SSOAR - Social Science Open Access Repository
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    Historisches Lernen über, durch und für Demokratie: Wege der Demokratiebildung im Geschichtsunterricht

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    Dieser Beitrag untersucht aus der Perspektive der Didaktik der Geschichte das spezifische Potenzial historischen Lernens für Demokratiebildung - und umgekehrt - mit besonderem Fokus auf den schulischen Geschichtsunterricht. Ausgangspunkt ist eine Analyse der wissenschaftlichen Debatten zum Verhältnis von historischer und politischer Bildung, die eng mit Fragen der Demokratiebildung verknüpft sind. Darauf aufbauend wird ein konzeptioneller Zugang zum demokratiebildenden historischen Lernen entwickelt. Abschließend werden daraus drei zentrale Handlungsfelder für das demokratiebildende historische Lernen abgeleitet

    Verletzendes Verhalten in der Kindertagesbetreuung: Anspruch und Realität

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    Gewalt in der frühkindlichen Bildung ist längst kein Randphänomen mehr, sondern Ausdruck struktureller Defizite im System der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Dieser Beitrag untersucht auf Basis empirischer Daten Formen und Muster verletzenden Verhaltens in Kindertagesstätten sowie in der Kindertagespflege. Neben der Gewalt zwischen Kindern und der Gewalt gegen Beschäftigte wird insbesondere die Rolle struktureller Faktoren wie Personalmangel, Arbeitsbelastung und institutionelle Schutzkonzepte betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass verletzendes Verhalten häufig bagatellisiert oder als unvermeidlich akzeptiert wird. Abschließend werden notwendige Reformmaßnahmen diskutiert, um institutionelle Gewalt zu reduzieren und eine reflexive pädagogische Praxis zu fördern

    Pakistan's Economic Revival: A Path Through the Storm

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    Pakistan is at a pivotal moment in its economic trajectory. For years, it has struggled with recurring economic fluctuations, relying on external bailouts while facing political uncertainty and deep-rooted structural challenges. Yet, as of February 2025, glimmers of hope are emerging amidst the chaos. With a population of over 240 million, abundant natural resources, and a strategic geographic position, Pakistan has the raw ingredients for an economic revival. The question is whether its leadership, institutions, and people can seize this moment to break free from the shackles of the past. The road to recovery is neither short nor easy, but it is attainable - if Pakistan can confront its challenges head-on and chart a pragmatic course forward

    MentalHigh: Projekt zur Förderung der psychischen Gesundheit von Studierenden in Vietnam und Kambodscha

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    Der Beginn eines Studiums geht mit einer Reihe von sozioökonomischen und psychosozialen Anforderungen einher, deren Bewältigung mitunter erhebliche Anpassungen von Studierenden erfordert. In den letzten Jahren haben zusätzlich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weltweit die körperliche und psychische Gesundheit vieler Studierender erheblich belastet. Das EU-geförderte Projekt "MentalHigh" widmet sich der Stärkung psychischer Gesundheitskompetenzen von Studierenden an Universitäten in Vietnam und Kambodscha. Im Sinne eines Setting-Ansatzes soll das Projekt einen Beitrag dazu leisten, umfassendere Transformationsprozesse in den Bildungseinrichtungen anzustoßen und eine gesundheitsfördernde Umgebung zu schaffen, die das Wohlbefinden der Studierenden nachhaltig verbessern soll.Entering university is associated with various socioeconomic and psychosocial demands, which require students to make considerable adjustments and develop adaptive behaviour to be able to cope. In recent years, the effects of the COVID-19 pandemic also had a significant impact on the mental health of many students worldwide. The EU-funded project "MentalHigh" has set out to strengthen the mental health of students by developing and implementing mental health promotion and prevention activities in Higher Education Institutes (HEIs) in Vietnam and Cambodia. Following a whole-university approach the project should lay the foundation to transform the HEIs long-term into health-promoting environments that sustainably improve the well-being of students

    Diskriminierung und Teilhabe im Hinblick auf Migrationserfahrungen von hochaltrigen Menschen: Ergebnisse der D80+-Studie

