Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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Charophyten des Kimmeridgium, Tithonium und Berriasium aus Bohrungen in Mecklenburg und Brandenburg (Nordostdeutschland)
Aus dem Kimmeridgium, Tithonium und Berriasium von Nordostdeutschland werden 24 Charophytenarten aus 8 Gattungen beschrieben, 6 davon in offener Nomenklatur. Es zeigt sich eine sehr enge Florenbeziehung zum Niedersächsischen Becken mit ähnlichen stratigraphischen Reichweiten der Taxa. Als Ganzes gehören die nordostdeutschen Charophyten im Kimmeridgium/Tithonium einer Florenregion relativ kühler Wintertemperaturen an, die sich nach Westen bis in das U. S. Western Interior erstreckt. Im Detail ergibt sich im direkten Vergleich zum Niedersächsischen Becken sogar ein noch etwas höherer Anteil an Anzeigern relativ kühlerer Gewässer in Nordostdeutschland.From the Kimmeridgian, Tithonian, and Berriasian of Northeast Germany, 24 charophyte species out of 8 genera are described, amongst them 6 species in open nomenclature. The flora is very close to the one from the Lower Saxony Basin (Northwest Germany), even revealing similar stratigraphical ranges of the taxa. In the Kimmeridgian/Tithonian, the northeast German charophytes are part of a floral region indicating relatively cool winter temperatures and extending westwards onto the North American continent. In detail, however, direct comparison with the charophytes from Lower Saxony Basin even results in a slightly higher portion of taxa indicating relatively cooler water temperatures in Northeast Germany
Notes from the Institute
Treffen der Absolventen und Mitarbeiter der geol. und mineral. Einrichtungen der Universität Halle-Wittenberg
Ehrung für Prof. Dr. Ian Lerche
Auszeichnung für Prof. Dr. Max Schwa
Fluviatile Zyklen im Schilfsandstein (Obere Trias) von Neinstedt am Harz
Südlich von Neinstedt am Harz war im Frühjahr 1996 kurzzeitig ein ca. 60 m mächtiges Teilprofil des Mittleren Keupers aufgeschlossen. Es wurde ein nahezu vollständiges Schilfsandstein-Profil (Stuttgart-Formation) und der Übergang zur Roten Wand (Weser-Formation) freigelegt. Dieses Profil ergänzt die nördlich von Thale beschriebenen Teilprofile des Keupers (BRANDES 1901, 1904; SCHRÖDER 1927). Charakteristisch für den Schilfsandstein ist sein zyklischer Aufbau. Es konnten drei fluviatile Kleinzyklen festgestellt werden, die jeweils mit sandigen Rinnensedimenten beginnen, im Mittelteil in tonig-siltige Überflutungssedimente übergehen und mit stark pedogen geprägten Horizonten und Wurzelböden abschließen. Aus sequenz-stratigraphischer Sicht bildet der Schilfsandstein den unteren Transgressiven Systemtrakt der Keuper-Sequenz 3 i. S. von AIGNER & BACHMANN (1992).An almost complete section is described of the approx. 50 m thick Schilfsandstein (Keuper, Upper Triassic) from outcrops near the village of Neinstedt north of the Harz Mits. The Schilfsandstein (Stuttgart- Formation) consists of 3 fluvial fining-upward cycles, each of which has channel sandstones at its base and silty floodplain deposits with strong pedogenic overprint at its top. The Schilfsandstein is interpreted as the early Transgressive System-Tract of Keuper-sequence 3 in the sense of AIGNER & BACHMANN (1992), and overlies one of the most pronounced sequence boundaries of the Germanic Triassic
Concerning Amber in the Bitterfeld Region — Geologie and Genetic Aspects
