In der hier vorliegenden Diplomarbeit beschäftige ich mich mit der Analyse quantitativer Daten zur Meinung der Österreicher zur Entwicklungszusammenarbeit. Ich habe dieses Thema deshalb gewählt, da ich neben Politikwissenschaft auch internationale Entwicklung
studiere und sich dieses Thema somit für die Verknüpfung der beiden Studienrichtungen angeboten hat. Das Thema der Entwicklungszusammenarbeit stellt die zentrale Thematik der "internationalen Entwicklung" dar. Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist hierbei natürlich besonders interessant, weshalb ich diese unter dem politikwissenschaftlichen
Aspekt der Analyse quantitativer Meinungsdaten analysiert habe.
Die Darstellung der ÖEZA sowie des geschichtlichen Kontexts ihrer Entwicklung ist ebenso wie die Darstellung der empirischen Sozialforschung schon zu Beginn der Arbeit notwendig, da auf dieser Basis die EZA und die Analysen der quantitativen Datensätze besser nachvollziehbar sind. Quantitativ erhobene Studien zur Meinung der Österreicher zur EZA werden also ausgewertet, analysiert und miteinander verglichen. Dabei spielt neben der Ebene (klein-, mittel- oder großräumige Umfragen) auch die Zeit der Erhebung eine Rolle, die von den 70er Jahren (1974) bis in die jüngste Vergangenheit (2009) reicht. Es liegt zwar zu diesem Thema über die letzten Jahrzehnte hinweg nur eine beschränkte Anzahl quantitativer Studien vor, jedoch wäre es aus zeitlichen und platztechnischen Gründen trotzdem unmöglich in dieser Arbeit all diese Studien zu behandeln. Deshalb habe ich versucht drei verschiedene Ebenen an Umfragen abzudecken, nämlich eine kleinräumige Ebene, die Untergruppen (z.B. Bürgermeister, Studenten, Jugendliche) analysiert, eine mittelgroße Ebene, auf der für ganz Österreich repräsentative Ergebnisse gewonnen werden und eine großräumige (europäische) Ebene, auf der die EU mittels Eurobarometer die Meinungen der EU-Bürger erhoben hat