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‚Wohnst du noch oder lebst du schon?’

Abstract

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Wohnsituation von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Österreich, die einen lebenslangen Unterstützungsbedarf aufweisen. Aufgrund der unzureichenden Forschungslage aus Betroffenensicht zu diesem Thema wurde im Rahmen der qualitativen Forschungstradition der Grounded Theory Methodologie, die die Generierung von Konzepten, Problemstellungen und theoretischen Codes vorsieht, geforscht. Zur Erstellung der datenbasierten Hypothesen (Grounded Theory), wurden im Laufe des Forschungsprozesses Interviewdaten von sieben Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Österreich herangezogen, die im Rahmen eines FWF-Forschungsprojektes zum Thema berufliche Teilhabeerfahrungen des Instituts für Bildungswissenschaften über einen Zeitraum von drei Jahren begleitet wurden. Insgesamt wurden achtzehn narrativ-biografische Interviews im Sinne des Forschungsstils der Grounded Theory Methodologie, im Speziellen nach der konstruktivistischen Grounded Theory nach Charmaz, bearbeitet. In dieser Arbeit wird deutlich, dass die Umsetzung der in Österreich formal anerkannten Leitbilder hin zu einem gemeinwesenintegrierten Wohnen und Leben von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung aus Betroffenensicht in der Praxis weitestgehend noch nicht realisiert sind. Die Grounded Theory zur Wohnsituation von MmiB beschreibt unter anderem Probleme in den Themenbereichen „Auszug aus dem Elternhaus“, „reale und gewünschte Wohnformen“, „Fremd- und Selbstbestimmung in der Wohnbiografie“, „finanzielle Möglichkeiten in der Wohnbiografie“, „Gemeinwesenintegration“ und „selbständige Lebensführung“

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