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Aku-Aku - Geistwesen auf Rapa Nui

Abstract

Im menschlichen Leben spielen verschiedenste Wesenheiten in einer mehr oder minder vorhandenen Intensität eine Rolle. Vielen ist die Vorstellung einer Seele bekannt, andere glauben an Totengeister oder in der Natur beheimatete Geistwesen. Diese Arbeit widmet sich nun einer ganz bestimmten und einzigartigen Gruppierung von Wesenheiten, welche es in dieser Form nur an einem Ort der Welt gibt, es handelt sich um die Aku-Aku auf Rapa Nui, der Osterinsel. Durch die nähere Befassung mit den Aku-Aku fällt vor allem ein Umstand besonders ins Auge. Im Laufe der Zeit hat sich eine Veränderung der erfassten Gruppe vollzogen. Die ursprünglich den Seelen der Toten vorbehaltene Bezeichnung wurde durch den Einfluss der Missionare ausgedehnt und erfasst nun auch niedere Gottheiten. Nichtsdestotrotz blieben der Respekt und auch die Furcht der Osterinsulaner gegenüber den Aku-Aku erhalten. Selbst Generationen nach der ersten Missionarsankunft fühlten sich die Menschen für „ihre“ Geistwesen verantwortlich. Sie brachten Speiseopfer dar und baten sie um ihre Erlaubnis, wenn etwas aus den geheimen Höhlen entnommen werden sollte. Besonders spannend ist die Frage nach der Herkunft der Aku-Aku. Gemäß der wissenschaftlich frequentierten Besiedelungstheorie, stammen die Rapa Nui von Mangareva beziehungsweise den Marquesas. Sucht man dort nach solch einer Gruppe von Geistwesen, so wird man jedoch nicht fündig. Es finden sich zwar vereinzelt Parallelen, doch nichts davon entspricht tatsächlich der Gruppe der Aku-Aku. Somit ist klar, dass es sich um eine ganz besondere Geistwesengruppierung handelt, welche im Laufe der Zeit unter verschiedensten Einflüssen entstanden ist

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