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    Ziel der Expertise ist es, Teilhabechancen und Hinweise auf Diskriminierung von Eingewanderten im Vergleich zu in Deutschland geborenen Hochaltrigen in den Bereichen Bildung und Einkommen, Wohnen sowie Wertschätzung und Anerkennung zu analysieren. Um den Lebensverläufen heutiger Hochaltriger gerecht zu werden, wird - statt nach Migrationshintergrund - nach Migrationserfahrung bis und ab 1950 sowie nach unterschiedlichen Herkunftsregionen differenziert. Datengrundlage ist die Studie "Hohes Alter in Deutschland (D80+)" mit 10.578 hochaltrigen Teilnehmenden unter Einschluss häufig ausgeschlossener Gruppen wie im Heim Lebende oder Personen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen an einer Befragung nur mittels Stellvertreter*in teilnehmen können. Die Ergebnisse zeigen, dass 22 Prozent der Teilnehmenden nicht auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands geboren wurden. Für die Teilhabechancen zeigen sich eine geringere formale Bildung für Personen mit Migrationserfahrung vor und ab 1950, und für letztere auch ein geringeres Einkommen und höheres Armutsrisiko. Eine Betrachtung nach Herkunftsregionen zeigt ein sehr differenziertes Bild der Einkommensverteilung. Ab 1950 zugewanderte Hochaltrige wohnen häufiger zur Miete, in Mehrfamilienhäusern und Städten. Sie haben seltener Vertrauen in die Nachbarschaft und berichten häufiger, dass die Corona-Pandemie dieses Vertrauen negativ beeinflusst hat. Personen mit Migrationserfahrung fühlen sich seltener für ihre Lebensleistung wertgeschätzt. Angesichts der Vielfalt der Migrationserfahrungen erweist sich der Zusammenhang mit Teilhabechancen insgesamt als sehr heterogen

    What lies ahead for the German Government in the Middle East

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    As geopolitical tensions and conflicts reshape the Middle East and North Africa region, Germany must balance diplomacy, development, and security. From post-conflict reconstruction and energy transitions to managing rising authoritarianism, Germany’s ability to lead as a stabilising force will depend on European Union cooperation, targeted economic engagement, and sustainable policy frameworks. In Syria, conditional cooperation with the Hay'at Tahrir al-Sham-led administration will need to focus on human rights, minority protection, anti-corruption efforts, and limiting renewed Russian influence. To stabilise Lebanon, Germany must link financial aid to governance reforms, applying EU-level sanctions to curb Hezbollah's influence while fostering civil society to prevent sectarian tensions from escalating. In the Israeli-Palestinian conflict, Germany will need to insist on the application of international humanitarian law to safeguard its reputation as a civilian power that is committed to multilateralism. Nearshoring, renewable energy expansion, and managing political risks will be key in the Maghreb, including around Morocco's succession, Western Sahara tensions, and rising authoritarianism in Tunisia. With Iran's nuclear ambitions and its regional-destabilisation strategies, Germany’s diplomatic leverage in a renewed JCPOA should include targeted sanctions relief and post-conflict contingency plans for potential military escalation. New avenues for German partnerships with Gulf countries exist regarding the energy transition, particularly on green hydrogen

    Gesellschaftliche Radikalisierung in Form einer Radikalisierungsspirale - und wie man mit ihr umgehen könnte

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    Immer mehr hat sich in den letzten Jahren in der Radikalisierungsforschung der Gedanke festgesetzt, dass Radikalisierungsprozesse nicht vollständig unabhängig von anderen Gruppen stattfinden. Der vorliegende Artikel nimmt diesen Gedanken auf, konzipiert das Modell einer Radikalisierungsspirale und prüft es empirisch für die Wechselwirkungen zwischen islamistischer und rechtsextremer Radikalisierung. So wie die Ergebnisse die Existenz einer Radikalisierungsspirale zwischen diesen beiden Gruppen weitgehend stützen, wird auch deutlich, dass Radikalisierung bereits in den Einstellungen beginnen. Sie stellen eine notwendige Grundlage fortschreitender Radikalisierung dar, ohne dass es sich dabei um einen Automatismus handelt. Antisemitismus und die Ablehnung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt wirken auf beiden Seiten der Radikalisierungsspirale als Triebkraft

    Non-Quota-Strategien als parteiinterne Fördermaßnahmen bei der Kandidat*innenauswahl in Deutschland

