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Seneca über Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Senecas Überlegungen zum Selbstbewusstsein. Genauer gesagt wird die Frage behandelt, ob und inwieweit Seneca über einen Begriff des Selbst verfügt, der aus der Innenperspektive des Bewusstseins formuliert ist. Das Selbstbewusstsein im Sinne der Innenperspektive ist aus der geläufigen philosophiehistorischen Sicht stark durch Descartes‘ cogito (ergo) sum-Argument geprägt. Daher scheint jeder Versuch, ein personales Selbst bereits bei Seneca zu identifizieren, auf einen Anachronismus hinauszulaufen. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht daher die Frage, ob die senecanische Idee des Selbstbewusstseins – wenn es diese denn gibt – eine Innovation im Vergleich zu den Ansätzen seiner Vorgänger darstellt, die ihre Vorstellungen vom Selbst eher aus einer objektivistischen Perspektive innerhalb eines intellektualistischen Modells entwickelten.
Meine These besagt, dass dies in der Tat so ist: Bei Seneca handelt es sich um einen wichtigen Übergangsautor vom intellektualistischen zum bewusstseinstheoretischen Selbstverständnis. Entsprechend vertrete ich die Meinung, dass im senecanischen Werk Indizien für einige zentrale Komponenten vorliegen, die in den Rahmen einer personalen Konzeption des Selbst gehören. Ich skizziere den Selbstbewusstseinsbegriff anhand von neun Kriterien: 1. Subjektivität, 2. Reflexion, 3. Einheit, 4. Unmittelbarkeit, 5. Individualität, 6. Privatheit, 7. Kontinuität, 8. Willensfreiheit und 9. das Fremdpsychische, und versuche, Belege für diese Merkmale bei Seneca zu identifizieren. Daher kann meine Sammlung zahlreicher Beobachtungen zu Seneca dazu dienen, unser Bild des frühkaiserzeitlichen Stoikers deutlich zu verändern. Das Ziel dieser Arbeit besteht aber insofern in einer gemäßigten Interpretation, als Seneca nicht zum Urheber und theoretischen Begründer einer vollständigen Bewusstseinstheorie gemacht werden soll. Vielmehr ist er m.E. eine herausragende Figur des Stoizismus, die auf eine interessante Weise der späteren Bewusstseinskonzeption annähert
An axis between brain and fat body regulates pathogen avoidance behavior in <em>Drosophila</em>
(noch nicht zugänglich / not yet accessible
Impact of Microglial CYFIP1 Deletion on Astrocytes, Oligodendrocytes, and Myelination in a conditional mouse model
CYFIP1 is one of the five subunits of the WAVE regulatory complex, which is involved in controlling actin cytoskeleton remodeling, impacting many cell processes including cell motility (Eden et al., 2002; Rottner et al., 2021). A CYFIP1 dysregulation is associated with multiple neurological and psychiatric disorders. For example, a reduction of CYFIP1 is prevalent in patients with schizophrenia (Sayad et al., 2018; Stefansson et al., 2008).
In this project, I used a conditional mouse model, in which CYFIP1 is deleted in myeloid cells including microglia, to study the effect of microglial CYFIP1 on astrocytes and oligodendrocytes in the murine CNS. I found a significant upregulation of GFAP in astrocytes, using immunofluorescence analysis of cerebral sections from young adult CYFIP1 KO mice, along with a decrease in astrocytic cell number, as quantified by the number of SOX-9-positive cells.
In addition, I examined oligodendrocyte cell number, and myelination by immunofluorescence labeling of MBP, OLIG2, and APC in cerebral sections of the same mouse line. Here, I found a decrease in myelination in the corpus callosum, and a decrease in oligodendrocytes in the somatosensory cortex, as well as the corpus callosum.
