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Iman und 'amal im historischen Kontext der Denkschulen

Abstract

Diese Masterarbeit besteht aus zwei Teilen. Das erste Kapitel gibt die Ansichten verschiedener islamischer Strömungen in Bezug auf deren Verständnis von Glaube und Praxis wieder. Im zweiten Kapitel erfolgt eine empirische Untersuchung, in der der Standpunkt von muslimischen SchülerInnen in österreichischen Gymnasien zum selben Sachverhalt erfragt wird. Im ersten Teil wird das Verhältnis bestimmter islamischer Strömungen auf ihr Verhältnis von Glaube und Tat unter der Berücksichtigung von gesellschaftlichen und politischen Einflüssen untersucht. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen frühen Denkschulen wie den ḫawāriǧ, der murǧiʾa und qadarīya, sowie den später erschienen theologischen Schulen der ašʿarīya und der māturīdīya. Ziel ist es dabei festzustellen, ob sich im Laufe der Zeit eine Entwicklung vollzogen hat, wie diese aussieht und worauf sie zurückgeführt wird. Die beiden letzteren Strömungen werden ebenfalls auf frühe und späte Vertreter hin untersucht, um die interne Entfaltung und die Änderungen nachvollziehen zu können. Die rein historisch-theologische Betrachtung ist notwendig, um die heutigen Standpunkte, die sich in der Geschichte entwickelt haben, besser verstehen zu können. Heute gängige Ansichten haben eine lange Entwicklung hinter sich und sind zum Teil das Ergebnis von Reaktionen auf andere Strömungen um deren Credo zu widerlegen. Im zweiten Teil wird die Einstellung der SchülerInnen bezüglich deren Vorstellungen von Glaube und Tat mittels eines Fragebogens untersucht. Interessant ist hierbei auch zu erfahren, ob die heute mehrheitlich vertretenen Glaubensschulen der ašʿarīya und der māturīdīya mit ihren jeweiligen Vorstellungen bei den SchülerInnen Gehör gefunden haben. Im Fragebogen werden hauptsächlich unterschiedliche Fälle geschildert, die von den SchülerInnen dahin gehend bewertet werden müssen, ob es sich bei der geschilderten Person ihrer Ansicht nach noch um ein Mitglied er muslimischen Gemeinschaft handelt oder nicht. Diese Vorgehensweise wurde einerseits gewählt, da die Frage, ob es sich bei einem Sünder noch um einen Muslim handelt, von den verschiedenen Strömungen diskutiert wurde und andererseits der Einfachheit halber, damit auch die jüngeren SchülerInnen diese Fragen beantworten können

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