It’s common – but not normal! : Welche Eigenschaften hat ein wirksames Beckenboden-Training in der Schwangerschaft zum Vorbeugen und Reduzieren von Urininkontinenzsymptomen bis zu einem Jahr postpartum?
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Darstellung des Themas: Während der Schwangerschaft und Geburt ist der weibliche Beckenboden zusätzlichen Belastungen ausgesetzt, weshalb die Urininkontinenz eine häufige Beschwerde vor (35-67%) und nach der Geburt (31%) darstellt. Aktuelle Forschungsergebnisse besagen, dass als Prävention und Therapie der Urininkontinenz Beckenbodenübungen während dieser Zeit gemacht werden sollten. Bis anhin gibt es in der Schweiz jedoch keine Leitlinien, wie dieses Thema in der Schwangerenvorsorge integriert werden soll.
Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist, herauszufinden welche Eigenschaften ein wirksames Beckenbodentraining in der Schwangerschaft zum Vorbeugen und Reduzieren von Urininkontinenzsymptomen bis zu einem Jahr postpartum hat. Davon abgeleitet sollen Empfehlungen für die Praxis gemacht werden.
Methode: Es wird eine systematische Literaturrecherche anhand definierter Ein- und Ausschlusskriterien durchgeführt. Dabei werden sechs Studien zur Analyse und Würdigung ausgewählt.
Die Ergebnisse der sechs Studien lassen sich aufgrund von Limitationen nur bedingt vergleichen. Es können jedoch gemeinsame Eigenschaften abgeleitet werden, welche auf die Steigerung der Wirksamkeit des Beckenbodentrainings in der Schwangerschaft hinweisen.
Schlussfolgerung: Um evidenzbasierte Empfehlungen zur genauen Umsetzung des Beckenbodentrainings abgeben zu können, ist weitere Forschung notwendig