To better understand the mechanisms and to test whether soluble factors from CYFIP1 depleted microglia induce the altered astrocytic phenotype, I performed a set of experiments using astrocyte cultures, which were incubated with microglia-conditioned medium from cultured control vs. CYFIP1 KO microglia. To this end, I analyzed astrocytic phagocytosis with a functional assay, and a defined set of genes including synaptogenic genes, phagocytic genes, and interferon-stimulated genes by qPCR. There were no obvious results from these cell culture experiments that would explain the upregulation of GFAP or reduced astrocyte number that I detected in the conditional CYFIP1 mouse model, as I detected no decrease in cell number or proliferation of cultured astrocytes. However, there was a significant decrease of Mtor, the gene encoding mTOR, which has been shown to upregulate cell proliferation, and which may cause a decreased proliferation of astrocytes. Further experiments using astrocyte-microglia co-cultures and additional analyses in conditional CYFIP1 KO mice will be needed to elucidate potential pathways that underlie the changes in astrocytes and oligodendrocytes associated with conditional myeloid cell-specific CYFIP1 deletion
Wirkung und Wirkungsdauer von einmaliger, akuter, körperlicher Aktivität auf die kognitiven Funktionen von erwachsenen Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine entwicklungsneurologische Veränderung, die mit einer Häufigkeit von 5% im Kindes- und Jugendalter und mit 2,5% bei Erwachsenen auftritt (Faraone et al. 2015). Die klinischen Leitsymptome der ADHS können sich in einer eingeschränkten Aufmerksamkeitsleistung, verminderter Impulskontrolle, motorischer und/oder innerer Unruhe und einer beeinträchtigten Affektregulation äußern (Falkai & Wittchen, 2015). Die typischen Symptome der ADHS nehmen im Laufe der Zeit abhängig von der individuellen Entwicklung bis in das Erwachsenenalter ab. Trotzdem zeigen 50 bis 80 % der Erwachsenen weiterhin Symptome (Biederman, Mick & Faraone, 2000).
Bisherige Studien ergaben einen positiven Effekt von körperlicher Betätigung auf die kognitiven Funktionen von gesunden Probanden, sowie von Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Bislang sind Studienergebnisse, die die Auswirkungen von körperlicher Aktivität bei erwachsenen Patienten untersuchen nicht weit verbreitet.
Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen von sportlicher Aktivität auf das Funktionsniveau der Inhibitionsleistung von Erwachsenen mit ADHS. Sie entspricht einem Crossover Design mit einer Gruppe von erwachsenen Probanden mit ADHS. Die Probanden durchlaufen zwei Bedingungen an zwei unterschiedlichen Tagen. An einem Versuchstag findet das körperliche Training statt, am anderen die Kontrollbedingung, das Schauen eines Films. Die Reihenfolge der Bedingungen ist randomisiert. Das körperliche Training findet einmalig in Form einer 30-minütigen Intervention auf einem Spinning Rad statt. Um Erkenntnis über die Dauer der Wirksamkeit einer akuten Trainingseinheit zu gewinnen, erfolgt die Erfassung des kognitiven Funktionsniveaus zu drei Erhebungszeitpunkten pro Versuchstag: vor dem körperlichen Training, gleich nach dem Training und eine Stunde nach dem Training. In der Kontrollbedingung wird nach gleichem Schema ebenfalls dreimal getestet (vor dem Schauen eines Films, unmittelbar nach dem Film und eine Stunde nach dem Film). Die Wirksamkeit des Sportes auf die Inhibitionsleistung wird mit der Stop-Signal Aufgabe (INHIB) gemessen. Dabei wird die Stop-Signal Reaktionszeit (SSRT) als primäres Maß betrachtet. Sie beschreibt den Zeitraum, in dem der Proband noch in der Lage ist, seine Handlung zu stoppen und nicht auf ein Stop-Signal zu reagieren.
