Die zunehmende Globalisierung unseres Ernährungssystems ruft bei immer mehr Menschen in den Städten wie auf dem Land Unbehagen hervor. Der wachsenden Entfremdung von der Lebensmittelproduktion setzen kritische Konsumentinnen und Konsumenten die Idee einer möglichst lokalen oder regionalen Versorgung entgegen. Als »regional« gekennzeichnete Produkte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt bei der städtischen Bevölkerung. Doch welche Potenziale gibt es überhaupt noch für Städte, die Bevölkerung mit regionalen Produkten zu versorgen – angesichts von Produktions- und Verarbeitungsstrukturen, die immer größer werden und meist auf einen überregionalen bis globalen Markt abzielen? Wo liegen die Erfolgsbedingungen für den Erhalt und die Stärkung regionaler Versorgungskreisläufe von Städten? – Der folgende Beitrag berichtet von drei Fallstudien aus Süddeutschland und interpretiert die Ergebnisse mit Blick auf eine nachhaltige Wende bei der Ernährungspolitik. Es stellt sich heraus, dass Städte und Kommunen hierbei eine zentrale Rolle spielen (können)