Die Transposition von EU-Richtlinien durch die österreichischen Bundesländer stellt ein spezifisches Untergebiet der europäischen Implementationsforschung dar. Transpositionsverspätungen in den österreichischen Bundesländern variieren (wie auf nationalstaatlicher Ebene auch) zwischen den Bundesländern und den umzusetzenden Materien. In dieser Arbeit werden die gängigsten Theorien und Ansätze zur Erklärung von verspäteter Implementation analysiert und drei geeignet erscheinende Argumente angewandt. Diese sind die Veto Player Theorie, das Fit/Misfit Argument sowie der Ressourcenansatz. Durch geeignete Operationalisierungen von aus diesen drei Partialtheorien ausgehenden Hypothesen wird eine quantitativ-empirische Überprüfung möglich. Als abhängige Variablen dienen hierbei über 250 Umsetzungsakte aus den österreichischen Bundesländern. Das Fit/Misfit Argument kann verifiziert werden, was eine Basis für die Ergebnisse der Arbeit und zukünftige Untersuchungen darstellt. Daneben werden weitere ablesbare Trends und Ergebnisse der Arbeit in Bezug zur Implementation und ihren Rahmenbedingungen gesetzt