Die Psychoanalyse, ausgehend von den Arbeiten C.G. Jungs spricht – den alten Mythen folgend – von der in jedem Menschen vorhandenen "Anima". Die antike Mythologie bewahrt noch weitgehend das Ansehen grenzenloser Weiblichkeit: die Nymphen, die der Natur und Hellseherei stark verbunden sind, die rasenden Mänaden aus dem Kreis des weiblichsten aller Götter, des Dionysos, und die Musen, die der Wissenschaft und den Künsten die Inspiration liefern. Ausgewählte Gemälde der Residenzgalerie Salzburg nehmen antike mythologische Erzählungen zum Thema, in denen sich diese unterschiedlichen Facetten des Weiblichen in der barocken Auffassung und Manier des Höfischen widerspiegeln