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    Mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse von parteiinternen Fördermaßnahmen deutscher Landesparteien wird erstmals ein umfassender Überblick über die Maßnahmen und Lücken in den Bereichen Frauengremien, Kompetenzförderung, weiche Maßnahmen und Finanzierungsinstrumente gegeben, welche als Non-Quota-Strategien bekannt sind. Die Arbeit analysiert dafür parteiinterne Fördermaßnahmen und berücksichtigt dabei die Hürden, die bei der Kandidat*innenauswahl bestehen. Non-Quota-Strategien können zu einem institutionellen Wandel beitragen, insbesondere verbindliche und fest in den Satzungen verankerte Maßnahmen und in Kombination mit Parteiquoten, die jedoch nicht bei allen wirksam sind. Die Grünen und die Linken setzen am stärksten auf verbindliche Maßnahmen und Vetomöglichkeiten, während Parteien der Mitte und rechts der Mitte eher auf unverbindliche Regelungen zurückgreifen, was möglicherweise eine latente Opposition gegen Geschlechtergleichheit widerspiegelt. Mit Ausnahme der AfD und der Freien Wähler verfolgen aber alle Parteien Non-Quota-Strategien. Vor allem Landesverbände der CDU sowie die CSU schneiden im Bereich der weichen Maßnahmen und Mentoringprogramme gut ab, setzen jedoch nicht auf institutionalisierte Strukturen, und Frauengremien bleiben weiterhin marginalisiert. Vor allem die Grünen setzen konsequent auf verbindliche Regelungen und Vetomöglichkeiten, wie bei ihren Frauengremien sichtbar wird.This article uses a qualitative content analysis of internal party promotional measures applied by German regional political parties to provide the first comprehensive overview of those measures as well as of the gaps in women's committees, capacity building, soft measures and funding instruments (known as "nonquota strategies"). This work analyses internal promotional measures for women applied within regional political parties in Germany and takes into account the obstacles that exist when it comes to selecting candidates. Nonquota strategies can contribute to institutional change, especially binding measures that are enshrined in party statutes and in combination with party quotas. They are not always effective, though. The Greens and The Left Party rely most heavily on binding measures and veto options, while centre and right-of-centre parties tend to rely more on non-binding rules, possibly reflecting their latent opposition to gender equality. Apart from the AfD and the Free Voters, however, all the parties pursue non-quota strategies. It is above all the CDU's and the CSU's regional associations that perform well when it comes to soft measures and mentoring programmes, but they do not rely on institutionalized structures, and women's committees remain marginalized. The Greens in particular consistently rely on binding rules and veto options, as is evidenced in their women's committees

    Forecasting Referendums: A Structural Model Predicting Adoption and Support in Irish Plebiscites 1968-2024

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    Election prediction flourishes among pollsters, the media, academics, and political anoraks, with four significant prognostic paradigms: opinion polls, markets, structural models, and hybrid approaches. Structural models, inspired by political science theory and based on so-called "fundamental" indicators, have a long pedigree in predicting government performance in elections cross-nationally. Despite their prevalence and prowess in forecasting contests for government, these structural models have not been applied to predict referendums, where the prognosis game, as far as it exists, primarily relies on polls. Perhaps this is unsurprising given that plebiscites can be especially hard to forecast given that citizens often vote on complex subjects not always salient in public discourse, partisan cues are sometimes lacking, and late opinion shifts are arguably more common than in elections. In this contribution, we break new ground by fusing two strands of political science literature - election forecasting and referendums - and devise a prediction model of plebiscites based on economic, institutional, and historical variables, thereby providing the first structural forecasting model to account for referendum adoption and support levels. We apply this model ex-post to 42 national referendums in Ireland between 1968 and 2024 to test its applicability ex-ante. In Europe, Ireland stands third only to Switzerland and Italy as polities that regularly employ referendums to decide public policy issues. With reasonable lead time, ex-post estimates of our model offer solid predictions of the referendums' outcome, with out-of-sample estimates calling the outcome correctly 68%-79% of the time, a remarkable feat given that the issues up for decision are varied. Moreover, we demonstrate that our model’s predictions are competitive with opinion poll estimates of these contests, illustrating that while our model is not a panacea, it provides a reasonable starting point for predicting the outcomes of referendums in Ireland and, importantly, plants a vital seed for future work on forecasting plebiscites using model approaches

    Trumps "America First"-Politik bedroht den Welthandel: Die EU sollte sich auf ihre Stärken besinnen - und neue Partner suchen

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    Die Handelspolitik von Donald Trump folgt seinem "America First"-Prinzip und will durch Zölle wirtschaftliche und politische Zugeständnisse von Handelspartnern erzwingen. Dabei unterscheidet der US-Präsident nicht zwischen verbündeten und autokratischen Staaten. Auf diese Weise unterlaufen die USA das regelbasierte Handelssystem, von dem die EU und Deutschland seit Jahrzehnten profitiert haben. Auch wenn die transatlantischen Beziehungen wichtig bleiben, sollte die EU jetzt zügig die Partnerschaften mit demokratischen Mittelmächten weiter ausbauen

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