Ausgehend von der These, dass die Frage der kulturellen Differenz nicht losgelöst von jener der sexuellen Differenz betrachtet werden kann, geht es in diesem Text darum, die Verschränkungen von gendertheoretischen und postkolonialen Theoriemodellen darzulegen. Es zeigt sich, dass beide Ansätze - besonders in ihrer Verwobenheit - innerhalb der germanistischen Literaturwissenschaft ein besonderes Instrumentarium für die Bearbeitung des sog. 'kulturell Fremden', des 'Anderen' sowie des mutmaßlich 'Eigenen' liefern. Diese Begriffe spielen neben anderen wie Hybridität, "dritter Raum", Zentrum/Periphere eine Schlüsselrolle innerhalb des verhandelten Fragehorizonts