Einige Themen Aus Der Frühen Bosnischen Rechtsgeschichte Zusammenfassung

Abstract

Autor istražuje neke aspekte bosanske pravne povijesti: položaj bana Borića, odnos pape Inocenta III. prema bosanskim krstjanima, smisao sintagme tota Sclavonia (koja obuhvaća i Bosnu) i usporedbu heterodoksije bosanskih krstjana i bogumila.The author explores several important problems of the early Bosnian history. 1) In the second half of the 12th century, Bosnia was an independent country under the rule of Ban Borić, who was at the same time a high Hungarian official who acknowledged the formal supremacy of the Hungarian-Croatian king because of his huge possessions in Slavonia 2) Pope Innocent III (1198-1210 reacted with marked restraint to accusations of heresy of Ban Kulin because he did not want to deteriorate his relations with Kulin’s protector, Hungarian-Croatian King Emeric. 3) At the turn of the 13th century, the term “duke of the whole of Slavonia” appeared in the title of Hungarian-Croatian rulers. At the time, the title implied all the Croatian areas south of the Drava river. 4) In some elements of their religious beliefs, Bosnian “krstjani” were not in keeping with the doctrine of the Catholic church, but they skilfully hid their heterodoxy out of fear of dying t the stake. 5) Bosnian “krstjani” had religious beliefs which had some similarity with Bogomilism.Der Autor untersucht einige wichtige Probleme der älteren bosnischen Geschichte. 1) In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts war Bosnien unter Banus Borić ein selbstständiges Land, doch er war zugleich auch ein hoher ungarischer Amtsträger, der wegen seiner ausgedehnten Besitze in Slawonien die formale Oberherrschaft des ungarisch-kroatischen Königs anerkannte. 2) Papst Innozenz III. (1198-1210) reagierte mit großer Zurückhaltung auf die Anschuldigungen der Ketzerei gegen Banus Kulin, da er sein Verhältnis zu dessen Schutzherrn, dem ungarisch-kroatischen König Emmerich, nicht verschlechtern wollte. 3) Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts taucht im Titel des ungarisch-kroatischen Herrschers die Bezeichnung „Herzog von ganz Slawonien“ auf. Darunter wurden zu jener Zeit alle kroatischen Gebiete südlich der Drau verstanden. 4) Die bosnischen krstjani (wörtlich: Christen) standen in einigen Elementen ihres Glaubensbekenntnisses nicht im Einklang mit den Lehren der katholischen Kirche, zeigten jedoch aus Angst vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen erhebliches Geschick bei der Verheimlichung ihrer Heterodoxie. 5) Die bosnischen krstjani bekannten sich zu einem Glauben, der in einigen Elementen Ähnlichkeiten zum Bogumilentum aufwies

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