Hervorbringung von Medienkonstellationen statt Nutzung didaktischer Werkzeuge. Versuch einer medienkulturwissenschaftlichen Didaktik der Bildungsmedien am Beispiel von Videokonferenzen als Unterrichtsform

Abstract

Seit Beginn der Corona-Krise sind vielfältige Transformationen medienkultureller Praktiken zu beobachten. Eine medienkulturwissenschaftliche Reflexion dieser Prozesse eröffnet in der Bildungspraxis hilfreiche Perspektiven. Denn die Herausforderungen bei der gegenwärtig erforderlichen Gestaltung von Alternativen zum Präsenzunterricht werden meist auf die Wahl didaktischer ‚Werkzeuge‘ und das Design didaktischer Szenarien beschränkt, obwohl es – so die These des Beitrags – in erster Linie um die voraussetzungsreiche und nur bedingt kontrollierbare Hervorbringung neuer Medienkonstellationen geht. Im Beitrag wird das Medienkonstellationsmodell als Heuristik zur Medienanalyse skizziert und anschließend aufgezeigt, welche Perspektiven der Medienreflexion es eröffnet und wie sie mit bestehenden mediendidaktischen Ansätzen verknüpft werden können. Darauf aufbauend wird versucht, eine medienkulturwissenschaftliche Didaktik zu konturieren und auf Videokonferenzen als Unterrichtsform anzuwenden.Since the beginning of the Corona-crisis, media culture is undergoing various transformation processes. A reflexion of these processes from a media studies perspective can be helpful in educational contexts. The challenges in designing alternatives to traditional attendance classes are usually discussed in terms of choosing the right tools and planning the right scenarios. But, in fact – that is the thesis of this article – the most important challenge is the emergence of new media constellations. The article outlines the heuristic modeling of mediaconstellations as a means for media analysis, shows its potential for reflecting transformation processes and relates it to existing approaches of didactical media reflexion. Finally, it attempts to outline a media studies perspective on didactical media reflexion and to apply it to the educational use of video conferencing. &nbsp

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