Die Studie zeigt, dass Probanden nach der sportlichen Intervention eine kürzere, also bessere Stop-Signal Reaktionszeit aufweisen, besonders in der zweiten Hälfte des INHIB. Diese positiven Effekte halten bis mindestens eine Stunde nach dem Training an. Außerdem zeigt sich ein Zusammenhang zwischen dem positiven Effekt und dem Alter, sowie dem weiblichen Geschlecht. Moderater Ausdauersport kann somit positive Auswirkungen auf die Inhibitionsleistung von Erwachsenen mit ADHS haben und könnte in Zukunft eine mögliche additive Therapieoption der ADHS darstellen
Chronic Helminth Infection Ameliorates Colitis via ***** regeneration program
(noch nicht zugänglich / not yet accessible
Heterogeneity of skin macrophages and the impact of high-salt diet in health and disease
(noch nicht zugänglich / not yet accessible
Wirkung und Wirkdauer akuter körperlicher Aktivität auf das Entscheidungsverhalten von Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft etwa 4,7 % der Erwachsenen in Deutschland und ist mit Einschränkungen in Bildung, sozialen Kompetenzen und Lebensqualität verbunden. Ein zentrales Merkmal der Störung ist Impulsivität, welche sich unter anderem in einem veränderten Entscheidungsverhalten äußert. Das sogenannte Delay Discounting beschreibt die Tendenz, kleinere sofortige Belohnungen gegenüber größeren verzögerten vorzuziehen, und gilt als Maß für impulsive Entscheidungsfindung. Der k-Wert, ein mathematischer Parameter, quantifiziert dieses Verhalten – ein höherer k-Wert weist auf stärkere Impulsivität hin.
Ziel dieser Studie war es, den Einfluss akuter körperlicher Betätigung auf das Delay Discounting bei Erwachsenen mit ADHS zu untersuchen. Insgesamt nahmen 40 Probanden in einem Cross-Over-Design teil. An zwei unterschiedlichen Tagen absolvierten sie entweder 30 Minuten Ausdauertraining auf dem Fahrrad oder schauten zur Kontrolle einen Film. Der Delay Discounting Test wurde jeweils vor der Intervention, direkt danach und eine Stunde später durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigten keine signifikante Veränderung des k-Werts infolge des Trainings, weder unmittelbar noch nach einer Stunde. Auch konnte kein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Impulsivitätssymptomatik und dem Delay Discounting festgestellt werden. Trotz der ausbleibenden Effekte liefert die Studie wertvolle Hinweise auf die Komplexität der Einflussfaktoren – wie Trainingsdauer, Medikation, Sportart und individuelle Symptomatik – die möglicherweise den Effekt sportlicher Aktivität auf Impulsivität modulieren.
Diese Untersuchung konnte keinen positiven Einfluss eines 30-minütigen Ausdauertrainings auf das impulsive Entscheidungsverhalten nachweisen. Dennoch ist ein günstiger Effekt körperlicher Aktivität auf Impulsivität bei ADHS nicht grundsätzlich auszuschließen. Weitere Studien mit differenzierten Designs und alternativen Paradigmen sind notwendig, um potenzielle Wirkmechanismen besser zu verstehen und therapeutisch nutzbar zu machen.Attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) affects around 4.7% of adults in Germany and is associated with restrictions in education, social skills and quality of life. A central feature of the disorder is impulsivity, which manifests itself in altered decision-making behaviour, among other things. Delay discounting describes the tendency to favour smaller immediate rewards over larger delayed ones and is considered a measure of impulsive decision-making. The k-value, a mathematical parameter, quantifies this behaviour - a higher k-value indicates greater impulsivity.
The aim of this study was to investigate the influence of acute physical exercise on delay discounting in adults with ADHD. A total of 40 participants took part in a cross-over design. On two different days, they either completed 30 minutes of endurance training on a bicycle or watched a film as a control. The delay discounting test was carried out before the intervention, immediately afterwards and one hour later.
The results showed no significant change in the k-value as a result of the training, either immediately or after one hour. There was also no correlation between the extent of impulsivity symptoms and delay discounting. Despite the lack of effects, the study provides valuable information on the complexity of the influencing factors - such as training duration, medication, type of sport and individual symptoms - which may modulate the effect of sporting activity on impulsivity.
