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Geleitwort der Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Dieser Band dokumentiert die Reden der Akademischen Gedenkfeier zur Würdigung des Historikers Thomas Großbölting (1969–2025), der am 11. Februar 2025 bei einem Zugunglück in Hamburg ums Leben gekommen ist. Thomas Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Veranstaltet von der Fakultät für Geisteswissenschaften, ihrem Fachbereich Geschichte und der FZH, zeigte die Veranstaltung, wie prägend der Historiker in seinen wenigen Hamburger Jahren als Wissenschaftler, Kollege und Hochschullehrer gewirkt hat. Neben zwei Geleitworten und vier Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte des Werkes von Thomas Großbölting beleuchten, zeugen die Erinnerungen von zehn ehemaligen Studierenden und Promovierenden von der Besonderheit dieses akademischen Lehrers.This volume documents the speeches from the academic memorial service honoring the historian Thomas Großbölting (1969–2025), who died in a train accident in Hamburg on February 11, 2025. Thomas Großbölting had been Director of the Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) and Professor of Modern/Contemporary History in the Department of German History at the University of Hamburg since 2020. Organized by the Faculty of Humanities, its Department of History, and the FZH, the event demonstrated the profound impact the historian had on Hamburg during his brief years as a scholar, colleague, and university professor. In addition to two introductory remarks and four lectures illuminating different aspects of Thomas Großbölting’s work, the recollections of ten former students and doctoral candidates attest to the exceptional nature of this academic mentor
Vorwort
Dieser Band dokumentiert die Reden der Akademischen Gedenkfeier zur Würdigung des Historikers Thomas Großbölting (1969–2025), der am 11. Februar 2025 bei einem Zugunglück in Hamburg ums Leben gekommen ist. Thomas Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Veranstaltet von der Fakultät für Geisteswissenschaften, ihrem Fachbereich Geschichte und der FZH, zeigte die Veranstaltung, wie prägend der Historiker in seinen wenigen Hamburger Jahren als Wissenschaftler, Kollege und Hochschullehrer gewirkt hat. Neben zwei Geleitworten und vier Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte des Werkes von Thomas Großbölting beleuchten, zeugen die Erinnerungen von zehn ehemaligen Studierenden und Promovierenden von der Besonderheit dieses akademischen Lehrers.This volume documents the speeches from the academic memorial service honoring the historian Thomas Großbölting (1969–2025), who died in a train accident in Hamburg on February 11, 2025. Thomas Großbölting had been Director of the Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) and Professor of Modern/Contemporary History in the Department of German History at the University of Hamburg since 2020. Organized by the Faculty of Humanities, its Department of History, and the FZH, the event demonstrated the profound impact the historian had on Hamburg during his brief years as a scholar, colleague, and university professor. In addition to two introductory remarks and four lectures illuminating different aspects of Thomas Großbölting’s work, the recollections of ten former students and doctoral candidates attest to the exceptional nature of this academic mentor
Thomas Großbölting als engagierter Experte und Mitstreiter
Thomas Paulsen, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, würdigt Thomas Großbölting als engagierten Experten und Mitstreiter, für den historische Forschung nicht nur eine wissenschaftliche Tätigkeit gewesen sei, sondern immer auch ein Beitrag zur demokratischen Öffentlichkeit. Die Körber-Stiftung habe er bei vielen Projekten unterstützt, insbesondere als Bundesjuror des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.Thomas Paulsen, Chairman of the Board of the Körber Foundation, praised Thomas Großbölting as a dedicated expert and colleague for whom historical research was not merely an academic pursuit, but always also a contribution to democratic public discourse. He supported the Körber Foundation in numerous projects, particularly as a federal juror for the Federal President’s History Competition
Thomas Großbölting als Zeithistoriker, Religions- und Katholizismusforscher
Der Münsteraner Neuzeithistoriker Olaf Blaschke, der von 2014 bis 2020 Thomas Großböltings Kollege in Münster gewesen war, gibt einen Überblick über wichtige Lebensstationen des Verstorbenen und über dessen umfangreiches Werk. Insbesondere verweist er auf die grundlegenden Forschungen zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche, die weit über die Wissenschaft hinaus Bekanntheit und Bedeutung erlangten.Olaf Blaschke, a modern historian from Münster who was Thomas Großbölting’s colleague in Münster from 2014 to 2020, provides an overview of important stages in the deceased’s life and his extensive body of work. He particularly highlights the fundamental research on sexual abuse in the Catholic Church, which gained recognition and significance far beyond academic circles
Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?
