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"Ich feg den Staub aus dieser Welt"

Abstract

Die vorliegende Arbeit stellt drei Shakespeare-Inszenierungen des kürzlich verstorbenen Regisseurs Jürgen Gosch vor. Es handelt sich dabei um keine detaillierten Aufführungsanalysen, sondern um eine vergleichende Darstellung einer Inszenierungsreihe, aus der am Ende eine gewisse Stilistik abgeleitet werden soll. Die theoretische Grundlage für die Beschreibung mehrerer Arbeiten eines einzigen Regisseurs bildet Yvonne Poppeks große Studie „Was ist ein Dorn? Die Shakespeare-Inszenierungen des Theaterregisseurs Dieter Dorn“ (München, 2006). Alle drei Inszenierungen – „Was ihr wollt“ (Düsseldorfer Schauspielhaus, 2007), „Ein Sommernachtstraum“ (Deutsches Theater Berlin, 2007) und „Macbeth“ (Düsseldorfer Schauspielhaus, 2005) hat Gosch gemeinsam mit seinem Ausstatter Johannes Schütz erarbeitet, der in seinen Bühnenbildern wiederholt Zitate aus der Entstehungszeit der Dramen, sowie aus anderen künstlerischen Disziplinen unterbringt. Derartige Querverweise sollen in der Arbeit ebenfalls aufgezeigt werden, etwa anhand von Exkursen über die Arbeiten von Cy Twombly oder Lucian Freud. Die Arbeit versteht sich als ein Beitrag zur deutschsprachigen Shakespeare-Rezeption und versucht außerdem dem Regisseur Jürgen Gosch einen Platz innerhalb der theaterwissenschaftlichen Forschungsliteratur einzuräumen, zumal er von dieser bisher kaum beachtet wurde

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