research

Politische Philosophie - hinter Kant zurück? Zur Kritik der "klassischen" Politischen Philosophie

Abstract

Der Aufsatz reagiert auf die in diesem Jahrbuch vertretene These, die Politische Philosophie müsse wieder an die "klassischen" Positionen von Aristoteles und Thomas v. Aquin anknüpfen, wenn sie nicht darauf verzichten wolle, die Würde des Menschen zu begründen. Zunächst wird der Fallibilismus gegen Detjens in Bezug auf die Prinzipien der Politik erhobene Forderung nach absoluter Gewißheit verteidigt. Dann werden in systematischer Absicht die wesentlichen Schritte in der Entwicklung des neuzeitlichen Vernunftrechtsdenkens bei Hobbes, Rousseau und Kant skizziert. Nur auf dieser Grundlage, so wird gezeigt, sind die Freiheit und damit die Würde des Menschen zu gewährleisten, während die "klassische" Naturrechtsposition tatsächlich auf Rechtspositivismus hinausläuft.\ud \ud Inhalt\ud \ud 1. Detjens Ansinnen: Zurück zu Aristoteles und Thomas v. Aquin\ud 2. Fallibilismus und Politische Philosophie\ud 3. Legitimation von Herrschaft: Hobbes\ud 4. Legitimation von Herrschaftsordnung: Rousseau\ud 5. Der Vernunftstaat der Freiheit: Kant\ud 6. Materiales Naturrecht - ein positivistischer Irrweg\ud 7. Autonomie des Willens und objektives Gesetz\u

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