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Klinische Versorgung bei Patienten mit Lungenkarzinom im letzten Lebensjahr - Eine retrospektive Auswertung von Krebsregisterdaten zur Erstellung von Handlungsempfehlungen hinsichtlich der onkologischen palliativen Versorgung
Versorgungsforschung in der Onkologie beschäftigt sich mit allen Situationen, in denen Menschen mit Krebs konfrontiert sind, während Versorgungsforschung im letzten Lebensjahr die Begleitung und Betreuung von Schwerstkranken und sterbenden Menschen fokussiert. Ein Thema von besonderer aktueller Relevanz an der Schnittstelle beider Forschungsgebiete ist die Über- Unter- und Fehlversorgung der Betroffenen.
Übertherapie umfasst dabei Situationen, in denen der Einsatz diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen negativ bewertet wird – entweder in Bezug auf die wissenschaftliche Fundierung der jeweils eingesetzten Maßnahmen oder bezüglich ihrer Angemessenheit hinsichtlich der Förderung des Patientenwohls. So erhalten etwa viele Menschen mit einer Krebserkrankung in den letzten Lebenswochen noch kurative und teils sehr aggressive Therapien mit fraglicher Indikation und starken möglichen Nebenwirkungen. Gleichzeitig ist die vorrangig auf eine bestmögliche Lebensqualität der Betroffenen abzielende Palliativversorgung, die etwa auf die Reduktion krankheits- und therapiebedingter Symptome abzielt, oft unzureichend. Bei der medikamentösen Übertherapie von Patientinnen und Patienten am Lebensende mit weit fortgeschrittenen, unheilbaren Krebserkrankungen wird insbesondere auf das Problem der Überversorgung in den letzten Tagen bzw. Monaten vor dem Tod hingewiesen. Diese zeigt sich in der Applikation von Chemotherapie, sogenannter zielgerichteter Arzneimittel und / oder Strahlentherapie, die mit einem erhöhten Risiko für kardiopulmonale Wiederbelebung und / oder mechanischer Beatmung sowie einem Versterben auf der Intensivstation assoziiert sind. Die frühzeitige Einbeziehung palliativmedizinischer Maßnahmen bei Patientinnen und Patienten mit weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen kann hingegen die Lebensqualität am Lebensende verbessern. Ein zentraler Indikator für die Qualität der palliativmedizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen am Lebensende ist der Einsatz oder die Fortführung einer onkologischen Therapie im letzten Lebensjahr. Dieser Indikator kann durch Daten aus Krebsregistern erfasst und analysiert werden, um wichtige Hinweise auf die Angemessenheit der Versorgung zu liefern. Tumorerkrankungen mit ungünstiger Prognose erfordern eine besondere Aufmerksamkeit in der palliativen Versorgung. Das Vorhandensein eines fortgeschrittenen, nicht heilbaren Tumors in Verbindung mit einer stark begrenzten Lebenserwartung unterstreicht die zentrale Rolle der Palliativmedizin, die darauf abzielt, Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Lungenkrebs zählt zu den malignen Tumorerkrankungen mit einer ungünstigen Prognose, wobei die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Frauen 25 % und bei Männern 19 % beträgt. Im Rahmen dieser Auswertung von Krebsregisterdaten wird daher die Versorgung von Lungenkrebspatienten im letzten Lebensjahr anhand der folgenden Fragestellungen analysiert:
1. Wie viele Patientinnen und Patienten erhalten innerhalb ihres letzten Lebensmonats und 14 Tage vor Lebensende noch eine kurative Chemotherapie und/oder Strahlentherapie und welche Einflussfaktoren können hierfür identifiziert werden?
2. Wie unterscheiden sich Behandlungsansätze bei Lungenkrebspatienten im letzten Lebensjahr in Abhängigkeit vom Alter (z. B. hinsichtlich der eingesetzten Substanzen oder der Anzahl der Behandlungszyklen)?
Diese Fragestellungen bieten wichtige Ansatzpunkte, um die Qualität der Versorgung im letzten Lebensjahr zu bewerten und mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren. Zur Betrachtung der Datenqualität und der Verteilung möglicher Einflussfaktoren wird eine deskriptive Analyse der Patienten mit Lungenkrebsdiagnose durchgeführt und die Einjahres-Überlebensrate in den einzelnen Subgruppen bestimmt.
Ziel des Projektes ist es, die Versorgung von Lungenkrebspatienten im letzten Lebensjahr genauer zu klassifizieren. Dabei soll eine potentielle Über- und Unterversorgung bei Patienten im letzten Lebensjahr, Lebensmonat und in den letzten 14 Lebenstagen dargestellt und mögliche Einflussfaktoren identifiziert werden
Verbreitung von Adipositas und Rauchen bei Erwachsenen in Deutschland – Entwicklung von 2003 bis 2023
Hintergrund: Nicht-übertragbare Erkrankungen stellen aus Public-Health-Sicht eine enorme Herausforderung dar. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für deren Entstehung zählen Adipositas und Rauchen. Zu ihrer Prävention existieren neben der individuellen Verhaltensänderung effektive gesundheitspolitische Maßnahmen der Verhältnisprävention, die darauf abzielen, gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für die Bevölkerung zu schaffen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse zeitlicher Trends der Adipositas- und der Rauchprävalenz sowie deren Einordnung vor dem Hintergrund bereits ergriffener gesundheitspolitischer Maßnahmen zur Verhältnisprävention.
