research

Einsatz von behandelten Saatwickenkörnern (Vicia sativa L.) als eiweißreiches Futtermittel für Monogastrier im ökologischen Landbau

Abstract

Mit dem Versuchsvorhaben am Friedrich Löffler Institut (FLI) sollten in einem Bilanzversuch mit 4 am terminalen Ilium mittels T-Kanüle fistulierten Schweinen der Futterwert und die praecaecale Verdaulichkeit des Proteins und ausgewählter Aminosäuren ermittelt werden. Dabei kamen Saatwicken (angebaut beim Projektpartner Institut für Ökologischen Landbau, Trenthorst) in 3 verschiedenen Behandlungsvarianten · als Schrot · als Silage und · als angekeimte Saat zum Einsatz. Im Ergebnis kann eingeschätzt werden, dass bei der Ermittlung der Gesamtverdaulichkeit der Rohnährstoffe der Futterwert der Saatwicken ermittelt werden konnte. Der errechnete ME-Gehalt mit 14,86 MJ/kg T, 15,04 MJ/kg T und 14,57 MJ/kg T für die entsprechenden Varianten ist in etwa dem von Erbsen und Ackerbohnen gleich. Der Vergleich der 3 Behandlungsvarianten (Schroten, Silieren und Ankeimen) erbrachte erkennbare Differenzen in der Fütterungseignung für Schweine. Bei der Ermittlung der praecaecalen Verdaulichkeit des Proteins und der hier untersuchten Aminosäuren konnten plausible Ergebnisse erzielt werden. Auf Grund fehlender Literaturdaten konnten diese nur mit anderen Leguminosen verglichen werden und sind etwas geringer als die Werte, die für Ackerbohnen und Erbsen tabelliert sind. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Saatwicken ein für Schweine geeignetes Futtermittel zur Protein bzw. Aminosäurenversorgung darstellen. Der Futterwert ist gut. Die praecaecale Verdaulichkeit des Proteins und der Aminosäuren sind etwas geringer, als die der anderen Leguminosen. Die Variante der Silierung hat sich bei Betrachtung aller hier ermittelten Daten als die vorteilhafteste Variante erwiesen

    Similar works