This study was unable to demonstrate a positive influence of 30 minutes of endurance training on impulsive decision-making behaviour. Nevertheless, a favourable effect of physical activity on impulsivity in ADHD cannot be ruled out in principle. Further studies with differentiated designs and alternative paradigms are necessary in order to better understand potential mechanisms of action and to utilise them therapeutically
Influence of antiviral RNA binding effector proteins on innate immune responses
The efficient elimination of viruses is initiated by the recognition of the viral nucleic acid genome or replication intermediates through innate immune receptors. Several different receptors specifically detect double stranded (ds) RNA: the RIG-I-like helicase (RLH) family including retinoic acid inducible gene I (RIG-I) and melanoma differentiation-associated protein 5 (MDA5), as well as receptors with direct antiviral activity like protein kinase R (PKR) and oligoadenylate synthetase (OAS) that activates ribonuclease L (RNase L). RLHs are the main interferon (IFN)-inducing receptors and initiate a strong antiviral response, while PKR and OAS/RNase L inhibit host and virus translation once dsRNA is sensed to limit viral replication.
This thesis showed that coactivation of PKR and OAS/RNase L inhibits the RIG-I-induced antiviral cytokine expression after stimulation with long triphosphorylated dsRNA (3P-dsRNA). These results were validated in PKR depleted primary human monocyte-derived macrophages, which demonstrated increased IFNα and interferon-stimulated gene (ISG) induction after stimulation with long 3P-dsRNA compared to wt cells. Polysome profiling showed a global PKR-mediated inhibition of translation when cells were stimulated with long 3P-dsRNA. qRT-PCR analysis of polysome fractions supported that finding, showing the inhibition of translation of CXCL10, IFNB1 and IFIT1 by PKR. The results obtained in this thesis indicate that the dsRNA receptors PKR and OAS/RNase L exert an inhibitory effect on RIG-I-induced type I IFN and ISG expression.
The dsRNA-binding protein interferon-inducible double-stranded RNA-dependent protein kinase activator A (PACT) is known to activate PKR and was described to bind to RLHs and modulate their activity. In this thesis, PACT was shown to support the RIG-I-mediated type I IFN induction upon recognition of long dsRNA like polyI:C but intriguingly does not enhance the response to short triphosphorylated dsRNA. Furthermore, it was found to enhance the RIG-I-dependent induction of IP10 during IAV ΔNS1 infection. The findings of this thesis reveal PACT as an important co-factor of RIG-I with clear ligand specificity.
An essential feature of the vertebrate antiviral defence is the discrimination between self and non-self nucleic acids. Posttranscriptional modifications of RNAs, such as the cap 1 structure, mark mRNA as self and thus prevent recognition by RIG-I. Some viruses like Yellow fever virus (YFV) exploit this mechanism to circumvent immune recognition. YFV is an arbovirus transmitted by mosquitoes which intriguingly are also able to distinguish between cap 0 and cap 1 structures, as shown in this thesis. Transfection of a synthetic reporter mRNA with a cap 1 structure led to higher reporter protein expression compared to an mRNA with a cap 0 structure. Intriguingly, this difference in expression varied between different cell lines, suggesting that the expression of a potential cap-recognising immune receptor is cell type-specific. Subsequent qRT-PCR analysis demonstrated that the cap structure does not influence mRNA stability in mosquito cells, hinting towards a translational inhibition of cap 0 mRNAs. The findings of this thesis reveal that not only the vertebrate but also the insect immune system is capable of discriminating between self and non-self nucleic acids.
In conclusion, the findings obtained in this thesis make an important contribution to the understanding of the interplay between the RNA receptors RIG-I, PKR and OAS/RNase L during viral infections, the action of the co-factor PACT in supporting RIG-I signalling, as well as the detection of viral RNAs in mosquitoes