Die Studie "Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?" basiert auf einer zwölfmonatigen ethnographischen Feldforschung im Harz und untersucht, wie Menschen vor Ort Wald‑ und Klimaveränderungen erleben und erklären und wie sie sich den Wald der Zukunft vor dem Hintergrund eines fortschreitenden Klimawandels vorstellen. Ausgangspunkt der Forschung ist der Harzwald, der lange von Fichtenmonokulturen geprägt war, seit 2018 jedoch großflächig abstirbt.Die Autorin zeigt, dass das Erleben des Waldes stark variiert, sodass von unterschiedlichen „Waldwelten“ gesprochen werden kann. Diese ontologische Multiplizität birgt ein erhebliches Konfliktpotenzial und führt dazu, dass der Zustand des Waldes teils als Krise, teils als Chance gedeutet wird. Die Reaktionen auf diese Veränderungen werden auf einer emotionalen, einer sprachlich‑diskursiven und einer praktischen Ebene herausgearbeitet.Dabei wird deutlich, dass das Sterben der Bäume im Harz nicht ausschließlich dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben wird, wie es in medialen Diskursen häufig geschieht. Vielmehr dominiert ein differenziertes, multikausales Verständnis, das erklärt, warum widersprüchliche Deutungen nebeneinander bestehen – und weshalb viele Menschen dennoch hoffnungsvoll bleiben.The study "Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?" is based on twelve months of ethnographic fieldwork in the Harz Mountains and examines how local people experience and explain forest and climate change and how they imagine the forest of the future against the backdrop of advancing climate change. The starting point for the research is the forest in the Harz, which was long dominated by spruce monocultures but has been dying off on a large scale since 2018.The author shows that experiences of the forest vary greatly, so that one can speak of different “forest worlds.” This ontological multiplicity harbors considerable potential for conflict and leads to the state of the forest being interpreted partly as a crisis and partly as an opportunity. Reactions to these changes are examined on an emotional, linguistic-discursive, and practical level.It becomes clear that the death of trees in the Harz Mountains is not exclusively attributed to man-made climate change, as is often the case in media discourse. Rather, a differentiated, multi-causal understanding dominates, which explains why contradictory interpretations coexist—and why many people nevertheless remain hopeful
Erinnerungen von Promovierenden und Studierenden
Dieser Band dokumentiert die Reden der Akademischen Gedenkfeier zur Würdigung des Historikers Thomas Großbölting (1969–2025), der am 11. Februar 2025 bei einem Zugunglück in Hamburg ums Leben gekommen ist. Thomas Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Veranstaltet von der Fakultät für Geisteswissenschaften, ihrem Fachbereich Geschichte und der FZH, zeigte die Veranstaltung, wie prägend der Historiker in seinen wenigen Hamburger Jahren als Wissenschaftler, Kollege und Hochschullehrer gewirkt hat. Neben zwei Geleitworten und vier Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte des Werkes von Thomas Großbölting beleuchten, zeugen die Erinnerungen von zehn ehemaligen Studierenden und Promovierenden von der Besonderheit dieses akademischen Lehrers.This volume documents the speeches from the academic memorial service honoring the historian Thomas Großbölting (1969–2025), who died in a train accident in Hamburg on February 11, 2025. Thomas Großbölting had been Director of the Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) and Professor of Modern/Contemporary History in the Department of German History at the University of Hamburg since 2020. Organized by the Faculty of Humanities, its Department of History, and the FZH, the event demonstrated the profound impact the historian had on Hamburg during his brief years as a scholar, colleague, and university professor. In addition to two introductory remarks and four lectures illuminating different aspects of Thomas Großbölting’s work, the recollections of ten former students and doctoral candidates attest to the exceptional nature of this academic mentor
Thomas Großbölting als Zeithistoriker
Thomas Lindenberger, ehemaliger Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden, hebt Thomas Großböltings grundlegende Studien zur Geschichte der DDR und zur Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands hervor. Er charakterisiert seinen verstorbenen Kollegen als einen Historiker, der Zeitgeschichtsschreibung als Auftrag verstanden habe, unser demokratisches Gemeinwesen mitzugestalten, und der ein „Aufarbeiter“ problematischer Vergangenheiten gewesen sei.Thomas Lindenberger, former director of the Hannah Arendt Institute for Totalitarianism Studies in Dresden, highlights Thomas Großbölting’s fundamental studies on the history of the GDR and the history of reunified Germany. He characterizes his deceased colleague as a historian who understood contemporary history writing as a mission to help shape our democratic society and who was a “reconsiderer” of problematic pasts
Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?