Methode: Untersucht wurden die Adipositas- und Rauchprävalenz der letzten 20 Jahre basierend auf Daten der telefonischen Gesundheitssurveys und der Befragungsstudie Gesundheit in Deutschland aktuell des Robert Koch-Instituts.
Ergebnisse: Zwischen 2003 und 2023 stieg die Adipositasprävalenz von 12,2 % auf 19,7 % über alle Alters-, Geschlechts- und Bildungsgruppen hinweg an. Die Rauchprävalenz sank von 32,1 % auf 28,8 %, vor allem bei Jüngeren und in der hohen Bildungsgruppe, stagnierte jedoch zuletzt.
Schlussfolgerungen: Der kontinuierliche Anstieg der Adipositasprävalenz zwischen 2003 und 2023 zeigt, dass bisherige Maßnahmen zur Prävention der Adipositasentstehung unzureichend waren. Es ist daher zwingend notwendig, nicht nur eine Verhaltensänderung des Individuums zu adressieren, sondern auch bevölkerungsweite Maßnahmen zur Verhältnisprävention umzusetzen. Zur weiteren Reduktion des Tabakkonsums bedarf es einer konsequenteren Umsetzung gesetzlicher Maßnahmen.Peer Reviewe
GrippeWeb-Wochenbericht KW 12
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist seit der 5. KW rückläufig, sie
befindet sich aber weiterhin auf einem für diese Jahreszeit üblichen, noch hohen Niveau. In der 12. KW lag der
Wert bei rund 6.400 ARE pro 100.000 Einw. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) war in den
letzten Wochen ebenfalls gesunken und lag in der 12. KW bei rund 1.500 ILI pro 100.000 Einw. Die basierend
auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden geschätzte COVID-19-Inzidenz lag in der 12. KW bei unter 100
COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-
Plus) wurden im März 2025 bisher hauptsächlich humane saisonale Coronaviren, Influenzaviren und Rhino-
/Enteroviren nachgewiesen.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 12. KW 2025 haben bisher 9.322 GrippeWeb-
Teilnehmende eine Meldung abgegeben, von diesen hatten 595 eine ARE und 132 eine ILI (Datenstand:
25.3.2025, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch
Änderungen ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 13.000 Meldungen pro Woche für die
Auswertungen berücksichtigt werden. Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen
Therapie von Patienten mit lokalisierten und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom in Deutschland – Einsatz von Prostatektomie und Strahlentherapie
Das Forschungsprojekt analysiert die aktuellen Therapien von Patienten mit lokalisierten und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Das Prostatakarzinom wird unterteilt in lokal begrenztes, lokal fortgeschrittenes und rezidiviertes oder metastasiertes Stadium. Das lokal begrenzte Prostatakarzinom wird dabei bezüglich der Entwicklung eines Rezidivs in Risikogruppen (niedriges, intermediäres oder hohes Risiko) eingeteilt. Patienten mit einem lokal begrenzten oder lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom können als primäre kurativ intendierte Therapie für eine Prostatektomie inkl. Salvageradiotherapie oder perkutante Strahlentherapie jeweils in Kombination mit einer Hormontherapie in Frage kommen. Dazu sind verschiedene Auswertungen nach Therapiemöglichkeiten, Krankheitsstadien und Riskodifferenzierung geplant. Alles Auswertungen werden in Statistikprogrammen wie R oder SAS analysiert.
Ziel des Projektes ist es, eine Übersicht über die Therapien von Patienten mit einer Prostatektomie bzw. Strahlentherapie mit kurativem Ansatz im lokalisierten und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom zu erstellen. Zu Charakterisierung der Patienten werden die demographische Verteilung (Alter/Geschlecht), die Sicherung der PCa Diagnose (ICD-10 C61, Diagnose(sicherung), Topographie, Fernmetastasen) und die Klassifizierung der Patienten in die Risikostadien (TNM, PSA-Wert, Gleason-Score sowie Anlass der Bestimmung, Befall Lymphknoten) herangezogen
Insulinpumpentherapie bei Typ-1-Diabetes - Kinder und Jugendliche
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt. Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
Diabetische Polyneuropathie - Kinder und Jugendliche
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt. Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
Prävalenz Typ-1-Diabetes - Kinder und Jugendliche
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt. Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
Years of life lost (YLL) - Alle Altersgruppen
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt. Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
Übergewicht und Adipositas – Erwachsene
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt.
Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
GrippeWeb-Wochenbericht KW 09
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 9. KW 2025 im
Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen und lag bei rund 8.100 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 7.700).
Dabei sind die Werte bei den Schulkindern (5 bis 14 Jahre) und den Erwachsenen bis 59 Jahre leicht
gestiegen und in den Altersgruppen der 0- bis 4-Jährigen und den ab 60-Jährigen gesunken bzw. stabil
geblieben. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in der 9. KW im Vergleich zur Vorwoche
gesunken und lag bei rund 2.400 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 2.700). Die basierend auf Angaben der
GrippeWeb-Teilnehmenden geschätzte COVID-19-Inzidenz lag in der 9. KW bei rund 100 COVID-19-
Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus)
wurden im Februar 2025 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren, Influenzaviren, Respiratorische Synzytialviren (RSV)
und humane saisonale Coronaviren nachgewiesen. Die Grippe-Aktivität ist weiterhin hoch