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Die Neuzeit als Wurzel der Gegenwart. Unterschiedliche Bewertungen der Epoche bei Cassirer und Heidegger.
Authors
Matthias Flatscher
Publication date
1 January 2006
Publisher
Abstract
Der Titel dieses Beitrags mag zunächst befremdlich klingen. Mit der Nennung des Namenpaares "Ernst Cassirer und Martin Heidegger" wird in erster Linie ihre öffentliche Auseinandersetzung in Davos von 1929 assoziiert. Diese Disputation wurde im nachhinein von der Philosophiegeschichtsschreibung als Kampf zwischen zwei völlig ungleichen Persönlichkeiten – da der antiquiert wirkende, großbürgerliche Professor aus der Metropole, dort der seine ländliche Herkunft nicht verbergende, dynamisch-unorthodoxe Denker aus dem Schwarzwald –, die zudem die damals vorherrschenden philosophischen Schulen repräsentierten, hochstilisiert. Über das Biographisch-Anekdotische dieser philosophieinternen Debatte zwischen dem "Neukantianismus" Cassirers und der "Phänomenologie" bzw. dem "Existenzialismus" Heideggers hinaus bekam dieses Treffen durch die politischen Ereignisse in der Folgezeit, die damit zusammenhängende Flucht des Juden und überzeugten Demokraten Cassirer aus Nazi-Deutschland und Heideggers hochschulpolitische Kollaboration mit den faschistischen Machthabern eine weitere Verschärfung, sodass abseits der Kantexegese weitere sachliche Berührungspunkte zwischen den beiden Denkern zumeist aus dem Blickfeld gerieten. Inhaltliche Ungleichheiten und Gemeinsamkeiten zwischen Cassirer und Heidegger sollen im folgenden jedoch nicht hinsichtlich der divergierenden Kantlektüren herausgestrichen, sondern durch die unterschiedliche Bezugnahme auf ein anderes Themengebiet betrachtet werden. Sowohl Cassirer als auch Heidegger haben sich eingehend mit der frühen Neuzeit rund um René Descartes beschäftigt. So lässt sich Cassirers Auseinandersetzung mit dieser Epoche bzw. mit ihrem philosophischen Hauptvertreter ausgehend von seinen Büchern Descartes. Lehre – Persönlichkeit – Wirkung (1939, zit. als D) und Individuum und Kosmos (1927, zit. als IK) über das vierbändige Werk Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (1906) bis hin zu seinen philosophischen Anfängen – Cassirer promovierte 1899 bei Hermann Cohen mit der Arbeit Descartes" Kritik der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnis – zurückverfolgen. Daher kommt Rainer A. Bast zum naheliegenden Schluss: "Mit Descartes hat sich Cassirer sein ganzes akademisches Leben lang beschäftigt." (Bast 1995, XIV) Nicht ganz unähnlich verhält es sich bei Heidegger; auch er hat sich über Jahre intensiv mit dem cartesianischen Denken auseinandergesetzt. Bereits in seiner ersten Marburger Vorlesung Einführung in die phänomenologische Forschung vom Wintersemester 1923/24 ging er auf die Methodenproblematik der cartesianischen Philosophie ein, worauf er Mitte der 30er und Anfang der 40er Jahre in mehreren Anläufen zurückkehren sollte
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oai:sammelpunkt.philo.at:1459
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