Der Bitterfelder Bernsteinschluff-Horizont wird als Teil des Oberen Bitterfelder Glimmersandes in den hangenden Teil der Cottbus-Formation in das Oberoligozän eingestuft. Für diese Bildungen ist ein absolutes Alter von 23,8 - 25,3 Millionen Jahren anzusetzen. Das Profil des Oberoligozäns besteht im Bitterfelder Raum aus einer abwechselnd marin/fluviatil/limnisch geprägten Folge. Neben unterschiedlich gefärbten Sanden treten bräunliche Schluffe mit einem eingelagerten, etwa 65 cm mächtigen Braunkohlenflöz bzw. dessen Vertreter auf. Der Bernstein wird als parautochthone Bildung in einem Deltabereich mit zahlreichen fließenden und stehenden Gewässern interpretiert.The “Bernsteinschluff’-Horizon of Bitterfeld is classified as part of the Upper “Bitterfelder Glimmersand” in the upper part of the “Cottbus-Formation” (Upper-Oligocene). The absolute age of this layers is 23.8 - 25.3 million years. The profile of the Upper-Oligocene in the Bitterfeld area consists of an alternating marine/fluviatile/limnic influenced sequence. Brownish silts occur with an interleaved lignite seam with a thickness of 65 centimeters (resp. of its substitution) near differently colored sands. The amber is interpreted as parautochtone formation in a river delta with many streaming and standing waters
Results of geoscientific Investigations in the Wienrode Basin (Harz)
1999 fanden im Becken von Wienrode geowissenschaftliche Arbeiten statt. Neben geoelektrischen Messungen und einer geologischen Kartierung sollten vor allem zwei kartierbegleitende Bohrungen dem Nachweis und der Untersuchung känozoischer Sedimente dienen. Daraus resultiert ein Kenntniszuwachs zum geologischen Modell, insbesondere zu den Lagerungsverhältnissen, zur tektonischen Entwicklung, zur Subrosion im Zechsteinkarst und zum Bewegungsregime an der Harznordrandstörung. Das braunkohlenführende Tertiär (Rupel) östlich Wienrode befindet sich im Bereich des schmalen Zechsteinausstrichs, ist subrosiv bedingt und weist nach den Ergebnissen der Bohrung Wien 1/99 söhlige Lagerung auf. Es ist damit nicht in den Bewegungsablauf an der Harznordrandstörung einbezogen. Die zur Überprüfung von zwei angeblich braunkohleführenden Mutungsbohrungen südlich Cattenstedt geteufte Bohrung Wien 2/99 erbrachte ein 46,2 m mächtiges Quartärprofil mit elsterzeitlichem Geschiebemergel, einem holsteinwarmzeitlichen Abschnitt sowie jüngeren quartärenSedimenten mit Verbraunungshorizonten. Dieses Vorkommen dürfte seine Existenz der bruchtektonischen Zerstückelung der paläozoischen Unterlage verdanken.In 1999 geoscientific work was undertaken in the Wienrode basin. Geoelectric measurements, geological mapping and drilling allowed an investigation of the Cenozoic sediments. An increase of knowledge results, especially concerning the problems of bedding conditions, tectonic development, subrosion in the Zechstein karst and movements on the Harznordrand fault.The brown coal bearing Tertiary (Rupel) in the east of Wienrode is located in the area of the narrow Zechstein outcrop. Its origin is subrosive and it has horizontal bedding, according to the results of the well Wien 1/99. Therefore it is not included in the moving regime on the Harznordrand fault. The well Wien 2/99, south of Cattenstedt, bored to check two allegediy brown coal bearing wells, found a 46.2 m thick Quarternary with Elstrian till, a Holsteinian interglacial part and younger sediments with brownish horizons. This deposit could have developed because of the tectonic fracturing of the Paleozoic underground
The Beginning of Lignite Production in Central Germany
In Mitteldeutschland hat eventuell die früheste Gewinnung von Braunkohle in Deutschland stattgefunden. Schon 1382 wird eine Kohlengrube bei Lieskau, im Nordwesten von Halle (Saale), genannt, die nur eine Braunkohlengrube gewesen sein kann. Bis 1800 war bereits an mehr als 130 Orten in Mitteldeutschland nach Braunkohle geschürft worden. Die Braunkohle wurde zuerst in sehr kleinen Gruben unterirdisch gewonnen, seit dem 18. Jh. auch oberirdisch. Im 17. Jh. begann ihre Nutzung als Brennmaterial in Kalkbrennereien und Ziegeleien. Für die Zunahme des Braunkohlenverbrauchs wurde im 18. Jh. ihr Einsatz