Diese Arbeit behandelt den Pettauer Altar, ein Spätwerk des im Salzburger Raum tätigen Künstlers Conrad Laib, um 1460 datiert. Der Altar befindet sich in der Taufkapelle der Stadtpfarrkirche St. Georg in Pettau (slowen. Ptuj). Im Mittelalter gehörte die Stadt zu den Besitztümern des Salzburger Erzbistums. Interessant ist die eigenwillige Form des Altares, die eine Synthese zwischen nordalpinem Flügelaltar und starrer italienischer Altarpala darstellt. Auch das Bildprogramm ist ungewöhnlich - die Feiertagsseite präsentiert einen Marientod, flankiert von den hll. Hieronymus und Markus. Klappt man die beiden Flügel in der Mitte übereinander, ist auf der Werktaggsseite eine mittige devotionale Kreuzigung, begleitet von den hll. Nikolaus und Bernhardin von Siena zu sehen. Die monumentale Predella ist vom Corpus durch eine Arkadenreihe getrennt und präsentiert das Schweißtuch der hl. Veronika.
In dieser Arbeit werden verschiedene Problemstellungen zum Pettauer Altar behandelt, welche vor allem seine Struktur und sein Bildprogramm, seine Bezüge zur oberitalienischen Kunst, die Frage nach dem unbekannten Auftraggeber sowie seine Datierung betreffen