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Kinder muslimisch-christlicher Eltern im Spannungsfeld religiöser Praxis

Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie 10 bis 15 Jährige mit verschiedenen Religionszugehörigkeiten (muslimisch – christlich) ihrer Eltern umgehen. Der theoretische Teil der Arbeit behandelt den christlich-muslimischen Dialog in der Schule, am Arbeitsplatz und interkulturelle Beziehungen in Partnerschaft, Ehe und Familie, aus der Sicht der österreichischen Rechtsordnung, aus dem Blickwinkel des islamischen Familienrechts und der Religionsgemeinschaften, in Online-Foren wie aus interreligiöser Perspektive. Eine qualitativ-empirische Analyse sozialer Systeme der befragten Eltern und ihrer Kinder führt zu dem Ergebnis, dass das Vorhandensein verschiedener Glaubenszugehörigkeiten in der Familie zu latenten Konflikten zwischen den Elternteilen untereinander und den Kindern führt. Das Vorhandensein zweier Religionszugehörigkeiten gibt den Vätern ständig das Gefühl, ihre Religion verteidigen zu müssen, was sich bei den Kindern in einem Unbehagen, über Religion zu sprechen, widerspiegelt. Die Arbeit schließt mit Anregungen für die Islamischen ReligionslehrerInnen, die aus den Ergebnissen der empirischen Untersuchung abgeleitet wurden

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