiten im Boden erhöhen das Schadensausmaß. Keine bzw. kaum Wirkung auf die Reduzierung des Drahtwurmbefalls hatten der Anbau verschiedener Zwischenfrüchte, das Ausbringen von Untersaaten, der Einsatz verschiedener Komposte und Bodenhilfsstoffen und die Behandlung mit Pflanzenstärkungsmitteln.\ud Es ist davon auszugehen, dass nur konsequentes langjähriges Handeln den Drahtwurmfraß dauerhaft reduzieren kann. Hierzu wären langjährige Versuche notwendig

Topics: Vegetables, Crop health, quality, protection
Year: 2010
OAI identifier: oai:orgprints.org:17537
Provided by: Organic Eprints

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