Die Studie "Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?" basiert auf einer zwölfmonatigen ethnographischen Feldforschung im Harz und untersucht, wie Menschen vor Ort Wald‑ und Klimaveränderungen erleben und erklären und wie sie sich den Wald der Zukunft vor dem Hintergrund eines fortschreitenden Klimawandels vorstellen. Ausgangspunkt der Forschung ist der Harzwald, der lange von Fichtenmonokulturen geprägt war, seit 2018 jedoch großflächig abstirbt.Die Autorin zeigt, dass das Erleben des Waldes stark variiert, sodass von unterschiedlichen „Waldwelten“ gesprochen werden kann. Diese ontologische Multiplizität birgt ein erhebliches Konfliktpotenzial und führt dazu, dass der Zustand des Waldes teils als Krise, teils als Chance gedeutet wird. Die Reaktionen auf diese Veränderungen werden auf einer emotionalen, einer sprachlich‑diskursiven und einer praktischen Ebene herausgearbeitet.Dabei wird deutlich, dass das Sterben der Bäume im Harz nicht ausschließlich dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben wird, wie es in medialen Diskursen häufig geschieht. Vielmehr dominiert ein differenziertes, multikausales Verständnis, das erklärt, warum widersprüchliche Deutungen nebeneinander bestehen – und weshalb viele Menschen dennoch hoffnungsvoll bleiben.The study "Auf dem Holzweg Richtung Zukunft?" is based on twelve months of ethnographic fieldwork in the Harz Mountains and examines how local people experience and explain forest and climate change and how they imagine the forest of the future against the backdrop of advancing climate change. The starting point for the research is the forest in the Harz, which was long dominated by spruce monocultures but has been dying off on a large scale since 2018.The author shows that experiences of the forest vary greatly, so that one can speak of different “forest worlds.” This ontological multiplicity harbors considerable potential for conflict and leads to the state of the forest being interpreted partly as a crisis and partly as an opportunity. Reactions to these changes are examined on an emotional, linguistic-discursive, and practical level.It becomes clear that the death of trees in the Harz Mountains is not exclusively attributed to man-made climate change, as is often the case in media discourse. Rather, a differentiated, multi-causal understanding dominates, which explains why contradictory interpretations coexist—and why many people nevertheless remain hopeful
Zum Gedenken an den Historiker Thomas Großbölting (1969–2025)
Dieser Band dokumentiert die Reden der Akademischen Gedenkfeier zur Würdigung des Historikers Thomas Großbölting (1969–2025), der am 11. Februar 2025 bei einem Zugunglück in Hamburg ums Leben gekommen ist. Thomas Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Veranstaltet von der Fakultät für Geisteswissenschaften, ihrem Fachbereich Geschichte und der FZH, zeigte die Veranstaltung, wie prägend der Historiker in seinen wenigen Hamburger Jahren als Wissenschaftler, Kollege und Hochschullehrer gewirkt hat. Neben zwei Geleitworten und vier Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte des Werkes von Thomas Großbölting beleuchten, zeugen die Erinnerungen von zehn ehemaligen Studierenden und Promovierenden von der Besonderheit dieses akademischen Lehrers.This volume documents the speeches from the academic memorial service honoring the historian Thomas Großbölting (1969–2025), who died in a train accident in Hamburg on February 11, 2025. Thomas Großbölting had been Director of the Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) and Professor of Modern/Contemporary History in the Department of German History at the University of Hamburg since 2020. Organized by the Faculty of Humanities, its Department of History, and the FZH, the event demonstrated the profound impact the historian had on Hamburg during his brief years as a scholar, colleague, and university professor. In addition to two introductory remarks and four lectures illuminating different aspects of Thomas Großbölting’s work, the recollections of ten former students and doctoral candidates attest to the exceptional nature of this academic mentor
Geleitwort der Vizepräsidentin der Universität Hamburg
Dieser Band dokumentiert die Reden der Akademischen Gedenkfeier zur Würdigung des Historikers Thomas Großbölting (1969–2025), der am 11. Februar 2025 bei einem Zugunglück in Hamburg ums Leben gekommen ist. Thomas Großbölting war seit 2020 Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Veranstaltet von der Fakultät für Geisteswissenschaften, ihrem Fachbereich Geschichte und der FZH, zeigte die Veranstaltung, wie prägend der Historiker in seinen wenigen Hamburger Jahren als Wissenschaftler, Kollege und Hochschullehrer gewirkt hat. Neben zwei Geleitworten und vier Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte des Werkes von Thomas Großbölting beleuchten, zeugen die Erinnerungen von zehn ehemaligen Studierenden und Promovierenden von der Besonderheit dieses akademischen Lehrers.This volume documents the speeches from the academic memorial service honoring the historian Thomas Großbölting (1969–2025), who died in a train accident in Hamburg on February 11, 2025. Thomas Großbölting had been Director of the Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) and Professor of Modern/Contemporary History in the Department of German History at the University of Hamburg since 2020. Organized by the Faculty of Humanities, its Department of History, and the FZH, the event demonstrated the profound impact the historian had on Hamburg during his brief years as a scholar, colleague, and university professor. In addition to two introductory remarks and four lectures illuminating different aspects of Thomas Großbölting’s work, the recollections of ten former students and doctoral candidates attest to the exceptional nature of this academic mentor