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Peter Orthofer – Zwischen Berliner Charme und Wiener Schnauze

Abstract

In der vorliegenden Diplomarbeit wird das Schaffen des Autors Peter Orthofer dokumentiert. Dies geschah hier mithilfe seines Nachlasses, der vorwiegend als Quelle diente (dieser befindet sich im Österreichischen Kabarettarchiv in Graz). Es wurden dabei vier Teilaspekte seines Schaffens ausgewählt: Seine Anfänge als Kabarettist und Autor in Graz und Wien, sein kabarettistisches Schaffen für das Fernsehen, sein Schaffen für andere KabarettistInnen und zuletzt Peter Orthofer als Mitbegründer und Intendant des Kabarett- und Kleinkunstfestivals „Ybbsiade“. Wie man sieht, ist das Thema Kabarett vorherrschend und zieht sich durch sein gesamtes Leben. Peter Orthofer (1940-2008), in Berlin geboren, in Österreich aufgewachsen, begann bereits während seiner Schulzeit mit dem Schreiben und öffentlich aufzutreten. Durch seine Schwester landete er schließlich beim Grazer Studentenkabarett „Der Würfel“, wo er als Autor, Darsteller und Conférencier tätig war. Ein Jahr später verschlug es ihn mit dem „Würfel“ nach Wien zu Gerhard Bronner in das „Neue Theater am Kärntnertor“. Neben einigen gemeinsamen Kabarettprogrammen schufen Orthofer und Bronner auch satirische Fernsehsendungen (z.B. „Zeitventil“ oder „Die große Glocke“). Peter Orthofer war Co-Autor von Herwig Seeböcks „Häfenelegie“, schrieb für Hans Peter Heinzl über zwanzig Programme und war zuletzt als Autor für Alfons Haider tätig. 1989 gründete er das Kabarett- und Kleinkunstfestival „Ybbsiade“, als dessen Intendant er 17 Jahre lang tätig war. Da, wie bereits erwähnt, in dieser Diplomarbeit fast nur mit dem Nachlass Orthofers gearbeitet wurde, stellt diese Arbeit keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit auf sein umfassendes kabarettistisches Schaffen, soll jedoch einen ersten Schritt zur Aufzeichnung seines Werks und Lebens darstellen, da es bis dato keinerlei Arbeiten über Peter Orthofer gibt. Die Arbeit mit einem Nachlass ist sehr speziell und bringt auch einige Schwierigkeiten und Probleme mit sich – er hat Lücken und man muss lernen, mit diesen umzugehen und versuchen die relevanten Dinge herauszufiltern und einzuordnen

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