in den großen mitteldeutschen Salinen sehr wichtig. Die Braunkohle wurde versuchsweise schon zu Beginn des 18. Jh. und in relativ großem Umfang am Ende des 18. Jh. zu sog. Kohlensteinen in Form von Ziegeln oder Mauersteinen verstrichen und diese an der Luft getrocknet. Dadurch verbesserten sich die Brenneigenschaften der Braunkohle. Gegen 1800 war sie zu einem gut verwendbaren Brennmaterial auch in Haushalten und für die frühesten Dampfmaschinen in Mitteldeutschland geworden.Central Germany had the earliest production from lignite in the whole of Germany. As early as 1382 a coal pit existed in the Lieskau region, northwest of Halle (Saale), that could only have been a lignite pit. Until 1800 there were more than 130 places in Central Germany where lignite was excavated. The lignite was at first excavated from very small mines under the earth and, after the 1800s, also from surface pits. In the 1700s use was made of lignite as a heating material in kilns for lime production and brick-making works. In the 1800s lignite became extremely important as a needed material with the increase salt evaporation requirements for Central Germany. Already at the beginning of the 1800s and relatively massively at the end of the 1800s, Lignite was shaped into so-called “coalbricks” in the forms of bricks or tiles that were dried in the air. In this way the burnable properties of the lignite were improved. Around 1800 lignite was improved to the point of being an extremely good burnable material in homes and also for the earliest steam machines in Central Germany
Study on the subgenus Micantulina s. str. in Italy with description of a new species, Micantulina vidaniana sp. nov., from the Apennine Peninsula and Sicily (Rhynchota, Auchenorrhyncha, Cicadellidae)
Micantulina vidaniana sp. nov., nahe verwandt mit M. micantula Zetterstedt, 1840 und M. pseudomicantula, Knight 1965, wird aus Italien beschrieben. Die Genitalmorphologie von M. micantula in Norditalien (Valle D’Aosta) wird gezeichnet. Die Verbreitung des Subgenus Micantulina s. str. in Italien wird diskutiert.Micantulina vidaniana sp. nov., closely related to M. micantula Zetterstedt, 1840, and M. pseudomicantula, Knight 1965, is described from Italy. The genital morphology of M. micantula in northern Italy (Valle D’Aosta) is figured. The distribution of the subgenus Micantulina s. str. in Italy is discussed
Duplexstrukturen im ehemaligen Kupferschieferbergwerk Röhrigschacht in Wettelrode (Sangerhäuser Revier)
Im ehemaligen Kupferschieferbergwerk Röhrigschacht in Wettelrode sind Schichten des Oberrotliegend und des Zechsteins in gestörter Lagerung untertage erschlossen. Dies ist durch eine Vervielfachung von Schichten sowie Änderungen der stratigraphischen Position einzelner lithologischer Einheiten nachzuweisen. Tektonische Messungen sowie eine begleitende Aufnahme sedimentologischer und lithologischer Besonderheiten weisen auf die Existenz von komplizierten Duplexstrukturen hin. Es sind frontale, laterale und schräge Rampengeometrieelemente zu interpretieren. Die Rückenvererzungen des Kupferschiefers treten bevorzugt an diesen Stellen auf. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen einen Zusammenhang mit der oberkretazischen Inversionstektonik vermuten.In the former Röhrigschacht copper shale mine in Wettelrode, a sequence of the Upper Rotliegend and Zechstein is developed. The sequence is disturbed by fault zones. Tectonic measurements of the sedimentological inventory indicate the existence of complicated duplex structures. Frontal, lateral and oblique ramp geometry elements can be interpreted. The ridge mineralisation of the Kupferschiefer occurs preferentially at these locations. The results of the investigations suggest a relationship with the Upper Cretaceous inversion tectonics