ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Darstellung des Themas: Die Sturzangst stellt bei vielen älteren Erwachsenen ein Problem dar, dass sich negativ auf die Lebensqualität auswirkt. Es ist wichtig, dass Pflegefachpersonen die Risiken der Sturzangst kennen und für die Pflege relevante Interventionen zur Reduktion der Sturzangst anwenden können.
Fragestellung und Zielsetzung: Welche pflegerischen Interventionen tragen laut Literatur zur Reduktion von Sturzangst bei älteren, kognitiv nicht eingeschränkten Erwachsenen in der Langzeitpflege bei? Das Ziel ist, aus vorhandener Literatur geeignete pflegerelevante Interventionen abzuleiten.
Methode: In fünf Fachdatenbanken wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Die zur Bearbeitung der Fragestellung ausgewählte Literatur wurde zusammengefasst, kritisch gewürdigt sowie anhand ihrer Güte und Evidenz eingeschätzt. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine themenspezifische Schulung für Pflegefachpersonen im Setting der Langzeitpflege.
Ergebnisse: Es zeigen sich fünf wirksame Interventionen zur Reduktion der Sturzangst. Diese umfassen sowohl körperliche Tätigkeiten, als auch Interventionen in Bezug auf die Kognition.
Schlussfolgerungen: Sturzangst beeinflusst das Leben negativ, doch sie kann reduziert werden: Viele Studien weisen auf die Wirksamkeit der Steigerung der körperlichen Aktivität sowie der sturzassoziierten Selbstwirksamkeit hin. Die Umsetzung in den Praxisalltag erfordert eine Schulung, womit das Bewusstsein der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner für die Problematik gestärkt wird