In dieser Seminararbeit untersuche ich Huntingtons These vom »Kampf der Kulturen« und stelle sie in einen geschichtsphilosophischen Kontext. Mit Spenglers Idee vom »Untergang des Abendlandes« und Toynbees »Gang der Weltgeschichte« stelle ich zwei solche Ansätze vor, auf die Huntington ganz explizit zurückgreift. Vor allem auf ihren Kulturbegriff greift er zurück, indem er die Kulturen für die Konfliktlinien von morgen hält. Dass er weniger das zyklische Denken berücksichtigt und keine historische Perspektive einnimmt, lässt mich schließen, dass Huntingtons These zwar auf viele geschichtsphilosophische Elemente aufbaut, selbst jedoch keine eigene geschichtsphilosophische Position darstellt. Dies illustrieren auch die von mir angeführten ausgewählten Reaktionen auf Huntington aus unterschiedlichen Perspektiven